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WATTWIL: Toggenburger Bienenwelt ist aktuell in Ordnung

Im Lehrbienenstand Toggenburg herrscht derzeit Hochbetrieb. Die Bienen sind fit und gesund und die tierische Honigproduktion läuft auf Hochtouren.
Patricia Wichser
Peter Bürge begutachtet den Brutaufbau der Bienen. (Bild: Patricia Wichser)

Peter Bürge begutachtet den Brutaufbau der Bienen. (Bild: Patricia Wichser)

Peter Bürge, Präsident des Bienenzüchtervereins Mitteltoggenburg, nimmt einen Augenschein beim Flugloch und den Brutwaben. Beim Flugloch sind die schwer beladenen Bienen zu beobachten – sie sind gut «ghöslet».

Im Moment tragen sie Pollen von Löwenzahn, Ahorn aber auch Obstbäumen ein. Die Brutwabe des einen Volkes ist bereits zum Bersten voll, obwohl ihm erst gerade eine neue Wabe reingehängt wurde. «Die Toggenburger Völker sind sehr gut gestartet», weiss Peter Bürge. Die Bienengesundheit ist besser als 2017, denn die Völkerverluste sind sehr viel kleiner und die Varroa Milbe scheinen die regionalen Imker im Griff zu haben. Es gab keine gravierenden Fälle. «Die Bienen wurden dieses Jahr anfangs April aktiv. Eigentlich explosionsartig», erzählt Peter Bürge. Guter Blust und schönes Wetter reicht noch nicht aus für einen guten Honigertrag: Die Bienen müssen stark und parat sein für die Saison. Sind sie geschwächt oder von der Varroa Milbe geplagt, sind sie mit sich selber beschäftigt, mit dem Brutaufbau und dem Überlebenskampf – da reicht auch die Zeit für die emsigste Biene nicht aus, um Honigreserven aufzubauen.

Keine Prognose zu entlocken

Doch 2018 scheint dies kein Thema zu sein. «Im Moment haben wir schätzungsweise 15 bis 20 Kilo Bienenhonig in den Kästen. Vier Kilo wird immer den Bienen für die Eigenversorgung gelassen», gibt Peter Bürge Auskunft. Peter Bürge und Imkerkollege Markus Kliebenschädel lassen sich nicht auf eine Honigertragsprognose 2018 ein. «Erst wenn die Waben geschleudert werden, reden wir vom Ertrag», stellt Markus Kliebenschädel klar. Zwar schweben die Imker im Moment im siebten Honighimmel, doch das kann sich schlagartig ändern, beispielsweise durch einen kalten Wettereinbruch oder einen sehr schlechten Sommerhonig. Dieser ist besser, aber inoffiziell, unter dem Namen Waldhonig bekannt. Eine weitere Gefahr lauert durch die Asiatische Hornisse, welche 2017 erstmals im Jura gesichtet wurde. Sie bauen auffällige graue, kugelförmige Nester und hindern die Bienen beim Ein- und Ausfliegen. Dies solange bis das Volk geschwächt ist und sie sich hinter die Brut machen können. Es heisst also wachsam bleiben.

Die Bienen- und Imkerwelt ist im Moment in Ordnung. Blumen und Bäume sind im Blust. Im hügeligen Gebiet ist das «Mähwerk mit Knicker», welches für die Nahrungsquelle und die Tiere selber eine grosse Gefahr ist, nicht so ein Thema. Wenn die Landwirte den ersten Schnitt mähen, im unteren Toggenburg ist das bereits der Fall, setzt für die Bienen die Trachtlücke ein. Diese dauert solange, bis der Wald im Blust ist. «Letztes Jahr hatten wir viel Sommerhonig (Waldhonig). Aber eine alte Imkerregel besagt, dass es nicht zwei gute Sommerhonigjahre hintereinander gibt», blickt Peter Bürge zurück. Und so kann es im schlimmsten Fall sein, dass die Trachtlücke bis im September anhält und die Bienchen direkt in die Winterruhe gehen. Weit weg von der Winterruhe sind Bienen und Imker in diesen Tagen, so auch Peter Bürge und Markus Kliebenschädel. Sie haben alle Hände voll zu tun: Völker/Brut kontrollieren und neue Waben reinhängen. Anfangs Juni wird der erste Honig geschleudert.

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