Wattwiler Altersheim beweist Kreativität gegen Coronalangeweile: Belegschaft flüchtet mit Bewohnern nach Hawaii

Das Wattwiler Alters- und Pflegeheim Risi produziert eine Nachrichtensendung mit einer angeblichen Flucht von Personal und Bewohnenden nach Hawaii. Spezialeffekte inklusive.

Ruben Schönenberger
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Die Nachrichtensendung wurde professionell erstellt.

Die Nachrichtensendung wurde professionell erstellt.

Screenshot: Alters- und Pflegeheim Risi / Youtube

Die Coronapandemie hat das Leben in den Alters- und Pflegeheimen stark verändert. So wurden beispielsweise die hygienischen Sicherheitsvorkehrungen nochmals verstärkt – die Angestellten tragen jetzt eine Maske –, vor allem aber sind Besuche in den Heimen derzeit nicht möglich.

Wenn uns niemand besuchen kann, würde auch niemand merken, wenn wir weg sind, dachten sich wohl die Verantwortlichen des Alters- und Pflegeheim Risi und konstruierten eine abenteuerliche Geschichte: Zusammen mit einem Teil der Belegschaft flüchteten die Bewohnerinnen und Bewohner nach Hawaii. Gefälschte Pässe, Bargeld im Koffer und ein Flugzeugbrand mit anschliessendem Fallschirmabsprung inklusive.

Skandal in 20-minütiger Newssendung thematisiert

Aufgedeckt hat den Skandal eine Nachrichtensendung des TVR. Entstanden ist ein rund 20-minütiger Videobeitrag, im Stile einer Mockumentary, einer gefälschten Dokumentation.

Mitgespielt haben Bewohnerinnen und Bewohner, Angestellte des Heims, aber auch Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner bezieht Stellung – mit nicht ganz sauberem Gewissen.

Schon früher kreativ

Es ist nicht das erste Mal, dass das Wattwiler Heim in dieser Krise kreativ wird. Die Besucherbox, die Heimleiter Georg Raguth erfunden hat, «schlug eine wie eine Bombe». Dank ihrer konnten sich die Bewohnerinnen und Bewohner doch mit ihren Angehörigen treffen, wenn auch durch eine Glasscheibe getrennt.

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