Wahlverlierer Christian Schmid: «Ebnat-Kappel war nicht bereit für einen Quereinsteiger als Gemeindepräsident»

Am Sonntag herrschte Funkstille, am Montag aber äusserte sich der unterlegene Kandidat der Ebnat-Kappler Gemeindepräsidentenwahl zu seiner Niederlage.

Sabine Camedda
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Christian Schmid konnte die Ebnat-Kappler im Rennen um das Gemeindepräsidium nicht überzeugen.

Christian Schmid konnte die Ebnat-Kappler im Rennen um das Gemeindepräsidium nicht überzeugen.

Bild: PD

Die Bürgerschaft von Ebnat-Kappel hatte am Sonntag die Wahl um das Gemeindepräsidium. Die Wahl fiel deutlich aus: Mit 1235 Stimmen schaffte Jon Fadri Huder die Wahl im ersten Wahlgang. Christian Schmid blieb mit 912 Stimmen unter dem absoluten Mehr. Christian Schmid war am Sonntagabend für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Am Montag aber beantwortete er die Fragen.

Sie haben die Wahl zum Gemeindepräsident von Ebnat-Kappel verpasst. Wie ist Ihre Reaktion?

Christian Schmid: Es ist sehr schade, dass es mir nicht zur Wahl gereicht hat. Ich bin aber zufrieden, dass über 900 Stimmbürger von Ebnat-Kappel sich bewusst für mich entschieden und mir ihre Stimme gegeben haben, und ich bedanke mich bei ihnen. Wenn ich zudem bedenke, dass ich als Alleinkämpfer einem Kandidaten gegenüberstand, der eine breite Unterstützung der Parteien, der Findungskommission und der Dorfkorporation hinter sich wusste, darf ich mit meinem Resultat zufrieden sein.

Wie erklären Sie sich die Wahlniederlage?

Vielleicht ist Ebnat-Kappel noch nicht bereit für einen mutigen Schritt mit einem Quereinsteiger als Gemeindepräsident. Der Wahlkampf war intensiv und es ist viel gelaufen. Wohl ist es mir nicht gelungen, die Mehrzahl der Stimmbürger von mir zu überzeugen.

Sie erwähnten den Wahlkampf, wie haben Sie diesen erlebt?

Es war für mich eine schwierige Zeit, denn ich hatte stets das Gefühl, dass wir beide Kandidaten nicht mit gleich langen Spiessen kämpfen konnten. Ich hätte mir zum Beispiel gewünscht, dass auch ich mich bei allen Parteien hätte vorstellen dürfen. Vielleicht hätte ich so noch den einen oder anderen Wähler überzeugen können. Zudem waren die Aktionen, die gegen mich eingesetzt und mit denen gegen mich gekämpft wurde, zum Teil auf sehr tiefem Niveau. Damit habe ich nicht gerechnet.

Ein Sitz im Gemeinderat von Ebnat-Kappel ist noch frei, Sie haben am Sonntag 69 Stimmen für den Gemeinderat erzielt. Ist der zweite Wahlgang als Gemeinderat für Sie ein Thema?

Nein, ich habe nicht vor, mich im November zur Wahl zu stellen.

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