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Familie Hüberli baut aus dem Hühnerstall ein Traumbeizli

Am 1. August vor einem Jahr öffnete das Obern Stöbli in Ennetbühl seine Türen zum ersten Mal. Die heimelige Bergwirtschaft, die von Familie Hüberli geführt wird, war der langjährige Traum von Tochter Daniela.
Corinne Bischof
Ein eingespieltes Team, nicht nur beim Sonntagsbrunch im Obern Stöbli: Vreni, Walter und Daniela Hüberli. (Bild: Corinne Bischof)

Ein eingespieltes Team, nicht nur beim Sonntagsbrunch im Obern Stöbli: Vreni, Walter und Daniela Hüberli. (Bild: Corinne Bischof)

Ein Jahr ist es her, seitdem Familie Hüberli aus Ennetbühl das Obern Stöbli eröffnet hat. Seither führt Tochter Daniela gemeinsam mit ihrer Mutter Vreni Hüberli die Bergwirtschaft im kleinen Stil auf 1'200 Metern über Meer. «Ich wollte schon immer Wirtin sein», erzählt Daniela Hüberli. Deshalb machte die gelernte Bäckerei-Verkäuferin gleich nach der Lehre das Wirtepatent, um ihrem Traum ein Stück näherzukommen.

Ein Familienprojekt, das vollen Einsatz verlangt

Die Geschichte des Obern Stöblis begann aber damit, dass Daniela Hüberli einen Outdoor-Holzpool geschenkt bekam. «Immer wieder kamen Freunde zum Baden vorbei und wir assen gemeinsam Fondue», erzählt Daniela Hüberli. So sei die Idee entstanden. Nach einiger Zeit entschlossen sie und ihre Mutter sich dazu, ihren Traum von der eigenen Wirtschaft im kleinen Stil endlich zu erfüllen. «Wir arbeiten gerne in der Küche, im Service und unterhalten uns gerne mit den Gästen. Das ist sozusagen unsere grösste Leidenschaft», sagt Daniela Hüberli über sich und ihre Mutter Vreni Hüberli.

Bei der Umsetzung ihres Traumes half die ganze Familie mit. Der Bruder, der Zimmermann ist, baute den Hühnerstall kurzerhand zum gemütlichen «Stöbli» um. Der Vater plättelte den Boden und der Cousin, der Stromer ist, machte die Elektrik. Daniela Hüberlis Freund installierte die Heizung und die sanitären Anlagen. «So haben wir eigentlich alles selber gemacht», meint Daniela Hüberli.

Nicht nur beim Umbau half die ganze Familie mit. Auch heute noch arbeiten Mutter, Tochter und Grosi in der Wirtschaft. Die Geschwister Monika, Hansruedi und Andreas helfen mit, wenn sie zu Hause sind. Anfangs habe es noch Schwierigkeiten gegeben, aber heute ist klar aufgeteilt, wer für was zuständig ist. «Es funktioniert, weil alle am selben Strick ziehen», sagt Daniela Hüberli. Der Vater Walter Hüberli ist «der Bademeister», wie sie mit einem Lachen erzählt. Der Outdoor-Holzpool wurde nämlich Teil des Obern Stöblis. Im Winter kommen immer wieder Gäste vorbei, welche die Aussicht auf die Toggenburger Bergwelt bei einem heissen Bad und einem der zehn verschiedenen Fondues geniessen.

Das Stöbli ist geöffnet auf Anmeldung

Das Obern Stöbli ist an einem Sonntag im Monat geöffnet. Dann gibt es Brunch auf Anmeldung und ein fixes Menü am Mittag, dazu selbst gemachte Desserts. Allgemein wird alles, was selbst hergestellt werden kann, von Daniela oder Vreni Hüberli gemacht. «Wir achten darauf, dass alles aus der Region kommt.» Ansonsten wird das Stöbli auch unter der Woche oder an Wochenenden auf Anmeldung ab sechs Personen geöffnet. «Wir haben hier keinen Wander-Tourismus», erzählt Daniela Hüberli, «einfach so kommt hier niemand vorbei. Deshalb öffnen wir meistens auf Anmeldung.»

Die Gäste des Obern Stöblis kommen von überallher. «Am Sonntag sind es meistens Einheimische aus dem Dorf, die spontan vorbeikommen. Aber ansonsten hatten wir schon alles hier», sagt Daniela Hüberli. Eine Poltergruppe aus der Stadt St. Gallen beispielsweise, oder aus dem Glarnerland, die auf Instagram oder Facebook vom Obern Stöbli gehört haben. Im Stöbli kann auch übernachtet werden, entweder im Massenlager oder auf Heu-Betten.

Man spürt die Dankbarkeit der Gäste

Die Familie Hüberli betreibt das Obern Stöbli aus Leidenschaft. Die Eltern betreiben gleichzeitig einen Bauernhof und Daniela Hüberli arbeitet im Vollpensum als Kauffrau. Dass die Hüberlis Herz und Blut in ihre Wirtschaft stecken, ist ihnen anzumerken.

Auch nach einem Jahr macht Daniela Hüberli das Wirten noch Spass – auch wenn sie manchmal lieber selber wandern gehen würde. «Aber sobald ich die Dankbarkeit der Leute spüre, ist alles vergessen. Hier wird die Bodenständigkeit sehr geschätzt.»

Hinweis

Nächste Woche findet im Stöbli ein 1.-August-Brunch statt.
www.fondue-baden.ch

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