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Von stimmgewaltig bis zu leiser Harmonie – niederländischer Chor begeistert in Alt St.Johann

Raumfüllende Männerstimmen mit Orgelbegleitung und fein-harmonische Jodelklänge: Das Konzert «Meer und Berge jubeln zusammen» bleibt Einheimischen und Gästen unvergessen.
Adi Lippuner
Das «Grosser Gott wir loben dich», wird vom «Mannkoor» dem Jodelclub Säntisgruess und dem Publikum gemeinsam gesungen. (Bild: Adi Lippuner)

Das «Grosser Gott wir loben dich», wird vom «Mannkoor» dem Jodelclub Säntisgruess und dem Publikum gemeinsam gesungen. (Bild: Adi Lippuner)

Für einmal gab es am Donnerstagabend in der katholischen Kirche Alt St. Johann ungewohnte Klänge. Der «Mannenkoor Hallelujah» aus Urk in den Niederlanden sang stimmgewaltig christliche Lieder mit Orgelbegleitung von Heidi Preisig-Bollhalder.

Der Jodelclub Säntisgruess – bekannt unter anderem für seine Psalmen und Lieder der Toggenburger Messe von Peter Roth, aber auch für Naturjodel – füllte mit fein-harmonischen Klängen die Kirche. Der Titel des Konzerts, «Meer und Berge jubeln zusammen», war Programm.

Beim Psalm 98 heisst es beim Originaltext, wie vom Gastchor gesungen: «Singt, singt dem Herrn neue Lieder, er ist’s allein der Wunder tut.» Der 66-köpfige «Mannenkoor» unter der Leitung von Bert Moll sang dieses Lied aus tiefstem Herzen, sozusagen aus echter Überzeugung.

Harmonische Gegensätze

Etwas später, beim Wechsel der Chöre, war die Version des Jodelclub Säntisgruess unter der Leitung von Hans-Jakob Scherrer zu hören: «Mer singet em Herr es neus Lied und danket, dass er viel Wunder tuet.» Fast die gleichen Worte, allerdings mit feinen und doch raumfüllenden Tönen. Dazu die Jodelstimmen – «Hühnerhautfeelig», wie eine Konzertbesucherin am Schluss mit strahlenden Augen betonte.

Beim Gastchor ging es mit den Psalmen sozusagen Schlag auf Schlag, nach Psalm 98 folgte 135, dann die Hymne an Gott, die Psalmen 42 und 99, das Lied «Am kühlen Morgen», gefolgt von den Psalmen 105 und 150 und «Herr nun selbst den Wagen halt», mit Text und Melodie von Zwingli – einem der Lieder, die von Chor und Publikum gemeinsam gesungen wurden. Sozusagen als Schlusspunkt gab’s eine Auswahl bekannter Spirituals und dann stimmten die Sänger die Niederländische Nationalhymne an. Gemeinsam sangen Chor und Publikum und das «Grosser Gott wir loben dich».

Der Jodelclub Säntisgruess begann seinen Auftritt mit dem Psalm 98, liess einen Naturjodel folgen, und wechselte dann zu Psalm 23, «Du Gott bisch min Hirt» – Hans-Jakob Scherrer im Anschluss an das Konzert: «Wenn es mich am ganzen Körper friert und ein Lied so berührt, dass ich kaum mehr dirigieren kann, dann stimmt einfach alles.» Doch auch das «Üsere Vater im Himmel» ging unter die Haut und für die Gäste aus Holland bot der «Beckijodel» Grund genug, ihre Smartphones in die Höhe zu halten und den Auftritt, sozusagen als Erinnerung an die Toggenburger Tradition, festzuhalten.

Rundum zufriedene Gesichter

Organisator Walter Hehli – er arbeitete während zwei Jahren an den Vorbereitungen für den Besuch aus den Niederlanden – wurde mit einem Bild beschenkt, welches Meer und Berge und die Allgegenwärtigkeit von Gott darstellt. Hans-Jakob Scherrer sagte bei seinem Dank an die Gäste: «Es ist beeindruckend, dass ihre eine 14-stündige Reise auf euch nehmt, um hier und in Rapperswil ein Konzert geben zu können. Für uns Jodler ist es ungewohnt, im Sommer, wenn die meisten auf den Alpen sind, ein Konzert zu geben. Aber der Aufwand hat sich mehr als gelohnt.»

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