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WATTWIL: SRF-Korrespondent in Wattwil: Markt ist Machtkern der EU

Die Schweiz und die EU verstehen sich nicht immer. Sebastian Ramspeck kennt die Differenzen bestens. Am Freitag referierte der SRF-Korrespondent in Wattwil.
Noëlle Lee
Hans Jörg Fehle (rechts) leitete in das Referat von Sebastian Ramspeck ein. (Bild: Noëlle Lee)

Hans Jörg Fehle (rechts) leitete in das Referat von Sebastian Ramspeck ein. (Bild: Noëlle Lee)

Die EU ist kein Thema, welches in einem Referat abschliessend abgehandelt werden könnte. Trotzdem schaffte es Journalist Sebastian Ramspeck den interessierten Besuchern seines Vortrags im Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg (BWZT) nicht nur lehrreiche Informationen und interessante Aspekte zur Union selbst zu vermitteln. Er gab auch spannende Einblicke in seine Arbeit und Erfahrungen als Korrespondent für das Schweizer Fernsehen in Brüssel.

Die Veranstaltung wurde organisiert von der Vortrags- und Lesegesellschaft im Toggenburg, deren Präsident Hans Jörg Fehle die Anwesenden begrüsste und in den Abend einleitete, der sich ganz um die Beziehung zwischen der Schweiz und der Europäischen Union drehen sollte. Sebastian Ramspeck freute sich – im Gegensatz zu seinem sonstigen Berufsalltag – nach seinem Vortrag Fragen und Rückmeldungen zu bekommen und forderte das Publikum zu ebendem auf. Er machte auch klar, dass er nach seiner journalistischen Wahrnehmung in erster Linie die Aufgabe habe, zu verstehen. Dies betreffe nicht nur den Sachverhalt, sondern auch die verschiedenen Meinungen.

Wechselhafte Beziehungen

Danach nahm er das Thema der wechselhaften Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU, welches auch sein persönliches Lieblingsthema sei, in Angriff.

Den vielen verschiedenen Meinungen der Schweizer zur EU stellte der Referent die weniger bekannte Sicht der Union gegenüber. Diese sei auch längst nicht vollkommen begeistert von unserem kleinen Land, welches sich in diversen Verhandlungen für sie wie ein Rosinenpicker aufführe. Schliesslich wolle die Schweiz einerseits den Zutritt in den Europäischen Markt erhalten, aber andererseits keinesfalls die politische Freiheit verlieren.

Eben genau dieser Markt sei auch der Machtkern der Europäischen Union und ihre einzige Waffe, mit welcher sie in Verhandlungen mit den globalen Akteuren geht. Dabei dürfe man auch nicht vergessen, dass die EU nicht nur durch Jean-Claude Juncker repräsentiert werde, sondern durch alle Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten. Angela Merkel sei genauso die EU wie der Kommissionspräsident.

«Dä Gschneller isch dä Gschwinder»

Der ganze Vortrag wurde durch verschiedene Bilder und Anekdoten aus dem Korrespondentenleben Ramspecks aufgelockert und brachte die Anwesenden mehr als einmal zum Lachen. Dass vor allem Letzteres nicht immer einfach ist, wurde nur schon klar, als der Referent erklärte, dass etwa 1500 Journalisten im Medienzentrum in Brüssel arbeiten. Und sie alle wollen einen der 30 000 Beamten – was eine relativ kleine Anzahl in Relation zu den 500 Millionen Bewohnern des europäischen Raumes ist – erwischen. Da kommt es nun mal dazu, dass es heisst «dä Gschneller isch dä Gschwinder».

Vor der anschliessenden Fragerunde forderte Hans Jörg Fehle das Publikum auf, von den Plätzen aufzustehen und sich einmal um die eigene Achse zu drehen, um den Körper und Geist wieder ein wenig in Schwung zu bringen. Danach wurde Sebastian Ramspeck vom Publikum mit den verschiedensten Fragen bezüglich der EU konfrontiert. Diese reichten von geschichtlichen Aspekten bis zu verwaltungstechnischen Fragen. Sie alle beantwortete der Brüssel-Korrespondent sehr ausführlich, ausgewogen und nach bestem Gewissen. Auch nachdem um zehn Uhr der Abend zu seinem offiziellen Ende kam, stand Sebastian Ramspeck den Zuschauern noch länger in der Aula des BWZT zur Verfügung und beantwortete weitere Fragestellungen rund um seinen Beruf oder die EU.

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