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Wattwils Zentrum kann umgestaltet werden

Ein entsprechender Kredit in der Höhe von fast acht Millionen Franken kam in der
kommunalen Volksabstimmung mit gut 55 Prozent Ja durch. Es hatte keine organisierte Opposition gegeben.
Martin Knoepfel
So könnte das Wattwiler Zentrum dereinst bei Nacht aussehen. (Bild: PD)

So könnte das Wattwiler Zentrum dereinst bei Nacht aussehen. (Bild: PD)

Mit 1523 Ja- zu 1209 Nein-Stimmen heissen die Wattwiler einen Kredit in der Höhe von 7,85 Millionen Franken für die attraktivere Gestaltung der Bahnhof- und der Poststrasse gut. Die Beteiligung erreicht laut Abstimmungsprotokoll 50,28 Prozent.

Der Gemeinderat sieht das Abstimmungsergebnis als Auftrag an, das Projekt «zeitnah» voranzutreiben. Wann die Bauarbeiten beginnen werden, steht aber noch nicht fest. Das hängt unter anderem davon ab, ob Einsprachen dagegen eingereicht und ob diese durch mehrere Instanzen weitergezogen werden.

«Grosse Bedeutung für die Entwicklung von Wattwil»

Das Ja sei von grosser Bedeutung für die Entwicklung des Regionalzentrums Wattwil, hält der Gemeinderat in einem Communiqué von gestern fest. Er erwartet sich von der Umgestaltung eine höhere Aufenthaltsqualität und mehr Sicherheit für Fussgänger und Velofahrer.

Der Gemeinderat will die Umgestaltung noch vor der Inbetriebnahme der zweiten Etappe der Umfahrung Wattwil fertiggestellt haben. Die Hoffnung lautet, dass Autofahrer, die dannzumal Wattwil umfahren werden, vorher noch sehen, dass es hier eine attraktive Einkaufsstrasse gibt und die lokalen Geschäfte berücksichtigen.

Die zweite Etappe der Umfahrung soll 2022 fertig werden. Der Gemeinderat wolle die Umgestaltung der Bahnhof- und der Poststrasse mit anderen Strassenbauprojekten im Raum Wattwil koordinieren, hält er fest.

Nächstes Jahr soll die Kanalisation erneuert werden

Als Nächstes beabsichtigt der Gemeinderat, das Auflageprojekt fertigzustellen. Dann folgt die öffentliche Auflage, während der die Einsprachen möglich sind.

Schon 2019 sollen Kanalarbeiten in der Bahnhof- und Poststrasse erfolgen. Der Gemeinderat will die Kanalisation in diesem Bereich vom Misch- aufs heute obligatorische Trennsystem umzustellen.

Die Wattwiler Bahnhofstrasse beim Bahnhofkreise. Die Blickrichtung ist gegen Norden. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Wattwiler Bahnhofstrasse beim Bahnhofkreise. Die Blickrichtung ist gegen Norden. (Bild: Martin Knoepfel)

Dies ist nicht Teil des Projekts, über das die Wattwiler gestern abgestimmt haben, und die Kosten dafür sind im bewilligten Kredit auch nicht enthalten. Die Kosten für die Kanalisation sollen vielmehr in die Investitionsrechnung aufgenommen werden, über die die Bürgerversammlung mit dem Budget abstimmen wird. Wie teuer die Arbeiten an der Kanalisation werden, ist laut Alois Gunzenreiner noch offen.

«Froh, dass man jetzt weiterarbeiten kann»

Er sei froh, dass man jetzt weiterarbeiten könne, sagte Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner. Er sprach gegenüber dem «Toggenburger Tagblatt» von einem klaren Ja. Das Wichtigste sei, dass die Vorlage angenommen worden sei.

Die Auflage des Projekts solle so bald wie möglich erfolgen, versprach er. Da es im Vorfeld keine grossen Diskussionen über die Vorlage gegeben hat, findet er es schwierig, Motive für die Nein-Stimmen zu nennen.

«Der Einsatz hat sich gelohnt»

Im Vorfeld der Abstimmung hatte es kein Nein-Komitee gegeben. Thomas Grob setzte sich im Ja-Komitee für die Vorlage ein. «Der Einsatz hat sich gelohnt», sagte er dem «Toggenburger Tagblatt gestern Nachmittag.

Persönlich hätte Thomas Grob einen höheren Anteil an Ja-Stimmen erwartet. Dass es nicht mehr Ja-Stimmen gegeben hat, führt er darauf zurück, dass es sich um einen strategische Frage handelt und dass zugleich die Kreditsumme recht hoch ist.

Es sei sehr wichtig, dass man das Projekt umsetzen könnte, findet Thomas Grob und zitierte Alt-Bundesrat Adolf Ogi mit dem Satz «Freude herrscht».

«Wattwil sendet positives Signal aus dem Toggenburg»

Auch Kathrin Ott, Präsidentin des Vereins Zentrum Wattwil, freut sich über das Ja. Es sei wirklich schön, dass ein Teil der Bevölkerung einsehe, dass man in die Zukunft gehen müsse. Wattwil sende ein positives Signal aus dem Toggenburg, sagte sie gestern Nachmittag dem «Toggenburger Tagblatt».

Die Vorlage diene nicht nur dem Gewerbe, sondern der ganzen Bevölkerung, denn es wäre negativ, wenn die Läden nicht mehr investierten, sagte Kathrin Ott. Sie hätte persönlich einen höheren Ja-Stimmen-Anteil erwartet.

Spielte die Angst vor Fussgänger-Umfällen eine Rolle?

Katrhin Ott vermutet, dass viele Nein auf Bedenken im Zusammenhang mit der Verkehrssicherheit zurückgehen. Zugleich zeigte sie sich überzeugt, dass das Konzept als Ganzes funktionieren wird.

An der Informationsveranstaltung der Gemeinde vor der Abstimmung hatten verschiedene Votantinnen und Votanten ihre Sorge um die Sicherheit von Schulkindern, älteren Leuten und Velofahrern ausgedrückt.

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