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Wegen Einsprachen: Neues Wattwiler Zentrum kommt später

Schon 2020 hätte das Wattwiler Zentrum umgestaltet werden sollen. Insgesamt 16 Einsprachen bedeuten nun aber eine mindestens einjährige Verzögerung.
Ruben Schönenberger
Die Kanalarbeiten zwischen dem Kreisel und der Postbrücke sind bereits erledigt, die Umgestaltung des Zentrums soll 2021 folgen. Bild: Ruben Schönenberger

Die Kanalarbeiten zwischen dem Kreisel und der Postbrücke sind bereits erledigt, die Umgestaltung des Zentrums soll 2021 folgen. Bild: Ruben Schönenberger

Eigentlich hätte das Wattwiler Zentrum in rund einem Jahr in neuem Glanz erstrahlen sollen. Dieser Idealplan tritt nun nicht ein. Einsprachen verzögern das Projekt.

Von den insgesamt 16 Einsprachen sind gemäss Auskunft der Gemeinde 13 identisch. In diesen gehe es um Detailfragen im Bereich der Postbrücke und des Bräkerplatzes. «Hier arbeiten wir aktuell Lösungsvorschläge aus», sagt Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner und zeigt sich optimistisch, dass eine Lösung gefunden werden kann. Zuversichtlich ist er auch bei einer Einsprache, die spezifische Fragen eines Grundeigentümers zum Inhalt hat.

Eine Einsprache sei grundsätzlicherer Natur und drehe sich um das Gesamtprojekt. «Wir müssen hier nun prüfen, ob die Hinweise materiell richtig sind und wie wir das in der Projektentwicklung berücksichtigen können», sagt Gunzenreiner. Er hofft, dass daraus keine langwierige Angelegenheit wird.

Kanal wird trotzdem dieses Jahr fertiggestellt

Von einer wirklichen Verzögerung mag Gunzenreiner denn auch gar nicht sprechen. «Bei Strassenprojekten sind Einsprachen nicht aussergewöhnlich», sagt er. Nun sei ein normaler Prozess im Gange. Ufert dieser nicht aus, sieht der neue Idealplan vor, dass sich die Arbeiten nur um ein Jahr verschieben. Die Verzögerung hätte auch Vorteile, führt der Gemeindepräsident aus. So sollten die Arbeiten für den Bau eines Meteorwasserkanals dennoch bereits in diesem Jahr abgeschlossen werden. Dieser ist von der Verzögerung nämlich nicht betroffen. «Das entflechtet die Baustelle», sagt Gunzenreiner.

Dieser Kanal soll dereinst unter der Strecke vom Kreisel am Bahnhof bis zum Dorfplatz verlaufen. Der erste Abschnitt vom Bahnhof bis zur Postbrücke und zum Parkplatz neben dem Spielwarengeschäft ist bereits fertig. Ende September folgen die Bauarbeiten zwischen Postbrücke und Dorfplatz.

Während der Bauzeit vom 30. September bis 29. November wird der Verkehr mehrheitlich einspurig geführt. Vom Bahnhof in Richtung Dorfplatz rollt der Verkehr normal, in die Gegenrichtung wird er über die Ebnaterstrasse geleitet. Die Bushaltestelle Post wird in diese Fahrtrichtung ebenfalls an die Ebnaterstrasse verlegt. Der Kanal ist nötig, damit die Kanalisation im Trennsystem geführt werden kann. Das so gesammelte Wasser wird dereinst in die Thur entleert werden

«Dass wir den Kanal dieses Jahr schon bauen können, eliminiert einen Unsicherheitsfaktor», erklärt Gunzenreiner. Bei Kanalarbeiten lasse sich nie mit absoluter Sicherheit sagen, ob alle Leitungen so liegen, wie sie eingezeichnet seien, oder ob langwierige Anpassungen nötig seien.

Bis Weihnachten 2021 fertig sein

Die Verzögerung des Strassenprojekts könnte zudem ein Problem beheben, bevor es überhaupt entstanden ist. Wenn im nächsten Jahr der Anschluss Brendi der zweiten Etappe der Umfahrung Wattwil erstellt wird, dürfte zeitweise ein Teil des Verkehrs durchs Dorf umgeleitet werden müssen. «Im Dorfzentrum zu bauen, wäre dann sowieso schwierig», sagt Gunzenreiner.

Wenn nun alles glatt läuft, ist das Strassenprojekt bis vor dem Weihnachtsverkauf 2021 fertig. «Mit Ausnahme der Deckbelagsarbeiten, da können wir es noch nicht mit Sicherheit sagen», schränkt Gunzenreiner ein. Damit wäre das Wattwiler Dorfzentrum immer noch vor Eröffnung der zweiten Etappe der Umfahrung Wattwil umgestaltet. Diese ist für den Sommer 2022 vorgesehen. Die Absicht hinter diesem Plan: Solange der Verkehr noch durch Wattwil rollen muss, können Gemeinde und Gewerbe den Durchfahrenden präsentieren, wie sich das Ortsbild ändert. Die hoffentlich positiv wahrgenommene Veränderung soll dazu führen, dass die Leute auch dann noch nach Wattwil kommen, wenn sie den Ort umfahren könnten.

Verärgerung beim Verein Zentrum Wattwil

Dass die Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen werden, ist auch dem Verein Zentrum Wattwil ein Anliegen. Wenn die Umgestaltung erst fertig wäre, wenn Wattwil schon umfahren werden kann, sei es schwieriger, die Leute wieder nach Wattwil zu bringen, sagt Vereinspräsidentin Kathrin Ott.

«Wir sind sehr unglücklich über die Verzögerung, wir möchten gerne vorwärtsmachen.»

Man habe aber natürlich mit Einsprachen rechnen müssen. Der Verein will sich nun überlegen, was er als Überbrückung machen kann, um die Stimmung sowohl bei den Kundinnen und Kunden als auch in den Unternehmen zu fördern. Bis es mit den Bauarbeiten dann wirklich losgeht. Eine Fertigstellung 2021 wäre gerade noch tragbar, sagt Ott.

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