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Berglauf-Weltklasse trifft sich erneut in Bütschwil

An der Kreuzegg Classic findet am 2. Juni gleichzeitig die Berglauf- Schweizer-Meisterschaft statt. Bei OK-Präsident Werner Scherrer ist die Vorfreude gross.
Beat Lanzendorfer
Das Organisationskomitee der Kreuzegg Classic hofft, dass am 2. Juni die Teilnehmerzahl von 1000 Läuferinnen und Läufern geknackt wird. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das Organisationskomitee der Kreuzegg Classic hofft, dass am 2. Juni die Teilnehmerzahl von 1000 Läuferinnen und Läufern geknackt wird. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Werner Scherrer, wann wurde erstmals über die Organisation der Berglauf-SM nachgedacht?

Wir durften die Schweizer Berglauf-Meisterschaften schon im Jahre 2000 auf die Beine stellen. Es war in meiner Anfangszeit als OK-Präsident und wir erinnern uns immer wieder gerne an den Anlass zurück. Die damals gemachten positiven Erfahrungen haben uns vor drei Jahren dazu bewogen, wieder einmal etwas mehr als «nur» die Kreuzegg Classic zu machen.

Wie lange hat es von der Idee bis zur Einreichung der Bewerbung gedauert?

Rund zwölf Monate. Wir haben vor zwei Jahren die Bewerbung eingereicht, liessen das Jahr aber offen. Der Verband hat uns dann mit der Organisation der Schweizer Meisterschaften für das Jahr 2018 beauftragt.

War es schwierig, den Anlass ins Toggenburg zu holen?

Eigentlich nicht. Wenn das Konzept des Veranstalters in dasjenige des Leichtathletikverbandes passt, hat man gute Chancen. Bergläufe sind speziell in der Westschweiz sehr populär. Der Verband schaut aber darauf, dass alle Regionen berücksichtigt werden.

Welches waren die grössten Hürden, die Sie übersprungen mussten?

Die Strecke muss in Sachen Anforderungsprofil ins Konzept passen. Das betrifft etwa die Höhenmeter und die Länge. Letztere wird über die Zeit definiert. Der Lauf muss rund eine Stunde gehen. Hinzu kommt der Nachweis einer bestehenden Organisation. Da verfügen wir mit der Kreuzegg Classic bekanntlich über eine jahrzehntelange Erfahrung. Was auch noch anfällt, ist die Beurteilung danach.

Dann kommt es nach dem Rennen zu einer Manöverkritik?

Das ist so. Uns ist von Verbandsseite eine technische Leiterin zugewiesen worden. Ihr mussten wir nach Sitzungen das Protokoll zukommen lassen. Dann wird sie am Renntag selber vor Ort sein. Sie schaut auch im Vorfeld, ob alle erforderlichen Punkte erfüllt sind. Dazu zählt in erster Linie die Zeitmessung, die reibungslos klappen muss.

Mit wie vielen Teilnehmenden rechnen Sie?

Jeder, der in diesem Jahr auf die Kreuzegg rennt, ist Teil der Schweizer Meisterschaft. Gegenüber den Vorjahren hoffen wir, dass sich etwa 200 Läuferinnen und Läufer mehr anmelden. Das wäre etwas Einmaliges.

Schaut man sich die Zahlen der Vorjahre an, könnten Sie Anhand Ihrer Prognose die 1000er-Marke knacken?

Das ist primär nicht unser Ziel, wäre aber sicherlich ein Traum. Die Erfahrung zeigt, dass dies stark vom Wetter abhängt. Rund die Hälfte aller Teilnehmenden entscheidet sich erst am Renntag selber für das Mitmachen.

Gehen Sie von einer Sogwirkung aus? Gibt es in den anderen Kategorien mehr Anmeldungen?

Bei den Walkern hat es aktuell mehr Anmeldungen als in den Vorjahren. Die anderen Kategorien bewegen sich im Rahmen der Vorjahre. Weil wir die Werbetrommel aber viel mehr als bisher rührten, gehe ich doch von einer Zunahme aus.

Braucht es in puncto Sicherheit grössere Anstrengungen, um die Berglauf-SM zu organisieren?

Wir haben ein bestehendes Sicherheitskonzept, das wir nochmals unter die Lupe genommen haben. In Sachen Streckenabsicherung und -absperrung sowie bei der Sanität sind wir gut aufgestellt.

Ist die Organisation mit einem erhöhten finanziellen Risiko verbunden?

Wir müssen dem Leichtathletikverband pro Läufer einen Betrag abliefern. Hinzu kommt eine Rückerstattung von zehn Franken vom Startgeld für lizenzierte Läuferinnen und Läufer. Dafür war die Suche nach Sponsoren und Inserenten in diesem Jahr etwas einfacher. Viele haben sich spontan bereit erklärt, uns bei der Organisation der Schweizer Berglauf Meisterschaft finanziell zu unterstützen.

Sind unter den Teilnehmenden auch bekannte Namen?

Die besten Schweizer Bergläufer sind bereits angemeldet. Unser Anlass zählt für sie als Qualifikationslauf für die Berglauf Europameisterschaft und -Weltmeisterschaft. Weiter sind am Start mehrere Kreuzegg-Sieger aus den Vorjahren, darunter die auch international bekannten Tschechen Jan Janu und Pavla Schorna.

Hätten Sie einen Wunsch frei, wenn erhoffen Sie sich am Start?

Der Wunsch ist mittlerweile in Erfüllung gegangen. Meine Wunschläuferin ist Maude Mathis. Sie war letztes Jahr Berglauf-Europameisterin und hat mit dem Sieg am diesjährigen Zürich Marathon gezeigt, dass sie nicht nur im Berglauf europäische Spitze ist.

Das Thema Doping darf man nicht ausser Acht lassen. Werden in Bütschwil Dopingkontrollen durchgeführt?

Das kann ich nicht sagen, diese werden unangemeldet durchgeführt. Wir wurden allerdings angehalten, passende Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Wir wären bereit.

Geht Ihre Tochter Chiara auch an den Start?

Beim Berglauf sicher nicht. Der passt nicht in ihre Saisonplanung. Es ist allerdings möglich, dass sie in der Kategorie 5k-Run Frauen an den Start geht. Die fünf Kilometer mit Start und Ziel im Dorf Bütschwil sind anstelle des Laufs nach Krinau neu ins Programm aufgenommen worden.

Und wie sieht es bei Ihnen aus? Nehmen Sie eine Strecke unter die Füsse?

Dazu bleibt in diesem Jahr leider keine Zeit. Mit der Organisation der Berglauf Schweizer Meisterschaft erwarten wir einige zusätzliche Gäste und Sponsoren. Ihnen möchte ich meine Zeit zur Verfügung stellen.

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