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Bräker-Theater: «Von räss über lieb zu trauernd»

Noch eine Woche proben, dann muss das Stück sitzen: Ab Freitag kommt es auf dem Hof Dreyschlatt, dem Wohnort von Ueli Bräker, zur Theateraufführung «Ueli Bräker – der arme Mann im Tockenburg».
Urs Nobel
Adrian Wichser aus Dussnang ist der Hauptdarsteller. Er nimmt die Rolle des 57-jährigen Ueli Bräkers ein. (Bild: PD)

Adrian Wichser aus Dussnang ist der Hauptdarsteller. Er nimmt die Rolle des 57-jährigen Ueli Bräkers ein. (Bild: PD)

Heute in einer Woche ist die Premiere bereits vorüber, dann wissen die Schauspieler der Bühne Thurtal, ob sich die vielen Proben gelohnt haben. Und die Verantwortlichen, ob sich der Mut, die Inszenierung an einem derart abgelegenen Ort durchzuführen, ausbezahlt hat.

Die Vorbereitungen zu «Ueli Bräker – der arme Mann im Tockenburg» befinden sich zur Zeit in der Endphase. Nachdem am Montag die Zuschauertribüne aufgestellt und das Theaterstück stückweise erstmals am Originalort geprobt wurde, stehen an diesem Wochenende Intensivproben bevor. Nach drei Hauptproben nächste Woche soll gemäss Regisseur Stefan Camenzind alles klappen, damit schon die Premiere zu einem Erfolg wird. 15 weitere Aufführungen bis am 12. August sollen dem Erstauftritt folgen.

Der Historiker ist schuld

«Man muss etwas verrückt sein», begründet Willy Hollenstein, Produktionsleiter und Präsident der Theatergruppe Thurtal, die Wahl des Durchführungsortes Dreyschlatt. «Schuld ist unser Historiker Willy Schönenberger aus Gähwil, für den kein anderer Ort als das Wohnhaus von Ueli Bräker in Frage kam. Ich war anfänglich etwas skeptisch, das schwierige Stück überhaupt aufzuführen.» Willy Schönenberger selbst ist im Verlauf der Aufführung einer von vier Uelis, welche Bräkers Lebensgeschichte darstellen.

Bisher 100 Schauspieler

Die Bühne Thurtal wurde 2010 gegründet. Rund 100 Schauspielerinnen und Schauspieler – allesamt Laien aus der ganzen Ostschweiz – standen bisher auf der Bühne. Mehrere von ihnen mehrmals. Insgesamt rund 40000 Besucherinnen und Besucher haben zum Publikumserfolg der vier bisherigen Inszenierungen beigetragen. Aufgeführt wurden 2011 die Idda vom Toggenburg, 2012 d’Geierwally, 2014 der Besuch der alten Dame sowie 2016 die Stickerin aus dem Thurtal. (pd)

Die Skepsis ist unterdessen auch bei Hollenstein eliminiert und hat einer Begeisterung Platz gemacht, mit der sich nicht nur er, sondern alle Schauspieler angesteckt haben.

Vorverkauf ist ordentlich angelaufen

Sonja Bräker, die ihren Auftritt als Ehefrau Salome von Ueli Bräker hat, im realen Leben aber weder verwandt noch verschwägert mit Ueli ist, fasst das ganze Theaterstück in einem Satz zusammen: «Es ist eine Gefühlsentwicklung von räss über lieb zu trauernd.» Als Thurgauerin – sie wohnt in Freidorf – muss sie nun fast täglich eine relativ grosse Wegstrecke bis zum Aufführungsort auf sich nehmen. Sie hofft, dass der abgelegene Ort, an dem das Theaterstück stattfindet, nicht den einen oder anderen möglichen Zuschauer von einem Besuch abhält.

Ihre Bedenken scheinen jedoch unbegründet zu sein. Der Vorverkauf ist schon ordentlich angelaufen. Tickets sind jedoch noch in verschiedenen Kategorien für alle Aufführungstage erhältlich.

Vorverkauf

Tickets – auch in Form von Gutscheinen – sind per Mail (ticketing@buehnethurtal.ch) erhältlich.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels war vom Geburtshaus von Ueli Bräker die Rede. Das Haus am Schauplatz dieses Theaterstücks ist jedoch nicht das Geburtshaus - dieses steht im Näppis (Scheftenau, Wattwil) -, sondern ein späterer Wohnort.

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