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Weil sie ein Postauto im Toggenburg an heikler Stelle überholt hat: Angeschuldigte Autofahrerin akzeptiert Geldstrafe nun doch

Eine 30-jährige Frau überholte auf der Strasse zwischen Gams und Wildhaus ein Postauto. Das sei zu gefährlich gewesen, meinte der Postautochauffeur und erstattete Anzeige. Die Frau wurde gebüsst und erhob dagegen Einspruch. Diesen zog sie nun zurück.
Sabine Camedda
Die Autofahrerin hatte keine Lust mehr, hinter dem Postauto zu fahren und überholte dieses. (Symbolbild: Sabine Camedda)

Die Autofahrerin hatte keine Lust mehr, hinter dem Postauto zu fahren und überholte dieses. (Symbolbild: Sabine Camedda)

Im Dezember stand eine 30-jährige Frau vor dem Kreisgericht Toggenburg. Sie wehrte sich gegen einen Strafbefehl, in dem ihr eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 100 Franken und eine Busse von 600 Franken ausgesprochen wurde.

Die Frau hatte auf der Strasse zwischen Gams und Wildhaus ein Postauto überholt. Sie scherte knapp vor dem Postauto auf die rechte Spur zurück und zwang den Postautochauffeur zum Bremsen. Die Autofahrerin erklärte dies damit, dass der Postautochauffeur nicht vom Gas gegangen und über die Mittellinie gefahren sei. Weil sich die Situation so verändert habe, habe sie sich nicht mehr wohlgefühlt. Sie sei deutlich vor der nächsten Kurve wieder auf die rechte Spur gefahren, jedoch eher knapp vor dem Postauto.

Der Busfahrer taxierte das Manöver als zu gefährlich ein und erstattete Anzeige gegen die Autolenkerin, worauf diese den Strafbefehl erhielt und dagegen Einsprache erhob. Bei der Gerichtsverhandlung verlangte der Verteidiger der Autofahrerin einen Freispruch. Zum einen sei nicht klar, wo genau das Überholmanöver stattgefunden habe. Zum anderen habe der Postautochauffeur bezüglich des Bremsmanövers die Grenze zur Fiktion überschritten. Die Zeugen hätten die Vollbremsung nicht bestätigt und auch auf dem Fahrtenschreiber sei keine solche ersichtlich gewesen.

Augenschein hat nicht stattgefunden

Der Einzelrichter fällte nach der Gerichtsverhandlung noch kein Urteil. Es sei zuerst zu klären, wo genau sich der Vorfall zugetragen habe. Ein Augenschein wurde im Januar angesetzt. Dieser musste aber aufgrund des Schnees abgesagt werden. Bevor ein zweiter Termin für diesen Augenschein angesetzt werden konnte, hat die Autofahrerin die Einsprache zurückgezogen. Damit ist der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft in Rechtskraft erwachsen und die 30-jährige Frau muss die darin angesetzte Strafe bezahlen.

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