«Wieder in den ursprünglichen Zustand bringen» – Ein 400 Jahre altes Haus nahe Wattwil bekommt Lukarnen

Gestern wurden am Haus «Zum Vogelsang» in Wattwil mit einem 100-Tonnen-Kran zwei Lukarnen montiert.

Urs M. Hemm
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Mit viel Geschick wird die Lukarne von der anderen Seite des Hauses her an ihren Platz gehievt.

Mit viel Geschick wird die Lukarne von der anderen Seite des Hauses her an ihren Platz gehievt.

Bild: Urs M. Hemm

Bereits seit November 2018 sind Bauherr Paul Koller, Projektleiter Martin Häberli, Kunstschmied aus Ebnat-Kappel sowie Bauleiter Urs Hofstetter, Bauleitung und Ausführung in Benken und Thusis, an der Grundsanierung des Hauses «Zum Vogelsang» in Wattwil an der Arbeit. «Eigentlich war das Haus ein Totalschaden», weiss Martin Häberli aus Erfahrung, der zurzeit auch Arbeiten am Schloss Zuckenriet und an der Ruine Schloss Forstegg in Sennwald begleitet. Dessen war sich auch Peter Koller bewusst, als das Projekt in Angriff nahm. «Mir ist es wichtig, so viel wie möglich von der ursprünglichen Substanz zu erhalten, aber auch wieder in den ursprünglichen Zustand zu bringen», sagt er. So lasse sich geschichtlich belegen, dass das Haus «Zum Vogelsang» ursprünglich zwei Lukarnen an eben den Stellen hatte, wo gestern zwei neue mit einem grossen 100-Tonnen-Kran eingesetzt wurden.

Wann die Arbeiten abgeschlossen sein werden, lasse sich unter den gegeben Umständen nicht sagen. «Das Haus stand über 40 Jahre leer. Da spielen ein paar Wochen mehr oder weniger auch keine Rolle», sagt Paul Koller.