Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Vorbürgerversammlung Lütisburg: Die Zahlen sind rosig – Gegen das Schulhaus Neudorf hagelt es Einsprachen

An der Vorbürgerversammlung vom Mittwochabend blieben die Diskussionen aus. Schulratspräsident Josef Rütsche bestätigte aber, dass sechs Einsprachen gegen die Erweiterung des Schulhauses Neudorf eingegangen sind.
Timon Kobelt
Gemeindepräsidentin Imelda Stadler musste nur wenige Fragen aus dem Publikum beantworten. (Bild: Timon Kobelt)

Gemeindepräsidentin Imelda Stadler musste nur wenige Fragen aus dem Publikum beantworten. (Bild: Timon Kobelt)

Womöglich wollten die rund 60 Anwesenden am Mittwochabend pünktlich zur zweiten Halbzeit des Champions-League-Knallers Bayern München – Liverpool zu Hause sein. Denn an der Vorbürgerversammlung in Lütisburg, deren Zweck es ist, ausführlich über die Anträge von Gemeinde- und Schulrat zu diskutieren, hatten die wenigsten Bürger Redebedarf.

Allerdings hatten die Räte der politischen Gemeinde und der Primarschulgemeinde auch überwiegend Positives zu berichten. Die Erfolgsrechnung der politischen Gemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 135'258 Franken ab. Budgetiert war ein Verlust von 431'500 Franken. Laut Gemeindepräsidentin Imelda Stadler kommt die Abweichung hauptsächlich wegen höherer Steuereinnahmen zustande. Sie zeigte eine Grafik von Ueli Maurer, der in eine Kristallkugel schaut, und sagte dazu:

«Ueli Maurer hat sich bei seinem Budget um Milliarden verschätzt. Wir uns um etwas weniger.»

4203 Franken Vermögen pro Einwohner

Positiv ist auch Nettovermögen der Gemeinde in der Höhe von rund 6,6 Millionen Franken. Dies entspricht 4203 Franken pro Einwohner. «Das ist sehr erfreulich, zumal kantonal eine Nettoschuld je Einwohner von 535 Franken besteht», sagte Imelda Stadler. Schlechter sieht es jedoch bei der durchschnittlichen Steuerkraft pro Einwohner aus. Dort belegt Lütisburg den 72. Rang unter den 77 Gemeinden im Kanton.

Den Steuerfuss will der Gemeinderat bei 135 Prozent belassen. Im Geschäftsbericht steht zwar, dass eine Senkung in der aktuellen finanziellen Situation durchaus vertretbar wäre. «Doch aufgrund anstehender Investitionen erachten wir es als sinnvoll, den Steuerfuss vorläufig nicht zu senken», sagte Imelda Stadler. Das Budget der laufenden Rechnung 2019 rechnet mit einem Ertragsüberschuss in der Höhe von 107'500 Franken. Mit einem Schmunzeln erklärte Imelda Stadler:

«Aufgrund des neuen Rechnungslegungsmodells des Kantons dürfen wir nur noch vom Budget und nicht mehr vom Voranschlag sprechen.»

Die Begrifflichkeiten sind wohl die simpelsten Änderungen, die mit der Einführung des neuen Rechnungslegungsmodells (RMSG) einhergehen. Denn sowohl Imelda Stadler wie auch Schulratspräsident Josef Rütsche betonten, dass RMSG sei für Lütisburg eine grosse Herausforderung. Beide unterstrichen auch, wie wertvoll die Personale des Finanzverwalters Andreas Mettler sei, denn mit ihm habe Lütisburg einen absoluten Profi in seinen Reihen.

Es geht um die Psyche

Der Finanzteil sorgte für wenig Diskussionen. Einzig bei der Verwendung des Gewinns wurde nachgehakt. Der Gemeinderat will 100'000 Franken als Einlage in eine Vorfinanzierung Mehrzweckhalle legen, die restlichen rund 35'000 Franken sollen dem Eigenkapital zugewiesen werden. «Was sind die Vorteile dieser Vorfinanzierung», wollte ein Bürger wissen. Imelda Stadler antwortete, dieser Schritt sei vor allem ein Zeichen seitens des Gemeinderates, dass dieser wie der Schulrat eine neue Halle begrüsse. Man könne die 100'000 Franken auch wieder einer anderen Verwendung zuführen. «Also geht es rein um eine positive Psyche», resümierte der Votant, was zu Gelächter im Saal führte. Es gab keine Statements gegen den Vorschlag des Gemeinderates.

Auch bei der Primarschule ging der Finanzteil reibungslos vonstatten. Der Finanzbedarf der Primarschule betrug rund 2,6 Millionen Franken. Budgetiert waren gut 2,7 Millionen Franken gewesen. Für 2019 meldet die Schule im Budget einen Finanzbedarf von 2,6 Millionen Franken an. Besonders erfreulich ist laut Schulratspräsident Josef Rütsche, dass mehr Schüler von angrenzenden Gemeinden wie Jonschwil in Lütisburg zur Schule gehen als umgekehrt.

Sechs Einsprachen gegen Schulhaus Neudorf

Weniger erfreulich für den Schulrat ist, dass gegen die Erweiterung des Schulhauses Neudorf sechs Einsprachen eingegangen sind. «Solange die Verfahren laufen, nimmt der Schulrat öffentlich keine Stellung. Aber klar ist, dass wir mit den Einsprechern saubere Lösung finden wollen», sagte der noch amtierende Schulratspräsident.

Am 31. März wird Josef Rütsche aus seinem Amt scheiden. Noch einmal betonte er an der Vorbürgerversammlung, dass er seinen Rücktritt als Chance sehe. «Die Themen der Zukunft wie Einheitsgemeinde oder eine neue Turnhalle sollen unbelastet angegangen werden können», sagte Josef Rütsche.

Hinweis

Die Bürgerversammlung findet am Donnerstag, 28.März, ab 20 Uhr in der Turnhalle Lütisburg statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.