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Wegen 333. Heiligkreuzfest: Bischof Markus kommt nach Kirchberg

Am 14. September feiern die Gläubigen das sogenannte Kreuzwunder, das sich 1685 erstmals ereignete. Otto Noger, Präsident des Pfarreirates, erklärt, was es damit auf sich hat.
Interview: Beat Lanzendorfer
Das Kreuz mit Velum, das sich 1685 über eine Viertelstunde lang bewegt hat, hängt heute noch in der katholischen Kirche. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Das Kreuz mit Velum, das sich 1685 über eine Viertelstunde lang bewegt hat, hängt heute noch in der katholischen Kirche. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Otto Noger, wie erklären Sie einem Aussenstehenden den Feiertag, den die Kirchberger jedes Jahr als «Heiligkreuzfest» am 14. September begehen?

Vor 333 Jahren ereignete sich in Kirchberg ein Wunder. Am dritten Adventssonntag im Jahre 1685 hob sich während des Gottesdienstes das Kreuz von der Wand. Dieses Wunder wurde von Gläubigen bezeugt. Das Bistum stellte mit einer offiziellen Untersuchung dieses Wunder fest. Ab dieser Zeit wurde Kirchberg zum Wallfahrtsort.

Ist das Original-Kreuz, das sich im Jahre 1685 in der katholischen Kirche bewegt haben soll, noch vorhanden?

Ja. Das in Kirchberg verehrte Kreuz stammt aus dem 14. Jahrhundert. Es ist somit das Original-Kreuz, welches noch heute Ziel von Wallfahrten ist.

Wieso wird das Ereignis eigentlich am 14. September gefeiert. Ursprünglich ereignete sich das Kreuzwunder am dritten Adventssonntag vor 333 Jahren?

Das Fest Kreuzerhöhung hat im Kirchenjahr einen festen Platz wie Pfingsten oder Ostern. Zugleich findet am 14. September der letzte jährliche Wettersegen statt. Aus diesem Grund feiert Kirchberg nicht am Tage des Wunders – 16. Dezember –, sondern am 14. September mit dem Fest Kreuzerhöhung dieses Jubiläum.

Der Feiertag findet nur in Kirchberg statt. Sie arbeiten auswärts und können nicht davon profitieren. Nehmen Sie an diesem Tag jeweils trotzdem frei?

Kirche und Religion hat mit Glauben zu tun. Mir persönlich ist der katholische Glauben etwas wert, da er mich auch bereichert. Zudem sind mir Traditionen wichtig. Mittlerweile ist Kirchberg seit über zehn Jahren meine Wahlheimat. Aus den vorgenannten Gründen ist es mir persönlich wichtig, am Heiligkreuzfest teilzunehmen. In einer immer mehr globalisierten Welt liegt es mir am Herzen, meine Wurzeln zu stärken. Es war mir zwar aufgrund meines Berufes nicht jedes Mal möglich teilzunehmen, doch hat dieses Datum einen festen Platz in meinem Kalender.

Wie haben Sie es geschafft, dass Bischof Markus am 14. September nach Kirchberg kommt und einen Teil des Gottesdienstes gestaltet?

Wir haben Bischof Markus angefragt und er hat zugesagt. Dies ist nicht selbstverständlich und seine Zusage ehrt uns sehr. Sie zeigt jedoch auch seine Wertschätzung gegenüber dem Fest Kreuzerhöhung und zum Wunder in Kirchberg auf. Wunder geschehen, man muss nur genau hinschauen und sie erkennen. Es ist wichtig, sich diesem ab und zu wieder bewusst zu werden.

Der Kirchberger Pfarreirat hat die Organisation für den 14. September übernommen. Stehend, von links: Markus Schönenberger, Franz Signer, Otto Noger, Präsident, Ermin Schluep und Jürgen Kaesler. Sitzend, von links: Adelheid Huber, Maria Weber, Moira Müntener, Christiane Pfeiffer Müggler, Anita Huber und Ursula Gähwiler. (Bild: Bilder: Beat Lanzendorfer)

Der Kirchberger Pfarreirat hat die Organisation für den 14. September übernommen. Stehend, von links: Markus Schönenberger, Franz Signer, Otto Noger, Präsident, Ermin Schluep und Jürgen Kaesler. Sitzend, von links: Adelheid Huber, Maria Weber, Moira Müntener, Christiane Pfeiffer Müggler, Anita Huber und Ursula Gähwiler. (Bild: Bilder: Beat Lanzendorfer)

Sind im Jahr des 333-Jahr- Jubiläums nebst dem Gottesdienst weitere Jubiläumsfeierlichkeiten geplant?

Wie Geburtstage in einem Jahr fest definiert sind, so findet auch das Fest Kreuzerhöhung an einem fixierten Datum statt. Im Festgottesdienst wird durch den Cäcilienchor Kirchberg die «Mess zu Ehren des heiligen Kreuzes» von J.H. Dietrich aufgeführt. Zudem ist eine Prozession auf den Rätenberg geplant. Im Anschluss zum Wallfahrts- und Jubelgottesdienst sind alle noch zu einem gemütlichen Teil beim und im Pfarreiheim eingeladen. Für Essen und Trinken wird gesorgt sein.

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