Festwirtschaft an der Viehschau: «Win-Win-Situation für die Dorfvereine»

Zu einer erfolgreichen Viehschau gehört eine gut organisierte Festwirtschaft. In Brunnadern dafür verantwortlich ist Erika Schweizer, Präsidentin des Bäuerinnen- und Landfrauenvereins und OK-Präsidentin der Festwirtschaft an der Viehschau.

Anna Gasser
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Erika Schweizer, St. Peterzell, Präsidentin des Bäuerinnen- und Landfrauenvereins und OK-Präsidentin der Festwirtschaft an der Viehschau (Bild: Anna Gasser)

Erika Schweizer, St. Peterzell, Präsidentin des Bäuerinnen- und Landfrauenvereins und OK-Präsidentin der Festwirtschaft an der Viehschau (Bild: Anna Gasser)

Wie sieht die Organisation hier in Brunnadern aus?

An der Hauptversammlung fragen wir unsere Mitglieder, ob sie an der Viehschau helfen würden. Seit zwei Jahren helfen auch die Frauen des Frauenvereins, sodass wir die 25 Helferinnen gut zusammenbringen. An einem Herbsthöck organisieren wir dann das Zelt und dessen Bezahlung sowie die Details, der Viehzuchtverein stellt es auf und organisiert die Bestuhlung. Wir helfen uns gegenseitig und haben deshalb eine klassische Win-Win-Situation für die Dorfvereine, da alle vom Einsatz profitieren.

Wie teilen Sie die Arbeiten auf?

Wir arbeiten in zwei Schichten. Am Morgen beginnen wir schon um 7 Uhr mit Einrichten, um 9 Uhr treffen die Mitarbeiterinnen von Service und Buffet ein. Ich schaue darauf, dass unsere älteren Mitglieder nur über Mittag ihren Einsatz haben. Weil ich viele der Frauen kenne, kann ich die Gruppen entsprechend einteilen, was die gute Stimmung unter den Helferinnen fördert. Diese überträgt sich auch auf die Besucher.

Wie sind Sie zu Ihrem Amt gekommen?

Aufgrund der Demission der Präsidentin war ich einige Jahre als Aktuarin und Präsidentin der Landfrauen tätig. Dies war eine hohe Belastung, weshalb ich dann das Amt der Präsidentin übernommen habe, zumal eine Aktuarin leichter zu finden war.

Wie wichtig ist ein gutes Netzwerk für die Organisation der Festwirtschaft?

Sehr wichtig. Die Bäuerinnen kennen die Vorlieben der bäuerlichen Viehschau-Besucher und können bezüglich Menüwahl und Zeitplan auf deren Wünsche eingehen.

Wie lange dauert der Einsatz in der Festwirtschaft am Viehschautag?

Wir beginnen um 7 Uhr und bedienen die Gäste bis zum Ende der Viehschau. Danach folgt das Aufräumen noch am selben Tag. So müssen wir am Montag nur noch Kühlschränke, Mobiliar und Fritteusen zurückbringen. Am Montag würde ich nicht mehr so viele Helferinnen finden und bin darum froh, dass viele noch bis in den Abend helfen können. Überhaupt könnte ich das Ganze ohne die Hilfe meiner tüchtigen Co-Festwirtin Monika Frick und der Landfrauen nicht stemmen.