Weil er den Verkehr zurück ins Dorf lenkt: Über 400 Unterschriften für die Entfernung eines Wegweisers in Bütschwil

Das Komitee für echte flankierende Massnahmen hat den Open Street Day der Umfahrung Bütschwil genutzt, um Unterschriften für eines ihrer Anliegen zu sammeln.

Ruben Schönenberger
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Die Verantwortlichen des Komitees für echte flankierende Massnahmen bei der Einreichung ihrer Petition zur Entfernung eines Wegweisers (von links): Fritz Rutz, Christian Vogel, Ruben Schuler und Ivo Scherrer.

Die Verantwortlichen des Komitees für echte flankierende Massnahmen bei der Einreichung ihrer Petition zur Entfernung eines Wegweisers (von links): Fritz Rutz, Christian Vogel, Ruben Schuler und Ivo Scherrer.

Bild: PD

In der Engi, Bütschwil, steht derzeit ein Wegweiser, der dem Komitee für echte flankierende Massnahmen (Keflam) ein Dorn im Auge ist. Er zeigt nämlich den Weg zur Hulftegg durchs Dorf Bütschwil an, nicht über Lütisburg Station und die dortige Langenrainstrasse.

Nach dem Verlassen der Umfahrung Bütschwil wird der Verkehr in Richtung Hulftegg über das Dorf geleitet.

Nach dem Verlassen der Umfahrung Bütschwil wird der Verkehr in Richtung Hulftegg über das Dorf geleitet.

Bild: Beat Lanzendorfer (Bütschwil, 4. September 2020)

Das sei unnötig und führe zu Mehrverkehr durch Bütschwil, finden die Verantwortlichen von Keflam. Und wollen daran etwas ändern: Eine Petition soll den Gemeinderat verpflichten, sich bei den zuständigen kantonalen Stellen dafür einzusetzen.

Wer von Wil her in Richtung Hulftegg fahren will, wird in Lütisburg Station auf die Langenrainstrasse in Richtung Mosnang gewiesen.

Wer von Wil her in Richtung Hulftegg fahren will, wird in Lütisburg Station auf die Langenrainstrasse in Richtung Mosnang gewiesen.

Bild: Beat Lanzendorfer (Lütisburg Station, 4. September 2020)

Auf Nachfrage präzisiert Christian Vogel, Aktuar von Keflam, dass das Problem vor allem dann bestehe, wenn man von Wattwil herkommend die bald eröffnete Umfahrung in Bütschwil verlasse. Von Wil herkommend führen Wegweiser in Lütisburg Station die Autofahrer bereits über die Langenrainstrasse.

Wegweiser lenkt Verkehr ins Dorf

Offenbar gibt es einige, die dieses Ansinnen unterstützen: 437 Unterschriften sammelte das Komitee gemäss eigenen Angaben an einem einzigem Tag, dem Open Street Day auf der Umfahrung Bütschwil vom vergangenen Wochenende. «Es kann nicht sein, dass man eine Umfahrung baut, die den Verkehr aus Bütschwil lotsen soll, und gleichzeitig mit unnötigen Wegweisern den Verkehr wiederum ins Dorf führt», schreibt das Keflam auf den Unterschriftenbogen.

Diese Unterschriften hat das Komitee nun heute Freitag bei der Gemeinde eingereicht. Karl Brändle, Gemeindepräsident von Bütschwil-Ganterschwil, bestätigt den Eingang. Die Petition wird an der nächsten Sitzung des Gemeinderats behandelt werden. Bis dahin könne man keine Stellung dazu beziehen.

Für andere Massnahmen als Gemeinde und Kanton

Das Komitee für echte flankierende Massnahmen (Keflam) ist mit den Massnahmen nicht einverstanden, die vom Kanton St.Gallen und der Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil im Dorfzentrum vorgesehen sind, nachdem die Umfahrung Bütschwil am 17. September eröffnet wird. Insbesondere fordert Keflam, dass die Langenrainstrasse zur Kantonsstrasse wird und das Dorf Mosnang so erschlossen wird. Ein Kreisel im Lerchenfeld bei Lütisburg Station soll den Verkehr regeln. (rus)