Obertoggenburg
Weniger Skifahrer im Toggenburg: Härtefallgelder beantragt

Auch im Obertoggenburg sind wegen Corona die Skipisten leerer als sonst. Staatliche Gelder sollen nun helfen. Allerdings trifft es andere Ostschweizer Skigebiete noch härter.

Simon Dudle
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Urs Gantenbein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bergbahnen Wildhaus AG, nennt die neue Freienalp-Sesselbahn als einen Grund für den weniger starken Rückgang an Skifahrern.

Urs Gantenbein, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bergbahnen Wildhaus AG, nennt die neue Freienalp-Sesselbahn als einen Grund für den weniger starken Rückgang an Skifahrern.

Bild: Tyron Kaiser/TVO

Zwar darf trotz der Covid-19-Restriktionen nach wie vor skigefahren werden. Allerdings haben die Seilbahnbetreiber zu kämpfen. Dies unter anderem, weil Skilager ausfallen und ausländische Touristen fernbleiben. Der Verband «Seilbahnen Schweiz» hat dieser Tage aktuelles Zahlenmaterial für die Zeit bis Ende Januar veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass es gerade die Ostschweiz besonders hart trifft. Verglichen mit dem Vorjahr beträgt der Rückgang an Gästen satte 41,3 Prozent. Selbst im Fünfjahres-Vergleich ist ein Minus von 23,4 Prozent zu beklagen. Beim Umsatz beträgt die Einbusse in der Ostschweiz
39 Prozent, verglichen mit dem vorigen Winter. «Trotz mehrheitlich guter Schneeverhältnisse bleibt die Situation in
den Skigebieten angespannt», schreibt «Seilbahnen Schweiz» in der Medienmitteilung.

Schon immer viele Schweizer Gäste

Und wie sieht es im Obertoggenburg aus? Auch hier sind die Schneeverhältnisse dieser Tage gut. Auch hier sind aber weniger Skifahrer und Snowboarder auf der Piste. Genaue Zahlen will die Geschäftsleitung der Bergbahnen Wildhaus AG gegenüber den Fernsehsender TVO zwar nicht nennen, man sei im Obertoggenburg aber weniger abhängig von ausländischen Touristen. Geschäftsführer Urs Gantenbein sagt im TV-Beitrag: «Wir haben seit dieser Saison eine neue Attraktion. Es wurden zwölf Millionen in die neue Sesselbahn und eine Schlittelpiste investiert. Zudem hatten wir immer schon viele Schweizer Gäste. Es sind jene Leute, die auch jetzt während der Coronazeit noch am ehesten kommen.»

Härtefallgelder, weil die Restaurants zu sind

Trotzdem ist die Situation auch im Obertoggenburg angespannt. Da die Gastronomie-Einnahmen wegfallen, wurden Härtefallgelder beim Kanton beantragt, heisst es im TV-Beitrag weiter. Ob Skigebiete auch wirklich finanzielle Unterstützung erhalten, soll an der Februar-Session des St. Galler Kantonsrates von kommender Woche entschieden werden.