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Wasser sparen, Bier trinken

Das Openair Bütschwil fand dieses Wochenende zum 15. Mal statt. Bei prächtigstem Wetter, dabei war der Regen früher der treueste Stammgast.
Michael Hug
Damian Lynn lieferte mit «Feel the Heat» den WM-Song des Schweizer Fernsehens. Heiss war es auch in Bütschwil. (Bild: PD)

Damian Lynn lieferte mit «Feel the Heat» den WM-Song des Schweizer Fernsehens. Heiss war es auch in Bütschwil. (Bild: PD)

Man habe zum Jubiläum einige Überraschungen parat, verriet das Openair-OK in den Tagen vor dem Anlass. Eine davon war das Spanferkel, das sich am frühen Freitagabend am Spiess vor dem Festzelt drehte. Braungebrannt und kross – wie mancher Gast, der die Ferien schon hinter sich hatte und seine Urlaubsbräune am Openair präsentierte – wartete es geduldig drehend auf des Metzgers Messer.

Das lag in der Hand von Thomas Näf aus Mosnang. Der machte sich dann auch gleich an die Arbeit: «Seit dem frühen Nachmittag dreht es am Spiess. Jetzt ist es Zeit, sonst verkohlt es noch.» Viel Zeit blieb ihm nicht, vor dem Bratspiess warteten bereits die hungrigen Openair-Besuchenden und die schlugen zu: Innert einer Stunde war das Schwein weg. Nur gerade jeder zehnte Gast am Freitagabend bekam etwas vom zarten Braten.

Thomas Näf aus Mosnang bereitete das Jubiläums-Spanferkel zu. (Bild: Michael Hug)

Thomas Näf aus Mosnang bereitete das Jubiläums-Spanferkel zu. (Bild: Michael Hug)

1600 Fans am 15. Openair

600 Besuchende am Freitag, knapp 1000 am Samstag – das 15. Openair Bütschwil wird mit diesen erfreulichen Zuschauerzahlen und ebendiesem Spanferkel in die Annalen eingehen. Wer hätte gedacht, dass aus dem kleinen Freundesanlass ein etabliertes Openair werden würde? «Niemand hätte an so was gedacht», sagte Severin Ammann, der am ersten Openair 2004 dabei war, «wir wollten einfach nur ein Fest mit Musik für unsere Freunde machen.»

Das heisse Wetter veranlasste die Verantwortlichen zu einem Slogan mit Augenzwinkern. (Bild: Michael Hug)
Alphorn-Festivalgelände-Einspielete am Freitagabend. (Bild: PD)
Das Openair Bütschwil ist auch für die Kleinen. (Bild: Michael Hug)
Viele Gäste suchten Schutz vor der Sonne. (Bild: Michael Hug)
Die Barmänner und -frauen sorgten für Abkühlung. (Bild: Michael Hug)
«Private Blend» aus St.Gallen spielten am Freitag. (Bild: Michael Hug)
Auch in der Nacht gut sichtbar. (Bild: Michael Hug)
Die Nacht brachte etwas Abkühlung. (Bild: Michael Hug)
Gute Stimmung auch am Samstagabend. (Bild: PD)
Hinter den Kulissen geht es etwas ruhiger zu. (Bild: PD)
10 Bilder

Schönstes Wetter am Openair Bütschwil

Das Fest fand bei Dietfurt an der Thur statt, ohne alles, was es heute braucht für einen solchen Anlass, also ohne Festzelt, ohne Chemie-WC, ohne Wasseranschluss und mit nur einer Steckdose in einer Scheune auf dem Gelände. Das technische Material schaffte man mit einem Traktor hinunter und benutzte den Anhänger gleich als Bühne. Der Bütschwiler Cornel Kammermann, der mit seiner ehemaligen Band «Miss Moneypenny» zweimal aufgetreten ist und 2004 als Gast dabei war, erinnert sich: «Die hatten null Ahnung, wie viele kommen würden, und wurden dann total überrannt.»

Ein Erfolg von Anfang an

«Es schlug voll ein», meint Severin Ammann, der heute im OK ist und noch immer mit viel Energie jedes Jahr den Event mit auf die Beine stellt. «Da entschlossen wir uns, es ein zweites Mal zu machen. Wir haben ein neues Gelände gesucht und hier oben auf dem Sal bei Bütschwil mit einem sehr entgegenkommenden Bauern gefunden.» Meistens um die 1000 Fans pilgerten jedes Jahr auf den Sal, und meistens regnete es. Doch davon liess sich niemand beeindrucken: «Nächstes Jahr machen wir es wieder.»

Man machte es wieder und wieder, heuer zum 15. Mal und zum ersten Mal mit zwei Bands am Freitagabend. Mit 100 Helfenden, mit Toi-Toi-WCs und fliessendem Wasser. Mit eben diesem Spanferkel als Geburtstagsgeschenk an sich selbst und einem Special Guest: dem «Blutmond». Trinkwasser im Übrigen wurde sparsam eingesetzt und es ging ein wohl eher scherzhaft gemeinter Appell an die Besuchenden: «Wasser sparen, Bier trinken!»

Der «Blutmond» als spezieller Jubiläumsgast. (Bild: Michael Hug)

Der «Blutmond» als spezieller Jubiläumsgast. (Bild: Michael Hug)

Viel Fingerspitzengefühl beim Programm gefragt

Das Musikprogramm war auch dieses Jahr wieder mit viel Fingerspitzengefühl und einem Näschen für das Spezielle ausgesucht worden. Am Freitag spielten «Private Blend» aus St. Gallen und «Led Farmers» aus Irland auf der Nebenbühne im Festzelt. Am Samstag traten auf der Hauptbühne Florian Summer, Nicolas Haelg, «Karavann» und Swiss-Award-Gewinner Damian Lynn auf. Der 26-jährige Zentralschweizer Lynn war der Headliner und Höhepunkt, der Mann der den Song des Schweizer TV zur Fussball-WM 2018 «Feel the Heat» geliefert hat. Heiss war es in der Tat, vor allem im Zelt am Freitagabend, wo «Led Farmers»-Frontsänger Brendan Walsh mit nacktem Oberkörper und einem weissen Tischtuch um die Hüften auftrat: «Keine Angst, Ladys, ich trage noch etwas darunter», rief er lachend ins Publikum.

Brendan Walsh von den «Led Farmers» verzichtet fast ganz auf Kleidung. (Bild: Michael Hug)

Brendan Walsh von den «Led Farmers» verzichtet fast ganz auf Kleidung. (Bild: Michael Hug)

«Total reibungslos verlaufen»

Keine Zwischenfälle, alles sei im grünen Bereich und darüber, meldete das OK am frühen Sonntagmorgen. Mediensprecherin Olivia Hug: «Was soll man sagen, total reibungslos verlaufen, sehr, sehr gute Stimmung und friedlich, die Gäste haben bis zum Morgengrauen im Festzelt getanzt. Sicher auch ein bisschen dem Wetter geschuldet, es war gerade richtig, warm und trocken, am Abend nicht mehr zu heiss.» Ein wenig Eigenlob darf da auch Platz haben: «Ich vermute mal, es hat auch alles so gut funktioniert, weil wir ein eingespieltes Team und alle in ihren Ressorts sattelfest sind. Die gute Besucherzahl an beiden Abenden veranschaulicht, dass sich der Aufwand gelohnt hat und dass das Openair Bütschwil nach 15 Jahren zu einer festen Grösse geworden ist.» Man darf sich darum auf das 16. «Bütschwiler» freuen, meint Hug: «Die anhaltende Freude, die tolle Stimmung und das positive Feedback der Besucher motivieren für künftiges Schaffen.»

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