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Der 70-jährige Skiclub Speer stellt Weltcup-Starter in vier Disziplinen

Der 1948 gegründete Skiclub hat an seiner 70. Hauptversammlung Bert Baumann, Cosima Klee, Ruedi Looser und Monika Müller zu neuen Ehrenmitgliedern ernannt.
Urs Huwyler
Die neuen Ehrenmitglieder Monika Müller, Ruedi Looser, Cosima Klee und Bert Baumann (von links) mit Präsident Guido Landert (Mitte). (Bild: Urs Huwyler)

Die neuen Ehrenmitglieder Monika Müller, Ruedi Looser, Cosima Klee und Bert Baumann (von links) mit Präsident Guido Landert (Mitte). (Bild: Urs Huwyler)

37 Stunden vor dem geplanten Weltcup-Einsatz von Cedric Noger beim – später abgesagten – Riesenslalom in Sölden lachten sich 73 Mitglieder seines Stammvereins in der Sonne Krummenau durch die 70. HV des SC Speer Ebnat-Kappel, der am 16. Oktober 1948 als SC Speer-Krummenau gegründet wurde.

Humoristische Einlagen des Präsidenten

Präsident Guido Landert hob sich mit spontan humoristischen Einlagen vom monoton sprechenden Vorsitzenden ab, den Emil Steinberger in seiner Kabarett-Nummer «De Vereinsvorstand» parodiert hatte. «Emil» hätte sich an der Jubiläums-Hauptversammlung bestimmt amüsiert und wäre zum Mitglied ernannt worden.

Wer sich als Gast zum falschen Zeitpunkt am richtigen Ort befand wurde zur eigenen Überraschung durch den Präsidenten als Speerler ausgerufen. So liessen sich die fünf Austritte auffangen.

Zum Neo-Quintett gehört der Olympia-Halfpipe-Snowboarder Jan Scherrer. Er wechselt von Davos zum Heim-Verein, der dank Noger, dem WM-Vierten Beda Klee (Langlauf) und Freeski-Halfpiper Joel Gisler aktuell in vier Disziplinen über Weltcup-Athleten verfügt.

Von hinten drückt bei den Alpinen der jetzt verletzte Marc Bösch nach. In der 70-jährigen Geschichte hatte es zudem Skispringer Guido Landert – wie der langlaufende Weltcupsieger Christoph Eigenmann – in einer fünften Sportart an Olympische Spiele geschafft.

Janic Holenstein, Patrick Eigenmann und Esther Fässler sind neu im Vorstand

1978, also sieben Jahre bevor Landert geboren wurde, sicherte sich «Mister Alpin» Ruedi Looser den Slalom-Meistertitel. 2018 verabschiedete der vergleichsweise jugendliche Vorsitzende das Urgestein nach 31 Jahren in Amt und Würde als Chef Alpin. Zurücktreten und durch Janic Holenstein ersetzt wird der Vollblut-Speerler nur im Stammklub. Den zeitintensiven Job als Rennchef und Koordinator bei der TG Wolzen behält er.

In die zweite Reihe verabschieden wird sich dagegen das Nordisch-JO-Duo Cosima Klee und Monika Müller. Zehn Jahre arbeiteten sie im Vorstand erfolgreich am Aufbau der Nachwuchsbewegung, künftig fördern der frühere Spitzenläufer Patrick Eigenmann und die Bütschwilerin Esther Fässler die Jungen.

Neue Ehrenmitglieder ernannt

Zusammen mit Cosima Klee, Ruedi Looser und Monika Müller erhielt im Beisein von OSS-Vertreter Alex Weder (Chef Langlauf/Biathlon) Dauerläufer Bert Baumann die Ehrenmitgliedschaft. Als Chef Loipenwesen ist er für Nicht-Mitglieder der wichtigste SCS-Mann.

130 Tage war die Scherb-Loipe im Winter 2017/18 in Hemberg gespurt. Diesen Winter werden die Spuren im Schnee dank eines neues Loipenfahrzeuges noch besser.

Ein weiteres Jahr an der Seite von Guido Landert, Marc Rüdlinger (Kassier/Vize), Ueli M. Hartmann (Aktuar) und Melanie Rudolf (Chefin JO Alpin) arbeitet Walter Scheiwiller als Chef Nordisch. Christian Gressbach wird sich in den nächsten Monaten einarbeiten und an der 71. Hauptversammlung wohl «Ja, ich will» erklären.

Titel des «Oberhirsches» vergeben

Seit 2015 wird im SC Speer der Titel «Oberhirsch» für besondere Leistungen vergeben. Er hätte an Nadja Hartmann gehen können. Die ex-Europacup-Fahrerin trainiert in der Vergangenheit das Swiss Paralympic Skiteam. Ihr Schützling Theo Gmür wurde in Pyoengchang als Weltcup-Gesamtsieger mit dreimal Gold zum erfolgreichsten Schweizer Wintersportler der letzten Saison.

Als «Oberhirsch» durfte oder musste sich Altmeister Heinz Wittenwiler für einen legendären Vorfall aus der Steinzeit auszeichnen lassen. Sein Kumpel Walter Bösch war krank, und das Startgeld gab es nicht zurück. Also bestritt der eine auch das Rennen des andern.

Was der eine nicht hätte tun sollen: Den Siegerpreis des andern durch einen noch anderen abholen lassen. Das war zu viel und dem Pistenhirsch wurden zur Strafe die SSV-Punkte gestrichen.

«Oberhirsch» Heinz Wittenwiler (Mitte) erzählt Nadja Hartmann und Beda Klee Details zur legendären Startnummern-Geschichte. (Bild: Urs Huwyler)

«Oberhirsch» Heinz Wittenwiler (Mitte) erzählt Nadja Hartmann und Beda Klee Details zur legendären Startnummern-Geschichte. (Bild: Urs Huwyler)

«Oberhirsch» Heinz Wittenwiler bedankte sich für den Award nicht bei der Familie, den Sponsoren und jenen, die immer an ihn geglaubt haben, sondern lobte die freundschaftliche Atmosphäre im Verein und den, nicht immer vorhandenen, Schulterschluss der Alpinen und Nordischen. Wie würde «Emil» sagen: «70 Jahre frisch und froh, SC Speer mach weiter so.»

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