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Wegen Volksabstimmung zum neuen Waffenrecht: Schützen aus dem Obertoggenburg fürchten um ihr Hobby

Der Bezirksschützenverband Obertoggenburg traf sich zu seiner 136. Bezirksversammlung. Für den zurücktretenden Martin Forrer wurde Fabian Koller als neuer Jungschützenmeister in den Vorstand gewählt.
Rudolf Steiner
Hausi Stauffacher, der zurücktretende Kassier Benno Bollhalder, der amtierende Bezirksschützenmeister Kurt Geisser, der zurücktretende Jungschützenmeister Martin Forrer, Ruedi Scherrer sowie Aktuarin Carina Wettach (von links). (Bild: Rudolf Steiner)

Hausi Stauffacher, der zurücktretende Kassier Benno Bollhalder, der amtierende Bezirksschützenmeister Kurt Geisser, der zurücktretende Jungschützenmeister Martin Forrer, Ruedi Scherrer sowie Aktuarin Carina Wettach (von links). (Bild: Rudolf Steiner)

Eigentlich könnten die elf Schützenvereine des Bezirksschützenverbandes Obertoggenburg relativ unbekümmert und voller Tatendrang in die neue Saison starten. Wenn da nur nicht die eidgenössische Volksabstimmung zum neuen Waffenrecht am 19. Mai dieses Jahres anstehen würde. Dieses ihrer Ansicht nach von der EU diktierte Waffenrecht schränkt die Tellentöchter- und söhne in der Ausübung ihres Hobbys so massiv ein, dass sie befürchten, durch die neuen Bestimmungen nach und nach schleichend entwaffnet zu werden.

So richtete Erich Hagmann aus Bütschwil, der Abgeordnete des St. Gallischen Kantonalschützenverbandes, in seinem Grusswort im Restaurant Brauerei in Nesslau einen flammenden Appell an seine Schützenkameraden «Schützen, wacht auf, es ist mehr als fünf vor zwölf!», rief er aufmunternd in den Saal, und forderte seine Schützenkameradinnen und -kameraden gemeinsam mit der SVP zum Kampf gegen die drohende EU-Verschärfung des Waffenrechts auf und beschuldigte den Bundesrat, insbesondere die damals zuständige Bundesrätin, des Wortbruchs.

«Schiesssport wird nach und nach kaputtgemacht»

So malte er wegen der drohenden Bewilligungsgebühren, der Gravierung der Magazine, der obligatorischen Waffenregistrierung sowie des drohenden Verbots der halb automatischen Waffen den Teufel an die Wand. «Viele merken es zu spät, was da die Regierung mit ihren unbescholtenen Bürgern spielt.» Ohne dass man sich wehren könne, laufe das auf ein totales Verbot des Besitzes von privaten Waffen, also auf eine totale Entwaffnung der Schweizer Bevölkerung hinaus, heisst es. «So wird der Schiesssport nach und nach kaputtgemacht, es verschwinden jetzt schon jedes Jahr 40 Schützenvereine und viele Schützen und so wird es schon bald keine Verbilligung der Munition mehr durch den Bund geben», unterstreicht Hagmann.

Der neu gewählte Jungschützenmeister Fabian Koller, Stein (links) und der zurücktretende Martin Forrer, Unterwasser. (Bild: Rudolf Steiner)

Der neu gewählte Jungschützenmeister Fabian Koller, Stein (links) und der zurücktretende Martin Forrer, Unterwasser. (Bild: Rudolf Steiner)

Im weniger ideologischen und emotionalen statutarischen Teil der Versammlung informierte Bezirksschützenmeister Kurt Geisser in seinem Jahresbericht über die erfolgreich durchgeführten Anlässe im vergangenen Jahr. Dabei erwähnte er vor allem das traditionelle Eidgenössische Feldschiessen, das 2018 mit grossem Erfolg und grosser Beteiligung vom Schützenverein Stein durchgeführt wurde und so dadurch wesentlich zum einiges positiveren Ergebnis der Rechnung 2018 beitrug. Gegenüber dem Budget schloss die Rechnung 2018 mit einem Gewinn von 3010 Franken um 2330 Franken besser ab als budgetiert, wie Kassier Benno Bollhalder aus Alt St. Johann mitteilen konnte, der übrigens auf die Delegiertenversammlung 2020 zurücktreten wird.

Präsident Geisser wird 2021 zurücktreten

Auf die Delegiertenversammlung 2021 wird ein Jahr später auch Präsident Kurt Geisser nach sieben Jahren von seinem Amt als Bezirksschützenmeister zurücktreten. Auf diese DV ist bereits der Verantwortliche für die Jungschützen, Jungschützenmeister Martin Forrer (Unterwasser) zurückgetreten. Als sein Nachfolger wurde einstimmig der 23-jährige Fabian Koller (SV Stein) gewählt. Er wird die schwierige Aufgabe zu bewältigen haben, den anhaltenden Rückgang bei den Jungschützen aufzuhalten.

Einstimmig gutgeheissen wurden die neuen Statuten, die die aus dem Jahre 1971 ersetzen. Erfreuliches konnte Patrick Hauri mitteilen, der für den BSV Obertoggenburg eine Website erstellt hat. Diese ist ab sofort unter www.bsv-obertoggenburg.ch aufgeschaltet.

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