Volleyball
Volley Toggenburg ist beim Ostschweizer Derby gegen Kanti Schaffhausen chancenlos

Ein Satzgewinn gegen Schaffhausen wäre gut für die Moral, sagte Marcel Erni, Trainer von Volley Toggenburg, vergangene Woche in dieser Zeitung. Das gelang seinem Team nicht, es verlor gegen die favorisierten Schaffhauserinnen mit 0:3 Sätzen.

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Gegen Kanti Schaffhausen konnten die Wattwiler Volleyballerinnen, hier Gabriela Maciagowski, im Angriff kaum Akzente setzen.

Gegen Kanti Schaffhausen konnten die Wattwiler Volleyballerinnen, hier Gabriela Maciagowski, im Angriff kaum Akzente setzen.

Bild: PD

(pd/sas) Das Ostschweizer Derby zwischen Raiffeisen Volley Toggenburg und dem VC Kanti Schaffhausen ist auf dem Papier eine klare Sache. Den ersten Vergleich der beiden Mannschaften gewannen die Schaffhauserinnen klar mit 3:0. Zudem zeigt die Formkurve des Kanti Schaffhausen steil nach oben. Seit dem 23. Oktober haben sie kein Spiel mehr verloren und gewannen (wenn auch jeweils knapp) sowohl gegen NUC als auch gegen SmAesch-Pfeffingen.

Chancenlos sind die Wattwilerinnen jedoch nicht. Einerseits sind sie nach dem Sieg gegen Genf topmotiviert und da die Liga bereits entschieden hat, dass es in diesem Jahr keinen Absteiger geben wird, können die Toggenburgerinnen befreit aufspielen.

Spiel beginnt mit einer Überraschung

Trainer Erni eröffnete das Match mit einer kleinen Überraschung. Anstatt mit Stammpasseuse Rudy Renko-Illic startete er mit Loredana Cantoni. Auch auf der Aussenposition begann Neuzugang Diana Sacher an Stelle von Annouk Erni, welche natürlich sogleich zum bevorzugten Ziel des gegnerischen Services wurde. Entsprechend Mühe bekundeten die Wattwilerinnen mit dem druckvollen, schnellen Spiel von Kanti.

Schnell handelten sie sich einen 12:4 Rückstand ein und man ahnte bereits, in welchen Bahnen das Spiel verlaufen würde. Aus den Problemen in der Annahme heraus, kamen die Toggenburgerinnen kaum in gute Abschlusspositionen, während man auf der Gegenseite auf die effizienten Aussenangriffe über links (Leweling/Perkovac) keine adäquate Lösung fand. Mit einem deutlichen 25:13 ging der erste Satz klar verloren.

Auswechslungen zeigten kaum Wirkung

Zu Beginn des zweiten Satzes wechselte Trainer Erni die Stammpasseuse Renko-Ilic und Aussenangreiferin Annouk Erni ein. Bis zum 6:6 im zweiten Satz konnte Raiffeisen Volley Toggenburg gut mithalten doch dann stellte eine Aufschlagsserie von Irinia Kemmsies die alten Machtverhältnisse wieder her.

Diesem Rückstand liefen die St.Gallerinnen fortan hinterher und bekundeten je länger je mehr Probleme mit der überragenden Blockarbeit von Kanti Schaffhausen. Auch der zweite Satz ging so deutlich mit 25:15 verloren.

Ein letztes Aufbäumen

Trainer Erni versuchte nochmals, Schwung in die Mannschaft zu bringen und brachte in der Mitte Mazzoleni für Koch. In der Tat konnten die Wattwilerinnen den dritten Satz zunächst ausgeglichen gestalten und kamen durch Erni und Maciagowski zu ein paar schönen Punkten. Die zwischenzeitliche Führung zum 10:9 vermochte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Raiffeisen Volley Toggenburg permanent unter Druck gesetzt wurden.

Mit fortlaufender Dauer des Satzes setzte die Schaffhauser Passeuse Kemmsies all ihre Angreiferinnen immer stärker in Szene. Diese Möglichkeiten fehlten den Wattwilerinnen, welche sich zwar tapfer zur Wehr setzten, aber beim Stand von 1:13 die Schaffhauserinnen ziehen lassen mussten. Auch der dritte Satz ging zuletzt klar mit 25:15 an Kanti.

Die erwartete Niederlage

Obschon das Resultat auf den ersten Blick vernichtend ist, so darf der Auftritt von Volley Toggenburg keineswegs schlecht geredet werden. Die St.Gallerinnen spielten durchwegs auf ihrem Niveau und machten auch wenig unnötige Fehler. Das Problem der Wattwilerinnen stand auf der anderen Netzseite und war am heutigen Abend einfach eine Nummer zu gross.

Im Gegensatz zu den Schaffhauserinnen konnte Volley Toggenburg nur vereinzelt Glanzpunkte setzen. Hier mal ein schöner Angriff von Erni, da mal wieder eine schöne Verteidigungsaktion von Schnyder. Dann mal wieder ein schöner Block von Maciagowski und ein spektakulärer Safe von Condotta. Aber insgesamt reichte das nicht aus, um Kanti Schaffhausen an diesem Sonntag ernsthaft zu gefährden.

Matchtelegramm

VC Kanti Schaffhausen – Volley Toggenburg 3:0 (25:13, 25:15, 25:15); BBC Arena, Schaffhausen – keine Zuschauer – SR Tobler/Kälin

Raiffeisen Volley Toggenburg: Diana Sacher, Gabriela Maciagowski, Laura Condotta, Jasmin Kuch, Martina Koch, Loredana Cantoni/Rudy Renko-Ilic, Joanna Mazzoleni, Annouk Erni (alle eingewechselt)/Jil Innauen (nicht eingesetzt)/Tamara Riesen (verletzt)

VC Kanti Schaffhausen: Korina Perkovac, Karis Watson, Irina Kemmsies, Pia Leweling, Wiebke Silge, Lara Hasler, Kati Holaskova/Melani Kunz, Miriam Reiser (eingewechselt), Vivian Habegger (nicht eingesetzt)/Natalia Cukseeva, Vivian Guyer, Taylor Fricano, Maelle Corbach (verletzt/krank)

Hier geht es zu den Resultaten und zur Rangliste.

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