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Wattwil: Die Kosten des Hangrutsches stehen fest

Der Gemeinderat Wattwil informiert über die Thurwerke AG, das Projekt Hofstattbach, den Teilzonenplan Rietwis und die ARA.
Die Gemeindekosten zur Sicherung und Wiederherstellung des Gebiets Rumpf nach dem Hangrutsch im März 2017 belaufen sich auf 99227 Franken. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Gemeindekosten zur Sicherung und Wiederherstellung des Gebiets Rumpf nach dem Hangrutsch im März 2017 belaufen sich auf 99227 Franken. (Bild: Martin Knoepfel)

(gem/arc) Mit Beschluss der Bürgerschaft der Dorfkorporation Wattwil im März wurde entschieden, die Dorfkorporation per 1. Januar 2020 in die Politische Gemeinde Wattwil zu inkorporieren. Mit diesem Akt gehen die Aktiven und Passiven an die Politische Gemeinde Wattwil über. Damit wird die Politische Gemeinde Wattwil alleinige Eigentümerin der Thurwerke AG, heisst es in der Medienmitteilung der Gemeinde. Im Verlaufe dieses Jahres wurden bereits die Inkorporationsvereinbarung, das Wasserreglement sowie das Versorgungsreglement erlassen und zum fakultativen Referendum aufgelegt. Diese Grundlagen sind gemäss Gemeindemitteilung nun rechtskräftig.

Die Thurwerke AG ist eine selbstständige Unternehmung, welche zukünftig im Auftrag der Politischen Gemeinde Wattwil die Versorgung mit Wasser und Strom in dem ihr zugewiesenen Gebiet erbringen wird. Für die Leistungsbezüger ändert sich nichts. Damit die Kompetenz zur Erbringung einer hoheitlichen Aufgabe (Strom und Wasser) an ein selbstständiges Unternehmen übertragen werden kann, ist dies in einer Leistungsvereinbarung wischen den Partnern zu regeln. Gleichermassen hat die Gemeinde als Eigentümerin sicherzustellen, dass das Handeln der Thurwerke AG in ihrem Sinne und zum Nutzen der Bürgerschaft ist. Diesem Anspruch wird in der Eignerstrategie Rechnung getragen, welche vom Gemeinderat verabschiedet wurde. Damit liegen die erforderlichen Grundlagen vor, um die Inkorporation per 1. Januar 2020 zu vollziehen.

Wasserbauprojekt Hofstattbach

Die Liegenschaften auf der Parzelle 303W, östlich der Ebnaterstrasse in Wattwil, sind im Eigentum des Kantons St.Gallen und werden zurückgebaut, damit der bisher in diesem Bereich eingedolte Hofstattbach offen- und umgelegt werden kann. Auf der Höhe der Rietsteinturnhalle quert das Gewässer eingedolt (in Abstimmung mit dem kantonalen Strassenbauprojekt) die Ebnaterstrasse. Der heute im Bereich der Turnhalle Rietstein eingedolte Hofstattbach wird an die Nordseite des Gebäudes verlegt, offengelegt und in die Thur geführt. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, dass dem Kanton St.Gallen für den Ersatzbau der Kantonsschule auf diesem Areal ein optimales Baufeld zur Verfügung steht. Die Offenlegung des Hofstattbachs sowie der Sondernutzungsplan «Gewässerraum Hofstattbach» wurden im vergangenen Sommer durch den Gemeinderat genehmigt. Im Anschluss wurden mit den betroffenen privaten Eigentümern die Landerwerbsverhandlungen geführt und abgeschlossen. Ebenfalls genehmigt wurde im Zusammenhang mit dem Projekt «Campus Wattwil» auf Antrag des kantonalen Hochbauamts eine Änderung beim Sondernutzungsplan «Gewässerraum Hofstattbach». Vor der öffentlichen Auflage des Sondernutzungsplans «Gewässerraum Hofstattbach» und des Wasserbauprojektes wird die Bevölkerung zur Mitwirkung eingeladen. Damit wird den interessierten Personen die Möglichkeit eingeräumt, sich zum Projekt zu äussern.

Die Unterlagen sind vom 3. bis 28. Oktober auf der Website der Gemeinde Wattwil aufgeschaltet oder können im Sekretariat der Bauverwaltung eingesehen werden. In diesem Zeitraum können schriftliche Eingaben zuhanden der Politischen Gemeinde Wattwil eingereicht werden.

Genehmigung Teilzonenplan Rietwis

Der Gemeinderat Wattwil bewilligte im Oktober 2016, im Zusammenhang mit dem Studienauftrag «Gesamtsportanlage Rietwis», den Teilzonenplan Rietwis. Das Verfahren zur Auflage erfolgte in Abstimmung mit der Entwicklung des Projektes zur Errichtung der Gesamtsportanlage. Das Auflageverfahren ist unbenützt abgelaufen, teilt der Gemeinderat. Und mit der Verfügung vom 10. September hat das Baudepartement des Kantons St.Gallen den Teilzonenplan Rietwis genehmigt.

Mit dem Bachprojekt «Sedel- und Hagtobelbäche» wird die Sohle der Gewässer tiefergelegt. Dies bedingt auch Anpassungen an der Hauptkanalisationsleitung «Austrasse» (Hauptleitung entlang der Thur) sowie der Verbindungsleitung zwischen der Hauptleitung und dem SOB-Durchlass. Der Gemeinderat hat gemäss Medienmitteilung die Ingenieurleistungen zur Planung dieser Verbindungsleitung an die Firma Schällibaum AG aus Wattwil vergeben.

Bauabrechnungen ARA Wattwil

Der Einbau des Ersatzgebläses für Biologie und Sandfang in der ARA Wattwil konnte abgeschlossen werden. Dies schreibt der Gemeinderat Wattwil in einer Medienmitteilung. Damit ist nun ein System in Betrieb, dass aus ökologischer Sicht optimal ist und auch energetisch grosse Einsparungen ermöglicht. Im Rahmen des Detailprojektes wurde entschieden, anstelle des konventionellen Ersatzes ein Tauchgebläse einzubauen, auch wenn damit Mehrkosten verbunden waren. Die Bauabrechnung liegt vor und schliesst bei Gesamtkosten von rund 710'746 Franken mit Mehrkosten von rund 80'746 Franken. Der Gemeinderat hat die Abrechnung sowie den Nachtragskredit genehmigt.

Im März 2017 wurde im Gebiet Rumpf in Wattwil eine grossflächige Hangrutschung festgestellt. Über eine Länge von rund 50 Metern hatte sich die Strasse um rund vier Meter abgesenkt. In der Folge musste das Rutschgebiet gesichert und umfassende Massnahmen zur Sicherung und Wiederherstellung des Gebiets und des Weges ergriffen werden. Bei Gesamtkosten von rund 389'552 Franken und unter Berücksichtigung der erhaltenen Bundes- und Kantonsbeiträge entstanden der Gemeinde Kosten von gerundet 99'277 Franken.

IKS und Kassenkontrolle

Der Gemeinderat Wattwil ist im Rahmen seiner aufsichtsrechtlichen Verpflichtung angehalten, für ein angemessenes Kontrollsystem – das sogenannte IKS – innerhalb der Verwaltung zu sorgen. Die wichtigsten Tätigkeiten der einzelnen Abteilungen werden in Prozessen abgebildet. Die Einhaltung und Weiterentwicklung dieses Systems wird intern durch die Finanzverwaltung sichergestellt. In der jährlichen Berichterstattung wurde dem Gemeinderat dargelegt, welche Weiterentwicklungen erfolgt sind und welche neuen Prozesse erstellt wurden. Gleichzeitig hat er auch die jährliche Kassenkontrolle, welche von zwei Gemeinderäten in den Abteilungen und dem Alters- und Pflegeheim Risi durchgeführt werden, zur Kenntnis genommen.

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