Vorbürgerversammlung von Mosnang: Noch sitzen nicht alle Antworten

Die Vorgemeinde in Dreien verlief ruhig, wobei es eine kleine Überraschung bei der Vakanz der Primarschulleitung gab.

Timon Kobelt
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Bildungsthemen erhalten an den Vorbürgerversammlungen traditionell viel Raum, weshalb Schulratspräsident Max Gmür ausführlich über aktuelle Themen aus Mosnangs Schulen berichtete. (Bild: Timon Kobelt)

Bildungsthemen erhalten an den Vorbürgerversammlungen traditionell viel Raum, weshalb Schulratspräsident Max Gmür ausführlich über aktuelle Themen aus Mosnangs Schulen berichtete. (Bild: Timon Kobelt)

Der Rahmen und die Atmosphäre im «Pöstli» in Dreien erinnerten eher an eine Klassenzusammenkunft denn an eine Vorbürgerversammlung. Unter den 16 Anwesenden, darunter drei Gemeinderäte und der Gemeindepräsident, herrschte gelöste Stimmung. Die kleine Anzahl lässt sich damit erklären, dass an der Bürgerversammlung vom nächsten Mittwoch über keine Gutachten befunden wird. Budget und Steuerfuss 2020 sowie die allgemeine Umfrage sind die einzigen Traktanden. Gemeindepräsident Renato Truniger sah es positiv:

«In so einer trauten Runde ist vielleicht die Hemmung kleiner, gewisse Fragen zu stellen.»

Ironischerweise hatte Truniger auf die erste Frage aus dem Publikum, welche einen Betrag von 50'000 Franken für den Unterhalt des Vermessungswerks betraf, keine Antwort parat. «Auch dafür ist die Vorversammlung gut. Jetzt weiss ich, dass ich diesbezüglich für nächste Woche noch einmal über die Bücher muss», sagte der Gemeindepräsident, worauf Gelächter durch den Saal hallte.

Der Präsident übernimmt Schulleitung ad interim

Die Vorversammlungen in Mosnangs Aussendörfern sind auch nützlich, um vertieft Einblick in Themen wie etwa die Bildung zu geben. So ergriff bald einmal Schulratspräsident Max Gmür das Wort. Die beiden grössten Projekte, der Schulhausneubau in Libingen und der Erweiterungsbau in Mühlrüti, seien soweit auf Kurs. Nach wie vor sei das Ziel, dass die Bürgerschaft im Frühling 2020 an der Urne über die beiden Vorlagen abstimmen könne. Zudem sei entweder für den Dezember oder Januar eine Informationsveranstaltung geplant.

Auf Interesse stiessen seine Ausführungen zum Thema Schulleitung Primarschule Monsnang. Der aktuelle Schulleiter Kilian Imhof tritt Anfang 2020 eine neue Stelle an. «Interimistisch werde ich die Schulleitung bis zu den Sommerferien übernehmen, denn es ist unrealistisch, dass wir vorher eine geeignete Person finden», sagte Gmür. Erste Bewerbungsgespräche würden im Januar stattfinden. Aus dem Publikum kam die Bemerkung, dass der Nachfolgeprozess spät angegangen werde. Man habe schon länger von Kilian Imhofs Entscheid gewusst. Er übernehme für den etwas verspäteten Bewerbungsprozess die volle Verantwortung, sagte Max Gmür.

«Ich bin nach Kilians Kündigung bewusst auf die Bremse getreten und wollte zunächst überprüfen, ob unser Schulleitungsmodell überhaupt noch zeitgemäss ist.»

Zu den Zahlen der Schule kamen keine Fragen. Das Budget sieht einen Finanzbedarf von rund 8 Millionen Franken vor.

Gemeinderat will direkt über Erfolgsrechnung zahlen

Renato Truniger, Gemeindepräsident von Mosnang. (Bild: PD)

Renato Truniger, Gemeindepräsident von Mosnang. (Bild: PD)

Insgesamt resultiert ein Budget der Gemeinde mit einem Ertragsüberschuss von knapp 184'000 Franken. Den Steuerfuss möchte der Gemeinderat nach zweimaliger Senkung bei 137 Prozent belassen. «In Anbetracht der hohen Investitionen, die anstehen, haben wir bewusst darauf verzichtet, den Steuerfuss weiter zu senken», sagte Gemeindepräsident Truniger. Eine Erhöhung sei aufgrund der positiven und stabilen Finanzplanung kein Thema gewesen.

Die generelle Philosophie des Gemeinderats sei es, möglichst viel direkt über die Erfolgsrechnung zu bezahlen. Die Aktivierungsgrenze – der Punkt, ab dem ein Projekt statt in die Erfolgsrechnung in die Investitionsrechnung aufgenommen wird – liegt bei 100'000 Franken.

Ein Projekt, das Eingang ins Budget der Investitionsrechnung im Bereich Verkehr gefunden hat, ist die Sanierung des Strassenabschnitts zwischen dem ehemaligen Restaurant Sonnhalden und dem Einlenker in die Kantonsstrasse im Schrinersberg. Über das Projekt muss an der Urne abgestimmt werden, da sich die geschätzten Kosten auf rund 1,6Millionen Franken belaufen.