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Wattwil: Eine Briefkastenfirma hat das Hotel Toggenburg erworben

Das Hotel und Restaurant Toggenburg am Dorfplatz in Wattwil wurde verkauft. Die neue Besitzerin ist eine Firmengruppe, die Wohnimmobilien in verschiedenen Kantonen der Deutschschweiz besitzt.
Martin Knoepfel
Das Hotel und Restaurant Toggenburg am Dorfplatz in Wattwil steht seit einiger Zeit leer. Es sieht etwas heruntergekommen aus. (Bild: Martin Knoepfel)

Das Hotel und Restaurant Toggenburg am Dorfplatz in Wattwil steht seit einiger Zeit leer. Es sieht etwas heruntergekommen aus. (Bild: Martin Knoepfel)

Martin Pergega hatte die «Toggenburg» am Dorfplatz in Wattwil im Juli 2012 gekauft und im letzten August wieder verkauft. Neue Besitzerin des stattlichen, aber seit einiger Zeit leer stehenden und vernachlässigt aussehenden Gebäudes ist die Narva Home AG. Diese ist eine Briefkastenfirma mit Sitz in einer Anwaltskanzlei in Sarnen.

Die Firma ist Teil der Narva-Gruppe. Diese besteht laut Angaben im Handelsregister aus elf Gesellschaften in verschiedenen Kantonen in der Deutschschweiz. Sämtliche Firmen gehören Christopher Lilliefelth, der bei ihnen ebenfalls als Geschäftsführer fungiert. Die Firmen sind im Bau- und im Immobilienbereich tätig.

Firma besitzt verschiedene Mehrfamilienhäuser

Im Internet-Auftritt sagt die Narva-Gruppe, dass sie sich auf die zweckmässige und wertbeständige Sanierung attraktiver Wohnanlagen mit gesunder Bausubstanz konzentriere. Unter den Referenzobjekten findet man auch vier Mehrfamilienhäuser in der Stadt St. Gallen. Diese liegen an der Burgstrasse, an der oberen Berneggstrasse und an der Zürcherstrasse. Weitere Referenzobjekte stehen in anderen Orten der Deutschschweiz.

Im Kanton Solothurn, 2014 in Gerlafingen und 2017 in Grenchen, geriet die Narva-Gruppe in die Schlagzeilen. Sie hatte ältere und schlecht unterhaltene Wohnblöcke gekauft, die Wohnungen saniert und laut «Solothurner Zeitung» zum doppelt so hohen Betrag wie vorher vermietet. Langjährige Mieter hätten ausziehen müssen, da sie die höheren Mieten nicht zahlen konnten, lauteten die Vorwürfe. Die betreffenden Häuser in Gerlafingen und Grenchen sind unter den Referenzobjekten im Internet-Auftritt der Narva-Gruppe zu finden.

Ende 2014 Pläne für Gesamtsanierung

Die Narva-Gruppe verlangte vor einer Woche, dass die Fragen zu ihren Absichten bezüglich der «Toggenburg» in Wattwil per Mail eingereicht werden. Zuständig für Antworten sei Christopher Lilliefelth. Bisher blieb er eine Antwort schuldig.

Im Dezember 2014 hatte der damalige Besitzer Martin Pergega ein Baugesuch für den Umbau des Hauses eingereicht. Geplant waren vier bis acht Hotelzimmer. Dazu sollten Wohnungen Zimmerzahl sowie vier bis acht Studios mit kleinen Küchen kommen. Ein Restaurant war ebenfalls vorgesehen. Das heute leer stehende Ladenlokal im Parterre sollte erhalten bleiben. Die Garagen an der Westseite sollten abgebrochen und die frühere Anordnung der Fensterzahl wiederhergestellt werden. Die Kosten für den Umbau wurden auf rund 1,2 Millionen Franken beziffert. Die Gemeinde Wattwil erteilte Martin Pergega eine Baubewilligung. Im Verkaufslokal im Parterre befand sich einst ein Blumengeschäft. Später wurde es vom Shop eines Telecom-Anbieters abgelöst. Dieser ist inzwischen an einen anderen Ort in Wattwil umgezogen.

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