Wil und Umgebung
Aktivitäten im Freien sind beliebt – OL Regio Wil musste für Schülerkurs in den Ferien Interessierte abweisen

Der OL-Verein hat diese Woche wieder einen Kurs für Schülerinnen und Schüler organisiert, nachdem der letztjährige wegen Corona abgesagt werden musste. Das Interesse war gross: Es haben sich mehr Kinder gemeldet, als aus organisatorischen Gründen teilnehmen konnten.

Beat Lanzendorfer
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Tim Ramsperger, Olivia Zürcher und Lea Michel (von links) orientieren sich anhand der Karte, wie der weitere Streckenverlauf ist.

Tim Ramsperger, Olivia Zürcher und Lea Michel (von links) orientieren sich anhand der Karte, wie der weitere Streckenverlauf ist.

Bild: PD

Vom Bedürfnis, seine Freizeit wieder vermehrt in der Natur zu verbringen, profitiert auch die OL Regio Wil. Der Schüler-Kurs diese Woche war komplett ausgebucht. Dieser wird seit 1994 angeboten und bringt Schülerinnen und Schülern an drei Tagen in den Frühlingsferien den Orientierungslauf näher.

Ein Dutzend Helferinnen und Helfer sind nötig

Über das Interesse freut sich auch Anita Rüegg. Sie steht der OL Regio Wil seit knapp zwei Monaten als Präsidentin vor und bildete zusammen mit Heidi Graf und Susanne Aegler das Organisationskomitee. Unterstützt wurden die drei Frauen von rund einem Dutzend Helferinnen und Helfern. Rüegg sagt:

Anita Rüegg, Präsidentin OL Regio Wil.

Anita Rüegg, Präsidentin OL Regio Wil.

Bild: Beat Lanzendorfer
«Letztes Jahr mussten wir den Kurs aus den bekannten Gründen leider absagen.»

Eine Änderung in diesem Jahr sei ebenfalls auf die Coronapandemie zurückzuführen. Normalerweise umfasse der Kurs zwei Nachmittage sowie einen ganzen Tag. Weil sie sich in diesem Jahr an das erstellte Schutzkonzept zu halten hatten, sei aus dem Schlusstag «nur» ein Nachmittag geworden.

«Wir haben auf das gemeinsame Mittagessen und die Stafette verzichtet, um die Durchmischung der Gruppen möglichst zu vermeiden.» Die Teilnehmenden mussten ihre Getränke und die Zwischenverpflegung auch immer selber mitbringen.

Kinder und Eltern sind gleichermassen zufrieden

Die Ausschreibung sei ursprünglich auf 40 Kinder ausgelegt worden. «Wegen der grossen Nachfrage haben wir auf 50 aufgestockt und hätten letztlich sogar noch mehr Kinder aufnehmen können, was aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich war.» Der Kurs wird via Schulen, die vereinseigene Website sowie über die sozialen Medien ausgeschrieben.

Die Nachfrage sei nach Einschätzung von Rüegg deshalb riesig gewesen, weil sich die Kinder dankbar zeigten, eine andere Sportart kennen zu lernen. Glücklich waren auch die Eltern, dass die Kinder in den Ferien einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachgehen konnten.

Zum ersten Mal mit dem OL in Kontakt

Die meisten Kinder kommen während des Kurses erstmals mit dem Orientierungslauf in Berührung. Am ersten Tag gehe es darum, die Karte richtig zu halten und sich im Gelände zu orientieren. Dazu Rüegg:

«Wir zeigen den Kindern, wie sie auf einfache Weise die Himmelsrichtungen erkennen können.»

Am zweiten Tag werde das Erlernte geübt und gefestigt. Am dritten Tag komme es zum beliebten Schlusslauf im Wald. Dieser dauere etwa 30 bis 45 Minuten und hätte eine Länge zwischen zwei und drei Kilometern – ganz auf die Fähigkeiten der Teilnehmenden abgestimmt.

Naomi Stör und Ladina Hubmann (von links) wenden am dritten Kurstag das Erlernte beim Schlusslauf an.

Naomi Stör und Ladina Hubmann (von links) wenden am dritten Kurstag das Erlernte beim Schlusslauf an.

Bild: PD

Das Einzugsgebiet des Vereins umfasst die Stadt Wil sowie die Umgebung in einem Radius von rund zehn Kilometern. Zu diesem gehöre das Toggenburg, das Fürstenland und der Hinterthurgau. In diesen Gebieten hielten sich die Teilnehmenden an den drei Kurstagen auch auf.

War es am ersten Tag der Wiler Nieselberg, hiess der Treffpunkt am Dienstag Littenheid, um die Dietschwiler Höhe zu erkunden. Am dritten Tag lernten die Schülerinnen und Schüler das Gebiet um den Bettwieserberg kennen. «Uns war wichtig, den Kindern die verschiedenen Wälder der Region näherzubringen.»

Gute Werbung für den Verein

Der Kurs sei eine gute Werbung für den Orientierungslauf, denn jedes Jahr würden sich ein paar Kinder dazu entschliessen, dem Verein beizutreten oder blieben in anderer Form beim Orientierungslauf hängen.

«Es ist für uns ein wichtiger Anlass, um Neumitglieder für den Club zu generieren. Das können zum Beispiel auch Eltern der Kinder sein», erklärt Rüegg. «Wenn ich sehe, wie viel Freude die Kinder in der Natur haben und nach dem Kurs wissen, wie Orientierungslauf funktioniert, dann haben wir unser Ziel erreicht», zeigt sich die Präsidentin der OL Regio Wil zufrieden.