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Wegen Einsprache verzichtet Kirchberg auf eine Baupiste

Die geplante Baupiste am nördlichen Ende der Spelterinistrasse wird nicht gebaut. Gemeindepräsident Roman Habrik erklärt die Gründe, weshalb die ursprünglich ins Auge gefassten Pläne nicht umgesetzt werden.
Beat Lanzendorfer
Der Aushub der Bauarbeiten auf der Spelteriniwiese, auf der bis Mitte 2020 altersgerechte Kleinwohnungen und ein Alterszentrum entstehen sollen, begann am 2. Mai. Das Investitionsvolumen beträgt rund 46 Millionen Franken. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Aushub der Bauarbeiten auf der Spelteriniwiese, auf der bis Mitte 2020 altersgerechte Kleinwohnungen und ein Alterszentrum entstehen sollen, begann am 2. Mai. Das Investitionsvolumen beträgt rund 46 Millionen Franken. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Um nach dem Spatenstich der Überbauung «Spelteriniwiese» den Verkehr an der Kreuzung Spelterinistrasse/Neugasse sowie am Knotenpunkt Neugasse/Wilerstrasse zu entlasten, plante der Gemeinderat am nördlichen Ende der Spelterinistrasse eine provisorische Baustellenzufahrt. Die erforderliche Bauanzeige – Erstellen einer Werkpiste für den Baustellenverkehr der Überbauung Spelterinipark, Grundstück Nr. 392, Spelterinistrasse – lag vom 20. April bis 3. Mai öffentlich auf. In der erwähnten Auflagefrist ist beim Gemeinderat eine Einsprache mit dem Gesuch um Fristerstreckung für die Begründung eingegangen. Daraufhin hat der Gemeinderat das Baugesuch zurückgezogen.

Roman Habrik, der Gemeinderat hat das oben erwähnte Baugesuch zurückgezogen. Weshalb?

Roman Habrik, Gemeindepräsident Kirchberg (Bild: Beat Lanzendorfer)

Roman Habrik, Gemeindepräsident Kirchberg (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Hauptnutzen für das Dorf Bazenheid respektive die Fussgänger, Schülerinnen und Schüler wäre in den ersten Wochen während des Baustellenaushubs entstanden. Bis zu einer Erledigung der Einsprache auf dem Rechtsweg wäre der Aushub schon fertig gewesen.

Gab es keine Möglichkeit, mit dem Einsprecher eine Kompromisslösung zu finden?

Die Einsprecherin hat sich durch einen Anwalt vertreten lassen. Ich habe ihn gebeten, mir zu erlauben, direkt mit der Einsprecherin zu sprechen. Damit hätte ich verstehen können, was das Hauptanliegen ist, um allenfalls einen Kompromiss zu finden. Der Anwalt hat ein solches Gespräch abgelehnt.

Eine andere Routenwahl war keine Option? Wäre eine möglich gewesen?

Wir haben eine zweite Route im Vorfeld geprüft. Die vorgeschlagene war aus unserer Sicht die einzig vertretbare Option.

Gibt es konkrete Zahlen, wie viele Lastwagen zurzeit die erwähnten Strassenkreuzungen passieren?

Konkrete Zahlen kenne ich nicht. Es wurde während der Wochen des Aushubs mit etwa 100 Lastwagenfahrten pro Tag gerechnet. Die Situation «Baustellenbetrieb bei gleichzeitiger Lichtsignalanlage auf der Wilerstrasse wegen des Einbaus der Fernwärme» war insgesamt jedoch weniger schlimm als befürchtet. Bei mir ging bis jetzt nur eine einzige Reklamation wegen des Umwegverkehrs ein.

Bleibt es bei diesem Aufkommen der Lastwagen oder wird der Verkehr weniger?

Die Anfangswochen sollten die intensivsten sein, natürlich bleibt aber während der ganzen Bauphase ein erhöhter Verkehr.

Hat der Rückzug des Baugesuchs Auswirkungen auf den Zeitplan der «Spelteriniwiese»?

Die Idee der provisorischen Werkpiste war eine der Dorfkorporation und der Gemeinde, um die aktuelle Baustellensituation in Bazenheid zu verbessern, also im Interesse der Einwohnerinnen und Einwohner. Es war nicht die Idee der Bauherren, und auch nicht deren Anliegen, darum hat das keine Auswirkungen auf den Zeitplan.

Die geplanten Baumassnahmen sollten dem Schutz der Fussgänger dienen. Ist dieser jetzt trotzdem gewährleistet?

Der Schutz der Fussgänger ist weiterhin gewährleistet. Es lohnt sich aber gerade auf Schulwegen immer, nach besseren Lösungen zu suchen. Im Baustellenbereich sind zusätzlich erforderliche Absperrungen installiert worden.

Versorgungssicherheit

Unabhängig davon, ob eine Baustellenzufahrt gebaut wird, plant die Dorfkorporation den Bau einer Hydrantenleitung. Das Verbindungsstück zwischen der Transportleitung an der Eichbüelstrasse und der Hydrantenleitung an der Spelterinistrasse dient in erster Linie der Erhöhung der Versorgungssicherheit.

Gemäss Felix Forster, Präsident der Dorfkorporation Bazenheid, führt ab Reservoir Chrobüel eine 400-Millimeter-Leitung diagonal zum Kreisel, versorgt anschliessend die Betriebe im Industriegebiet und verläuft weiter via Mülau Richtung Unterrindal. Um diese «Hauptschlagader» zu entlasten, wird ab Mitte Juni das erwähnte Verbindungsstück Eichbüel/Spelterini gebaut. Nach dessen Fertigstellung sollen die Leitungen der Bazenheider «Hauptschlagader» ebenfalls ersetzt werden. Dessen Realisierung ist nach den Sommerferien vorgesehen. An der Linienführung Hydrantenleitung Eichbüel/Spelterini wollte die Gemeinde die Baustellenzufahrt realisieren.

Pikantes Detail: Für die Bauarbeiten der Verbindungslinie werden rund 14 Tage benötigt, für die Baustellenzufahrt waren hingegen rund zwei Jahre vorgesehen. (bl)

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