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Wattwiler Steuerfuss soll auf historisch tiefe 135 Prozent gesenkt werden

Die Jahresrechnung der Gemeinde Wattwil schliesst mit einem positiven Ergebnis von rund 4,8 Millionen Franken Überschuss ab. Der Gemeinderat beantragt zudem eine Reduktion des Steuerfusses auf 135 Prozent, was vergleichsweise sehr tief ist.
Die Gemeinde Wattwil – im Bild die Gemeindeverwaltung – wird der Bürgerversammlung im März einen erfreulichen Rechnungsabschluss präsentieren. (Bild: Hansruedi Kugler)

Die Gemeinde Wattwil – im Bild die Gemeindeverwaltung – wird der Bürgerversammlung im März einen erfreulichen Rechnungsabschluss präsentieren. (Bild: Hansruedi Kugler)

«Es ist ein sehr erfreulicher Abschluss, den der Gemeinderat der Bürgerversammlung am 20. März vorlegen kann. Die Finanz- und Steuerstrategie sieht der Gemeinderat damit bestätigt», fasst Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner zusammen. Der Voranschlag der Gemeinde Wattwil ging von einem ausgeglichenen Ergebnis aus. Nun schliesst die Rechnung mit einem um 4'841'689.97 Franken besseren Ergebnis ausserordentlich positiv ab. Dies unterstützt den angelaufenen Investitionszyklus sowie grössere steuerliche Entlastungen ab dem Jahr 2021 von natürlichen und juristischen Personen.

Grösste Abweichungen

Auf der Ertragsseite haben massgeblich die verschiedenen Steuererträge zum guten Ergebnis beigetragen, welche insgesamt 1'898'562.21 Franken über dem Budget liegen. Diese basieren auf überdurchschnittlichen Steuernachzahlungen von natürlichen Personen von 1'250'648.50 Franken sowie auf dem bisher unerreichten Steuerertrag von juristischen Personen von 1'864'862.80 Franken. Gleichzeitig sind die Handänderungssteuern wieder auf sehr hohem Niveau von 1'012'310.95 Franken eingegangen. Ebenfalls konnten diverse höhere Gebührenpositionen sowie zusätzliche Rückerstattungen verbucht werden.

Auf der Ausgabenseite wurde in fast allen Bereichen das Budget durch nicht ausgelöste Projekte bei Beschaffungen, Liegenschaften oder im Gewässer- und Strassenunterhalt unterschritten. Diese Positionen mussten mehrheitlich auf das Budget 2019 vorgetragen werden. So blieb beispielsweise dank des milden Winters 2017/ 2018 auch der Winterdienst rund 180'000 Franken unter Budget. Im Ausmass unerwartet ist, dass die Ausgaben für «Soziale Wohlfahrt» durch die positive Wirtschaftslage um rund 600'000 Franken unter dem Budget liegen.

Ihren Teil zum guten Ergebnis hat auch die Schulgemeinde beigesteuert, welche mit organisatorischen Anstrengungen (zum Beispiel Klassenplanung, Integrationsbemühungen) ihrerseits 6'27'690.90 Franken unter Budget abschliessen konnte. Dagegen haben die Ausgaben für die Pflegefinanzierung entgegen der Vorjahrestendenz das Budget deutlich überschritten. Das entsprechende Ausgabenwachstum wurde im Budget 2019 berücksichtigt.

Vorfinanzierungen für geplante Investitionen

Alois Gunzenreiner, Gemeindepräsident von Wattwil. (Bild: Sascha Erni)

Alois Gunzenreiner, Gemeindepräsident von Wattwil. (Bild: Sascha Erni)

Wie bereits im Vorjahr beantragt der Gemeinderat der Bürgerschaft, das Jahresergebnis zur Vorfinanzierung für geplante Projekte zu verwenden. Konkret soll, wie bereits in Aussicht gestellt wurde, eine weitere Vorfinanzierung von 1,6 Millionen Franken für die Umgestaltung der Bahnhof- und Poststrasse verwendet werden. Ebenfalls je 1,6 Millionen Franken sollen für die Finanzierung des geplanten Bistro- und Kiosk-Gebäudes beim Schwimmbad sowie für künftige Aufwendungen der Gemeindesaal-Infrastruktur zurückgelegt werden. «Mit den Vorfinanzierungen und einer gesunden Bilanz sind die auf uns zukommenden Investitionen finanziell besser tragbar», kommentiert Alois Gunzenreiner.

Umstellung erschwert Vergleichbarkeit

Das Budget 2019 sieht – nach einer Einlage in die Ausgleichsreserve – eine ausgeglichene Erfolgsrechnung mit einem Betrag von 44'322'000 Franken vor. Wegen der Umstellung auf das neue Rechnungsmodell (RMSG) ist die Vergleichbarkeit zwischen Rechnung 2018 und dem Budget 2019 eingeschränkt. Da der neue Kontenplan jenem der Privatwirtschaft angeglichen wurde, werden die Abschreibungen nicht mehr gesamthaft, sondern funktionsbezogen verbucht. Gleich-zeitig erfolgten im Detail diverse neue Kontenzuweisungen.

Mit diesem Budget kann ein um 4 Prozentpunkte auf 135 Steuerprozent reduzierter Steuerfuss vorgelegt werden. Die Grundsteuerwerte sollen unverändert 0,8 beziehungsweise 0,2 Promille betragen, die Feuerwehrabgabe bleibt bei 20 Prozent der einfachen Steuer (maximal 700 Franken).

Alois Gunzenreiner ist überzeugt, dass Wattwil heute strategisch und finanziell gut aufgestellt ist. «Wattwil rüstet sich und legt den Grundstein für die Entwicklung der nächsten zwei Generationen.» (pd)

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