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Imelda Stadler feiert den 1. August, «weil sie unser Land gernhat»

Am 31. Juli lud der Einwohnerverein Ennetbühl zur Bundesfeier. Musik und Gesang, Wetter und Kulisse sowie die höchste St. Gallerin, Imelda Stadler, sorgten für beste Stimmung.
Peter Jenni
Die einheimische Alphorngruppe Stockberg begeisterte mit ihren heimeligen Klängen. (Bild: Peter Jenni)

Die einheimische Alphorngruppe Stockberg begeisterte mit ihren heimeligen Klängen. (Bild: Peter Jenni)

Es stimmte einfach alles am Dienstagabend auf dem Schulhausplatz in Ennetbühl. Schon bei seiner herzlichen Begrüssung, bei schönstem Wetter, vor herrlicher Bergkulisse, verkündete Präsident Godi Bösch mit Stolz, «dass erstmals lauter einheimische Formationen für beste Unterhaltung sorgen werden». Dies bestätigten nacheinander die Musikgesellschaft, die den Anlass musikalisch eröffnete, sowie der Jodlerklub Bergfründ und die Alphorngruppe Stockberg. Mit rassigen und gehörfälligen Melodien, herrlichen Jodelgesängen und Naturjodeln sowie passenden Alphornklängen erhielt der Abend schnell das Prädikat heimelig.

Erinnerungen an die Bundesfeiern der Jugendzeit

Bevor Godi Bösch der Festrednerin Imelda Stadler das Wort erteilte, wurde zu den Klängen der Musik, unter der Leitung von Andrea Lusti, gemeinsam die Nationalhymne gesungen. In ihrer Ansprache liess die höchste St. Gallerin nicht einfach den Geburtstag der Eidgenossenschaft Revue passieren, sondern bezog die Jugend mit ein, indem sie anhand einiger Begebenheiten aufzeigte, wie sie die Bundesfeier in ihrer Jugend erlebt hatte.

Imelda Stadler, der Rituale und Traditionen wichtig sind, betonte, wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie sofort erfinden. Für ihre Botschaft zur Bundesfeier hatte sie sich Gedanken zur Sicherheit gemacht. Für sie ist die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Ländern ebenso wichtig, wie die Sicherheit und Geborgenheit im eigenen Land.

Besonders für Unterhaltung sorgte Imelda Stadler mit ihrem traditionellen Produkte-Quiz, indem sie Details zu innovativen Schweizer Erfindungen preisgab, die es zu erraten galt, wofür entsprechende Preise winkten. Ihre letzte Frage an das begeisterte Publikum, wozu sie die Antwort gleich selber gab: «Warum feiern wir den Nationalfeiertag – weil wir unser Land, unsere Schweiz gernhaben.»

«Wichtiges oder Unwichtiges»

Frau Stadler, es ist bemerkenswert, dass Sie in Ihrem Präsidialjahr Zeit für eine 1.-August-Ansprache finden, während andere ihre Ferien geniessen. Wie bringen Sie alles unter einen Hut?
Seit ich in der Politik engagiert bin, halte ich jedes Jahr am Nationalfeiertag mindestens eine Ansprache. Das ist eine Ehre und eine Selbstverständlichkeit. Ich mache das sehr gerne, braucht zwar etwas Zeit, doch kann ich kreativ sein. Man muss im Leben immer Prioritäten setzen können. Dann schreibt man eben auch mal in den Ferien. Es ist ja kein Muss!

Unter dem Titel «Wichtiges oder Unwichtiges» kommt in Ihrer Rede klar zum Ausdruck, dass für Sie Traditionen, Rituale und Gemeinschaften sehr wichtig sind. Müssen Sie diese positiven Eigenschaften zurzeit vernachlässigen?
Nein, ich versuche trotzdem viele Traditionen und Rituale im Alltag und mit meiner Familie zu leben und zu pflegen. Wenn man will, geht es immer irgendwie. Ich muss einfach Prioritäten setzen. Dazu ein Zitat von Astrid Lindgren «Freiheit bedeutet, dass man nicht unbedingt alles so machen muss wie andere Menschen.»

Im Abschnitt, was für die Schweiz wichtig ist, haben Sie gesagt, «wir dürften wohl eigenständig sein, nicht aber eigenbrötlerisch und uns abschotten». Finden Sie es richtig, dass wir vermehrt EU-Recht übernehmen müssen, auch wenn wir dies nicht wollen (Beispiel Waffenrecht)?
Mit dem sozusagen automatischen Übernehmen von EU-Recht bin ich nicht einverstanden. Da sind die nationalen Politiker gefragt. Sie müssen mit Geschick und Gespür verhandeln und das ist eine grosse Herausforderung.

Haben Sie schon einmal mit Tells Waffe geschossen?
Nein, diese Erfahrung konnte ich noch nicht machen. Ich habe zwar eine Spielzeugarmbrust mit Zielscheibe, welche die Enkelkinder gerne benutzen. Schiessen allgemein gehört nicht zu meinen Hobbys, obwohl mein Vater ein guter Schütze und Präsident des Schützenvereins war.

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