VOLLEYBALL
Wieder nichts: Volley Toggenburg bleibt nach schwacher Leistung weiter ohne Punktgewinn

In der NLA müssen die Toggenburgerinnen im sechsten Spiel die sechste Niederlage akzeptieren. Gegen Düdingen zeigen die Wattwilerinnen ihren schwächsten Auftritt dieser Saison, verlieren mit 0:3 und sind als einziges Team der Liga noch ohne Punkt.

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Die Wattwiler Volleyballerinnen konnten am Sonntag ihr Potenzial gegen Düdingen nicht abrufen.

Die Wattwiler Volleyballerinnen konnten am Sonntag ihr Potenzial gegen Düdingen nicht abrufen.

Bild. Markus Imthurn

Volley Düdingen gehört traditionell zu den Topteams der Liga. Letztes Jahr wurde das Kunststück geschafft, Topfavorit Sm’Aesch-Pfeffingen aus dem Meisterrennen zu werfen. Platz zwei schaute am Ende heraus.

Dieses Jahr tun sich Freiburgerinnen jedoch schwer. Sie mussten diverse Abgänge verkraften und konnten bis jetzt noch nicht an die Leistungen des Vorjahres anknüpfen. Vor Wochenfrist kassierten sie sogar gegen Volley Genève eine 0:3-Klatsche und haben den Anschluss an die Tabellenspitze verloren.

Schon früh distanziert

Doch Volley Toggenburg konnte keinen Profit daraus schlagen. Zu fehlerhaft war der Auftritt. Düdingen drückte im ersten Satz sofort aufs Tempo. Beim Stand von 10:4 musste Trainer Marcel Erni sein erstes Time-out nehmen, da Volley Toggenburg gar stark in die Defensive gedrückt wurde. Die Angriffe scheiterten in der Defensive des Heimteams und der Block schien zu Hause vergessen worden zu sein. Nur gerade achte Punkte konnte Toggenburg im ersten Satz aus eigener Kraft verbuchen. Mit 15:25 ging der Umgang verloren.

Auch der zweite Satz begann ähnlich. Düdingen dominierte das Gästeteam beinahe nach Belieben und konnte zum 9:4 davonziehen. Erneut war der Block der Schwachpunkt bei Volley Toggenburg. Auf der Gegenseite konnte man nicht an einer Hand abzählen, wie häufig die Wattwiler Diagonalangreiferin geblockt wurde. Beim Stand von 10:5 für das Heimteam schlichen sich jedoch plötzlich auch Unkonzentriertheiten bei den Freiburgerinnen ein. Diese Fehlerorgie nutzte Volley Toggenburg prompt zu einer Ergebniskorrektur und schloss bis auf 13:12 auf. Bei diesem Zwischenstand schickte sich die französische Diagonalangreiferin Alexandra Dascalu an, sechs Services in Serie zu den St.Gallerinnen hinüber zu hämmern. Diese konnten die wuchtigen Aufschläge nicht kontrollieren und gerieten erneut deutlich in Rückstand, sodass auch der zweite Satz mit 19:25 verloren ging.

Nichts für Volleyball-Feinschmecker

Was im dritten Satz folgte, war eine Fehlerorgie hüben wie drüben. Zuerst wütete der Fehlerteufel beim Heimteam, was die Wattwilerinnen dankend annahmen. Dank dem stärker werdenden Duo Roberts/Mazzoleni zog Volley Toggenburg auf 10:5 davon. Dann aber begingen auch die Gäste zahlreiche Fehler und Düdingen konnte aufschliessen. Der Satz hätte nun auf beide Seiten kippen können. Doch die Toggenburgerinnen nahmen sich mit fünf Fehlern in Serie gleich selbst aus dem Spiel. Der dritte Satz ging mit 20:25 verloren, das Spiel mit 0:3-Sätzen.

Es war kein guter Auftritt der Toggenburgerinnen. Nebst einer schwachen Blockarbeit konnte die Offensive kaum Akzente setzen. Mit Leistungen wie dieser muss hinter das Unterfangen Ligaerhalt ein Fragezeichen gesetzt werden. Volley Toggenburg liegt nach sechs Runden am Tabellenende, hat erst einen Satz gewonnen und als einziges Team der NLA noch nicht gepunktet. (pd/sdu)

Düdingen – Volley Toggenburg 3:0

Sätze: 25-15, 25-19, 25-20

Sporthalle Leimacker – 350 Zuschauer – SR Bastante/Droguett

Volley Toggenburg: Sabryn Roberts, Joanna Mazzoleni, Jasmin Kuch, Annouk Erni, Elis Albertini, Harlee Kekauoha, Lara Hasler / Nora Sacher, Alina Hofacher, Jeanina Wirz (alle eingewechselt)

Volley Düdingen: Alexandra Dascalu, Cara Cunningham, Blake Mohler, Mita Uiato, Sarina Wieland, Elena Steinmann, Thays Deprati / Nicole Eiholzer, Lea Zurlinden, Marcia Rohrer, Chloe Sprumont, Noemi Portmann, Laura Caluori (alle eingewechselt) / Jana Tschiemer (nicht eingesetzt)

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