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Wildhauser Automechaniker ist Anlagechef der Sesselbahn Oberdorf-Gamsalp: «Bei Revisionen machen wir alle Arbeiten selber»

Roger Good erklärt, was ihn an seinem Beruf als Stellvertreter des Technischen Leiters der Bergbahnen Wildhaus AG und als Anlagechef der Sesselbahn Oberdorf-Gamsalp fasziniert.
Aufgezeichnet von Sabine Camedda
Roger Good ist als Anlagechef für die Sesselbahn Oberdorf-Gamsalp in Wildhaus verantwortlich (Bild: Sabine Camedda)

Roger Good ist als Anlagechef für die Sesselbahn Oberdorf-Gamsalp in Wildhaus verantwortlich (Bild: Sabine Camedda)

«Ich bin der Erste, der am Morgen mit der Sesselbahn vom Wildhauser Oberdorf auf die Gamsalp fährt. Auf dieser Dienstfahrt schaue und höre ich, ob alles richtig funktioniert. Wir müssen jeden Tag eine Sichtkontrolle der Anlage durchführen.»

«Dazu verlangt der Gesetzgeber umfangreichere Kontrollen jede Woche und jeden Monat. Ich halte auf einem Tablet fest, was ich kontrolliert habe. Im Frühling machen wir auf der Anlage die grosse Revision. Wir holen mit dem Helikopter die Rollenbatterien von den Stützen und revidieren diese».

Hoher Aufwand für Betrieb der Sesselbahn

«Auch die Klemmen, mit denen die Sessel am Seil befestigt sind, bauen wir regelmässig aus. Wir beurteilen sie und tauschen Einzelteile aus.»

«Im Herbst fallen weitere Revisionsarbeiten an. Wir machen alle Arbeiten selber und ziehen nur dort Spezialisten bei, wo es nötig ist. Viele unserer Gäste wissen gar nicht, wie gross der Aufwand ist, damit die Sesselbahn läuft. Auch die damit verbundenen Kosten sind nicht zu unterschätzen.»

Weniger Sessel im Betrieb im Sommer

«Im Sommer läuft der Betrieb ruhiger. Wir fahren mit weniger Sesseln und nach Fahrplan. Wenn es regnet, haben wir kaum Gäste, die Sesselbahn ist aber trotzdem in Betrieb. Wir haben dann Zeit, um in den Stationen einige Arbeiten zu verrichten, wir putzen oder wir streichen die Pfähle der Pistenmarkierung.»

«Bei schönem Wetter helfen wir den Gästen beim Auf- und Absteigen, laden Kinderwagen und Rucksäcke auf und ab, verkaufen Billette und geben Auskünfte. Auch der Transport fürs Bergrestaurant Gamsalp erfolgt über die Sesselbahn.»

Stationen müssen ausgeschaufelt werden

«Im Winter müssen wir am Morgen zuerst sicherstellen, dass die Rollen und die Seile schneefrei sind. Dabei helfen uns die Fahrer der Pistenfahrzeuge und die Patrouilleure. Dann müssen die Stationen ausgeschaufelt werden. Erst dann können wir den Sessellift in Betrieb nehmen.»

«Als Anlagechef bin ich auf der Gamsalp stationiert, wo die Bahn angetrieben wird. Ich muss bei starkem Wind auch entscheiden, wann die Anlage abgestellt wird. Das ist nicht immer einfach, aber die Sicherheit geht vor».

Ausbildung als Automechaniker und Tätigkeit als Werkstattchef

Roger Good hat eine Ausbildung als Automechaniker gemacht. Mehrere Jahre arbeitete er auf diesem Beruf und war Werkstattchef bei einer Garage im Toggenburg.

Der 40-Jährige wechselte dann zur Bergbahnen Wildhaus AG. Dort ist er einer von sieben Ganzjahresmitarbeitern.

Ich arbeite draussen, ich stehe in Kontakt mit Menschen, ich sehe verschiedene Anlagen und repariere auch einmal den Wanderweg. Dazu finde ich es toll, dass ich mir meinen Tag selber einteilen kann.

Nebst der Aufgabe als einer der Stellvertreter des Technischen Leiters ist er Anlagechef der Sesselbahn Oberdorf-Gamsalp. Damit verbunden ist die Aufgabe, die regelmässigen Sicherheitskontrollen zu machen. Sein grosses Hobby ist Skifahren.

Sein erstes Geld verdiente Roger Good mit dem Flicken von Töffli. An seiner Arbeit schätzt er besonders, dass sie sehr abwechslungsreich ist.

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