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Verband informiert in Wattwil: Waldbesitzer sollen unterstützt werden

Im Kantonsrat wird demnächst die Förderung der Waldbewirtschaftung thematisiert. Im Vorfeld warnt der Verband, die Pflege des Waldes werde kostenintensiver, die Holzpreise seien tief.
Die Kantonsräte Christian Spoerlé und Christian Rüegg sowie Gemeindepräsidentin Monika Scherrer lassen sich von Nationalrat Thomas Ammann, Präsident des Verbands Wald St. Gallen und Liechtenstein (vorne, von links), aus erster Hand über die aktuellen Herausforderungen der Waldbesitzer informieren. (Bild: PD)

Die Kantonsräte Christian Spoerlé und Christian Rüegg sowie Gemeindepräsidentin Monika Scherrer lassen sich von Nationalrat Thomas Ammann, Präsident des Verbands Wald St. Gallen und Liechtenstein (vorne, von links), aus erster Hand über die aktuellen Herausforderungen der Waldbesitzer informieren. (Bild: PD)

Damit sich die Politiker über die angespannte Situation bei der Waldbewirtschaftung ein Bild machen können, lud der Verband Wald St. Gallen und Liechtenstein am Donnerstag zu einem Informationsanlass nach Wattwil ein.

Steigende Lohnkosten führen dazu, dass die Waldpflege für die Waldeigentümer immer kostenintensiver wird. Auf der anderen Seite stehen die tiefen Holzpreise, die kaum Erträge abwerfen. Dementsprechend schwierig ist es, die Wälder so zu unterhalten, dass diese ihre wichtigen Aufgaben erfüllen.

Dienstleistungen werden nicht oder nur bescheiden abgegolten

Die Waldeigentümer erbringen zahlreiche Leistungen, von denen verschiedene Anspruchsgruppen profitieren. Meistens werden diese Dienstleistungen nicht oder nur sehr bescheiden abgegolten. Deshalb will die vorberatende Kommission des St.Galler Kantonsrats die staatliche Förderung der Waldbewirtschaftung ausbauen. Die erklärte Absicht ist eine gezielte Abgeltung für aufwendige Waldleistungen. Als Beispiele dafür werden Projekte genannt, die den Trinkwasserspeicher sichern. Weiter sind es Massnahmen, mit denen dem Klima angepasste, artenreiche Wälder entwickelt und erhalten werden. Der letzte Sommer hat an vielen Standorten aufgezeigt, dass wenig gepflegte Wälder, stärker unter der extremen Trockenheit leiden und sich Krankheiten und Schädlinge dort schneller ausbreiten.

Waldbesitzer sollen zudem künftig für Aufwände abgegolten werden, die sie durch die Beanspruchung der Waldflächen durrch die Bevölkerung als Naherholungsgebiet oder für den Aufbau von Schutzwäldern und den Erhalt der Biodiversität haben.

«Förderung ist im öffentlichen Interesse»

An drei regionalen Veranstaltungen orientiert der Vorstand des Verbands Wald St. Gallen und Liechtenstein aus erster Hand über die Herausforderungen und den Unterstützungsbedarf. Ziel dieser Informationsveranstaltungen ist es, die Kantonsparlamentarier und Interessierten zu sensibilisieren. «Um den Erhalt des überlebenswichtigen Waldes sicherzustellen, ist eine zielgerichtete und leistungsbasierte Förderung der Waldleistungen unumgänglich und im öffentlichen Interesse», sagt Nationalrat Thomas Ammann am Informationsanlass in Wattwil.

Ammann präsidiert den Verband Wald St. Gallen und Liechtenstein und versichert, dass es nicht das Ziel sei, Gelder im Giesskannenprinzip an Waldbesitzer zu verteilen. «Davon, wie auch vom Waldfünfliber, über den in anderen Regionen diskutiert wird, sehen wir bewusst ab», sagt Ammann. Die Motion sei offen formuliert und lasse der Regierung den nötigen Spielraum. Zusätzlich könne der Kantonsrat im Rahmen des Budgetprozesses jedes Jahr wieder über die Höhe von allfälligen Fördergeldern entscheiden.

«Über 500000 würden profitieren»

Bei vielen gilt der Wald als Kraft- und Erholungsort. Er geniesst in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert. «Von der Unterstützung würden über 500000 Einwohnerinnen und Einwohner in unserem Kanton profitieren», ist der Verbandspräsident überzeugt. Deshalb forderte er die politischen Vertreter auf: «Die Motion und damit der Wald verdienen ihre Unterstützung.» Anschliessend an den offiziellen Teil nutzten die Kantonsräte die Möglichkeit für vertiefende Gespräche mit den Waldvertretern und informierten sich so aus erster Hand von den Fachleuten über die Veränderungen sowie die damit verbundenen Herausforderungen. (pd)

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