WATTWIL
Die Badi-Pläne sind komplett: Das Restaurant wird zu Garage und Werkstatt

Die Gesamtsportanlage Rietwis in Wattwil bekommt auch ein Betriebsgebäude. Das heutige Restaurant wird entsprechend umgebaut. Voraussetzung ist, dass die Stimmbürger am 11. April an der Urne im Rahmen des Budgets die dafür nötige Investition von 650000 Franken sprechen.

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Das bestehende Restaurant der Badi, welches in ein Betriebsgebäude für die Sport- und Freizeitanlage Rietwis umgenutzt werden soll.

Das bestehende Restaurant der Badi, welches in ein Betriebsgebäude für die Sport- und Freizeitanlage Rietwis umgenutzt werden soll.

Bild: gk

Die Bagger sind vor etwa einem halben Monat bereits aufgefahren. Es wird gebaut. Im Herbst des kommenden Jahres wird auf dem ehemaligen Heberlein-Areal in Wattwil eine Gesamtsportanlage mit Dreifachturnhalle, aber auch einem sanierten Schwimmbad stehen. Wie viel dies alles kostet, war bis anhin nicht abschliessend geklärt. Es fehlte noch ein Puzzleteilchen. Und zwar jenes des heutigen Schwimmbad-Restaurants. Nun steht fest, dass dieses zu einem Betriebsgebäude umfunktioniert werden soll.

Möglich wird die Umnutzung dank des Baus des neuen «Bistro/Kiosk»- Gebäudes. Der Umbau erfolgt parallel zum Bau der Gesamtsportanlage, sobald das «Bistro/Kiosk»-Gebäude realisiert ist. Dieses wird auch den Eingang zu Schwimmbad und Minigolf enthalten.

Keine Fassadenreinigung nötig

«Das neue Betriebsgebäude ist das letzte Element auf dem Weg zur Sport- und Freizeitanlage Rietwis. Mit Garage, Werkstatt, Lager, Büro, Aufenthaltsraum und Garderoben für das Betriebsteam erlaubt es uns, zusätzliche betriebliche Synergien für die ganze Anlage zu nutzen», sagt Wattwils Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner.

Alois Gunzenreiner, Gemeindepräsident Wattwil.

Alois Gunzenreiner, Gemeindepräsident Wattwil.

Bild: Stefan Bienz

Der heutige, gedeckte Eingangsbereich des Schwimmbads wird als Lager- und Abstellfläche für Schwimmbadmaterial umgenutzt. Der Sonnenschutz über der Restaurant-Terrasse wird abgebrochen. Südlich des Gebäudes entstehen Park- und Waschplätze für die Betriebsfahrzeuge, und für die zentrale Entsorgung wird eine Grün- und Pressmulde platziert. Die Gemeinde Wattwil lässt in einer Mitteilung verlauten:

«Eine Fassadensanierung ist aufgrund des guten Zustands nicht notwendig.»

Wärmeres Wasser in der Badi

Um den Platz optimal zu nutzen, wird das westliche Volleyballfeld leicht verschoben. Der Sandspielplatz und Liegewiese können leicht vergrössert werden, zugleich sind der Ersatz und eine teilweise Neubepflanzung von Büschen und Bäumen vorgesehen. Neben der Sporthalle kann auch das Betriebsgebäude an den Wärmeverbund angeschlossen werden. Positiver Effekt: Das Badewasser kann in der Übergangszeit gewärmt werden.

«Mit den umfangreichen Umgebungsarbeiten, der Beheizung und den entsprechenden Isolationen ergeben sich Synergie- und Mehrwerte, die in der erwähnten Umnutzung im Abstimmungsgutachten zur «Beckensanierung Schwimmbad Wattwil» im Jahr 2019 noch nicht enthalten waren. Damals war die Umnutzung erst für Werkstatt und Lager angedacht gewesen», schreibt die Gemeinde weiter.

Ja oder Nein zum Gesamtbudget

Die Kosten für das Betriebsgebäude belaufen sich auf 650'000 Franken. Diesen Betrag hat der Gemeinderat in die Investitionsrechnung des laufenden Jahres aufgenommen. Da die Bürgerversammlung coronabedingt einer Urnenabstimmung gewichen ist, hat der Souverän nun lediglich die Möglichkeit, das Gesamtbudget anzunehmen oder abzulehnen. Über einzelne Posten in der Investitionsrechnung, wie etwa das Betriebsgebäude, kann nicht separat befunden werden.

Somit ist das Puzzle nun komplett, zumindest in Sachen Planung. Seit Mai 2017 wurde es Stück für Stück zusammengesetzt. Damals sagten die Wattwiler an der Urne mit rund 90 Prozent Ja zum Rahmenkredit für die Sporthalle und die Aussensportanlage. Im Abstimmungsgutachten hatte der Gemeinderat darauf hingewiesen, dass er allfällige Zusatzelemente etwa für eine Zusammenführung der Verpflegungsbetriebe mit Schwimmbad und Minigolf oder andere Investitionen in die baulichen Voraussetzungen für die Nutzung der Anlage als Veranstaltungsort separat zur Genehmigung vorlegen werde.

So geschehen mit dem Budget 2019, als die Kosten für die Zusatzelemente Eventtauglichkeit Sporthalle, Parkierungsanlage und Minigolf, Fotovoltaikanlage auf dem Hallendach und den Thursteg Markthalle-Rietwis in die Investitionsrechnung einstellte und Ende Juni 2019 den Stimmberechtigten den Kredit für den Neubau «Bistro/Kiosk» zur Abstimmung brachte. Alle Zusatzelemente waren auf deutliche Zustimmung gestossen. (sdu/gk)