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Vor 20 Jahren wurde die Thur dort verbaut, wo sie über Felsen springt

Das «Toggenburger Tagblatt» veröffentliche jede Woche Begebenheiten aus vergangenen Zeiten. Was ist vor 100, 50, 20 oder 10 Jahren im Toggenburg passiert?
Auf dem Känzeli-Plateau, wo das Wasser 20 Meter in die Tiefe stürzt, wurde damals eine neue, rund 150 Zentimeter hohe Prallwand erstellt. (Bild: PD)

Auf dem Känzeli-Plateau, wo das Wasser 20 Meter in die Tiefe stürzt, wurde damals eine neue, rund 150 Zentimeter hohe Prallwand erstellt. (Bild: PD)

Vor 100 Jahren

18. Oktober: Oberes Toggenburg. Aufgemuntert durch die erfreuliche Reisenden-Frequenz der Postautokurse Buchs–Nesslau (im Monat August 1919 allein zirka 13'000 Personen) wird von Toggenburger Seite die Frage einer Bahnverbindung Buchs–Nesslau in Erwägung gezogen.

Zur Aufklärung in dieser Angelegenheit fand im Hotel Sternen in Unterwasser eine aus allen interessierten Gemeinden von Buchs bis Nesslau zahlreich beschickte Konferenz statt, an der auch die Direktion der Bodensee-Toggenburgbahn vertreten war. Aus der Diskussion ging einstimmig hervor, dass nur eine elektrische Schmalspurbahn mit teils eigenem Trassee, teils mit Benützung der Staatsstrasse, in Frage kommen könne und so in Form einer Trambahn den örtlichen Verhältnissen am besten entsprechen dürfte.

22. Oktober: Lichtensteig. Am Sonntag während des Vormittagsgottesdienstes wurde im katholischen Pfarrhause eingebrochen. Der Dieb sprengte eine Kassette auf und entwendete deren Barschaft. Die Wertpapiere zerriss er. Offenbar musste sich der Einbrecher unsicher gefühlt haben, denn die Untersuchung zeigte, dass noch zwei Banknoten da waren, die der Dieb jedenfalls nicht aus Bescheidenheit zurückgelassen hat.

Vor 50 Jahren

20. Oktober: Oberhelfenschwil. Baubeginn des neuen Gemeindehauses. Das Bauwerk, das auf ca. 500'000 Franken zu stehen kommt, wird zweckmässige Räume für die Gemeindeverwaltung erhalten. Dank der Schenkung der Firma Walter Schwarzenbach AG in Necker von 100'000 Franken haben die Steuerpflichtigen keine zusätzliche Bausteuer zu leisten. Zusammen mit der Zustimmung zu diesem Neubau hat die Bürgerschaft beschlossen, als Ersatz neben der Adler-Liegenschaft Parkmöglichkeiten zu schaffen. Dank der Initiative von Alt-Gemeindammann Zogg konnte mit dem Eigentümer der Adler-Liegenschaft ein Baurechtsvertrag vereinbart werden.

22. Oktober: Ganterschwil. Die Letzibrücke, die Lütisburg und Ganterschwil verbindet, wurde dem Verkehr übergeben. Das Bauwerk ersetzt die im Jahre 1853 erstellte und baufällig gewordene Holzbrücke. Die neue Hochbrücke überspannt mit einer Länge von 150 Metern einer Breite von 8,2 Meter in einer Höhe von 18 bis 25 Meter das Neckertobel. Der neue Übergang kann auf seiner ganzen Länge neben seinem Eigengewicht eine Nutzlast von 600 Tonnen tragen, auch muss die Brücke einer seitlichen Windkraft von ca. 110 Tonnen standhalten.

Vor 20 Jahren

22. Oktober: Unterwasser: Im Chämmerlitobel wird die 1927 erstellte Felsgalerie instand gestellt. Tausende von Gästen pilgerten schon ins Chämmerlitobel. Hatten sie Pech, dann war nichts vom stiebenden Wasser zu sehen. Die Säntisthur versiegt in Trockenperioden oder donnert bei Gewittern und Unwettern als Wildbach talwärts. An Pfingsten schoss der Bach aber mit geballter Kraft durch Unterwasser. Die Wassermassen verschütteten verschiedene Liegenschaften.

In Mitleidenschaft gezogen wurde auch die Umgebung des Wasserfalls am Chämmerlitobel. Die vom Zahn der Zeit angenagte Prallwand am Känzeli und die Steintreppe wurden vom Hochwasser zerstört. Vor 72 Jahren wurde die Felsengalerie von Ernst Waldburger aus dem Fels gehauen. Waldburger und sein Gehilfe Oberst Feiss schlugen einen mannshohen Tunnel durch den Berg.

Anfangs der Dreissigerjahre stand der Erbauer Ernst Waldburger an schönen Tagen persönlich am Eingang der Felsengalerie, um den Obolus – 20 Rappen – pro Person einzuziehen. Später wurde eine «Münztrülle» und das elektrische Licht installiert. Die Touristenattraktion wurde auch von der niederländischen Königin besucht. Und vor 15 Jahren drehte ein italienischer Western-Regisseur am Wasserfall im Chämmerlitobel Sequenzen zum Film «Phänomena».

Vor 10 Jahren

20. Oktober: Bazenheid. Rund 19 Jahre lang war der Hochkamin der Kehrichtverbrennungsanlage Bazenheid weithin sichtbar. Jetzt muss der Hochkamin einem neuen Kamin weichen, der deutlich weniger markant ist. Das rotweisse Wahrzeichen wird derzeit abgebaut. Bereits ist ein spezieller Kran aufgestellt, die Rauchgasrohre im Innern sind entfernt. In den nächsten Wochen wird der 95 Meter hohe Kamin Stück um Stück abgetragen.

21. Oktober: Wattwil. Bleichi wird Casablanca. Vor acht Jahren schloss die Firma Heberlein ihre Tore. Das Areal ist weitgehend eine Industriebrache. Zögerlich wird auf dem Areal gebaut und renoviert: Aldi machte den Anfang. Das eben renovierte Gebäude an der Ebnaterstrasse 70 wurde allen Interessenten gezeigt. Und der symbolische Spatenstich im ehemaligen markanten Bleicherei-Gebäude fand ebenso statt. In einem Jahr sollen die dort entstehenden 13 Wohnungen, Büros und Gewerberäume bezogen sein. Der fantastischen Aussicht entsprechend werden die entstehenden Lofts nicht ganz billig.

22. Oktober: Ebnat-Kappel. An der Kapplerstrasse entsteht ein neues Gebäude. Bauherrin ist die gegenüber domizilierte Morga AG, die damit ihre Lagerkapazität steigert. Vor dem Bau sind Parkplätze vorgesehen, um die Situation beim Laden zu verbessern.

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