Regionalfussball: Vorhersagen sind bereits Makulatur

In den Startrunden gab es bereits einige faustdicke Überraschungen. Mit Ausnahme der Bazenheider spielen am Wochenende alle Fanionteams in der Fremde.

Beat Lanzendorfer
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Bazenheid, rechts Robin Früh, hat sich nach zwei Spieltagen in eine missliche Lage manövriert. Im Heimspiel am Samstag gegen Chur 97 wird von den sieglosen Alttoggenburgern der erste Dreier der Saison erwartet. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Bazenheid, rechts Robin Früh, hat sich nach zwei Spieltagen in eine missliche Lage manövriert. Im Heimspiel am Samstag gegen Chur 97 wird von den sieglosen Alttoggenburgern der erste Dreier der Saison erwartet. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Prognosen beim Fussball gleichen häufig denjenigen beim Wetter – sie treffen nur im begrenzten Ausmass zu. Wer hätte schon gedacht, dass Bazenheid nach zwei Spieltagen im hinteren Teil der Tabelle anzutreffen ist. Nun wird am Samstag gegen das ebenfalls noch sieglose Chur 97 eine Reaktion seitens der Spieler erwartet.

«Ich glaube, Herisau wird in dieser Saison gegen den Abstieg spielen», sagt Wattwil-Bunt-Trainer Patric Porchet. Pech nur, dass sein Team nach vierjähriger Zweitliga-Abstinenz ausgerechnet gegen den vermeintlichen Abstiegskandidaten mit 1:2 verloren hat. «Wir können uns steigern.» Dies wird nötig sein. In Runde 2 treffen die Neutoggenburger auf Bronschhofen, das nach der Startpleite gegen Wängi ebenfalls bereits unter Zugzwang ist.

Bütschwil steht in der 3. Liga an der Spitze

Eigentlich müsste jetzt Schluss sein, dann würde das Toggenburg mit Bütschwil einen weiteren Zweitligisten stellen. Durch den 2:1-Sieg in Henau und weil die Strafpunkte noch nicht addiert worden sind, steht die Breite-Elf an der Ranglistenspitze. Nun sieht der Spielplan bereits das zweite Auswärtsspiel innert vier Tagen vor.

Mit der vorhandenen Euphorie müsste es gegen Zweitligaabsteiger Weinfelden-Bürglen doch möglich sein, zumindest einen Teilerfolg zu realisieren. Wie meinte doch das Bütschwiler Urgestein Martin Raschle nach dem überraschenden Erfolg in Henau: «Es hat Spass gemacht, der jungen Mannschaft zuzuschauen, da kommt etwas Vielversprechendes nach.»

Schlechter Start für Neckertal-Degersheim

Weniger erfreulich fiel das Saisondebüt für Neckertal-Degersheim aus. Aufsteiger Wil war, tatsächlich der erwartet harte Brocken, und hat die Punkte beim 2:1-Sieg keineswegs gestohlen. Wie stark Tobel ist, der Gegner der Neckertaler am Samstag, lässt sich schwierig einschätzen. Das 3:1 gegen Abstiegskandidat Uznach war erwartet worden und daher wenig aussagekräftig.

Das 4:2 von Ebnat-Kappel gegen Kirchberg ist eines jener Resultate, das im Vorfeld nicht erwartet worden ist. Sollte es im zweiten Auswärtsspiel, nun geht es nach Gossau, erneut ein positives Resultat absetzen, hätten die Obertoggenburger die Gewissheit, dass sie vorne mithalten können. Geheimfavorit Kirchberg hingegen muss zu Niederstetten. Das Spiel findet zwar nicht mehr auf der berüchtigten Rehwiese statt, sondern auf der Henauer Rüti, Vorsicht gegen den Aufsteiger ist trotzdem angebracht.

Bütschwil-Neckertal peilt bei den Frauen nach dem 3:2 in Widnau gegen Buchs den zweiten Dreier an. Gegen jenes Buchs, das als Aufsteiger am Dienstag Ebnat-Kappel mit 2:1 schlug. Die Obertoggenburgerinnen müssen erst am 5. September wieder ran, dann aber im Derby gegen Neckertal.