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Wattwil will wieder mehr investieren

Die Politische Gemeinde realisierte 2018 einen Einnahmenüberschuss von fast fünf Millionen Franken. Der Gemeinderat will für 2019 den Steuerfuss senken. Die Schulgemeinde Wattwil-Krinau hatte letztes Jahr einen tieferen Finanzbedarf als erwartet.
Martin Knoepfel
Alois Gunzenreiner informierte über die Geschäfte der Bürgerversammlung von Wattwil. (Bild: Martin Knoepfel)

Alois Gunzenreiner informierte über die Geschäfte der Bürgerversammlung von Wattwil. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Finanzlage sei ausserordentlich gut, sagte Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner an der Vorgemeinde von Wattwil. Etwas mehr als 50 Personen waren am Mittwochabend für die Information über die Tätigkeit der Gemeinde im letzten und über die Pläne fürs neue Jahr gekommen.

Die Information fand im Thurpark statt. Wie Alois Gunzenreiner ausführte, schloss die Gemeinderechnung 2018 mit einem Einnahmenüberschuss von 4,8 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein ausgeglichenes Ergebnis.

2021 sind Investitionen von rund 20 Millionen Franken geplant

Alois Gunzenreiner, Gemeindepräsident Wattwil. (Bild: Urs M. Hemm)

Alois Gunzenreiner, Gemeindepräsident Wattwil. (Bild: Urs M. Hemm)

Die Besserstellung ist vor allem der Tatsache zu verdanken, dass weniger ausgegeben wurde als budgetiert. In den letzten Jahren seien die Investitionen unterdurchschnittlich gewesen, räumte der Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner ein.

In den nächsten Jahren sollen die Investitionen wieder steigen, von aktuell rund sieben Millionen auf knapp 15 Millionen im Jahr 2020. Der Peak soll im Jahr 2021 mit rund 20 Millionen Franken erreicht werden. Dann sollen die Investitionen wieder auf 15 und sieben Millionen in den Jahren 2021 und 2022 fallen. Das kann man der Investitionsplanung entnehmen.

Der Überschuss soll vor allem in die Vorfinanzierungen fliessen

Den Überschuss der Rechnung 2018 will der Gemeinderat grösstenteils in Vorfinanzierungen für einen Gemeindesaal, für die Umgestaltung der Bahnhof- und der Poststrasse sowie für das Bistro für die Badi und die Minigolf-Anlage legen. Der Steuerfuss soll mit dem Budget 2019 von 139 auf 135 Prozent sinken.

Die Umgestaltung der Bahnhof- und der Poststrasse wurde letztes Jahr in der kommunalen Volksabstimmung angenommen. Sie soll dieses Jahr realisiert werden.

Lebhafter Grundstückhandel in Wattwil

Die Einnahmen aus Grundstückgeschäften seien erfreulich gewesen. Die Erträge der Handänderungssteuern und Grundbuchgebühren überträfen das langjährige Mittel. Bei Zinserhöhungen könnten diese Ertragsquellen aber wieder zurückgehen, warnte Alois Gunzenreiner.

Wegen der Steuergesetzrevision des Kantons seien jedoch Ausfälle bei den Firmensteuern und – wegen höherer Abzüge – bei den Steuern der natürlichen Personen zu erwarten. Zudem werde der Kanton künftig weniger Geld aus dem Finanzausgleich des Bundes erhalten, sagte Alois Gunzenreiner. Wie viel dieser Ausfälle auf die Gemeinden abgewälzt würden, sei noch offen.

Gute Konjunktur macht sich doppelt bemerkbar

Die Steuern der Firmen erreichten laut Alois Gunzenreiner 2018 einen Rekordwert. Das zeige eine gute Wirtschaftslage an, sagte der Gemeindepräsident.

Dies gute Konjunktur schlug sich zugleich in tieferen Sozialhilfeausgaben nieder. Daneben konnte die Gemeinde Wattwil auch durch Rückerstattungen die Sozialhilfeausgaben senken.

Die neue Sporthalle soll eventtauglich werden

Der Campus Wattwil biege auf die Zielgerade ein, freut sich der Gemeindepräsident. Der Gemeinderat habe 2018 an der Realisierung der Sportanlage Rietwis gearbeitet.

Die Sporthalle solle eventtauglich werden, was unter anderem mehr Fluchtwege, die Reorganisation der Parkplätze und den Kauf einer Teleskop-Tribühne für 1300 Personen erfordere.

Das bringt ebenso Mehrkosten wie der geplante Steg über die Thur bei der Markthalle. In Arbeit sind zudem mehrere Wasserbauprojekte. Unter anderem sollen 2021 zwei Bäche verlegt werden, wenn die Südostbahn ohnehin die Gleisanlagen am Südende des Bahnhofs erneuert.

Alternative zu den Vorstellungen des Spitalverwaltungsrates entwickelt

Ungeplante Mehrausgaben entstanden wegen der drohenden Schliessung des Spitals. Aus geografischen Gründen, wegen fehlender Hauptverkehrsachsen und im Sinne der Gesundheitsversorgung im Toggenburg müsse das Spital Wattwil erhalten bleiben. Das forderte Alois Gunzenreiner. Das als Ersatz fürs Spital geplante ambulante Versorgungszentrum sei nur eine bessere Hausarztpraxis.

Um eine Alternative zur Schliessung zu erarbeiten, zog der Gemeinderat externe Fachleute bei. Diese kosteten letztes Jahr 45'000 Franken. Der Alternativvorschlag dürfte im April vorgestellt werden.

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