Volleyball
Volley Toggenburg hat nach dem Sieg am Mittwochabend gegen Val-de-Travers die Qualifikation für die Playoffs praktisch in der Tasche

Keine 72 Stunden nach der schmerzlichen Niederlage gelang den Wattwiler Volleyballerinnen beim 3:0-Sieg die Revanche gegen Val-de-Travers.

Markus Imthurm
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Der Jubel der Wattwilerinnen nach Spielschluss war nach dem verdienten Sieg gross.

Der Jubel der Wattwilerinnen nach Spielschluss war nach dem verdienten Sieg gross.

Bild: Reinhard Kolb

Die Rietsteinhalle am Mittwochabend war die passende Bühne, um auf die ärgerliche Niederlage vom letzten Sonntag zu reagieren. Um die begehrten Playoffplätze zu erreichen, war ein Sieg gegen Val-de-Travers Pflicht. Volley Toggenburg wahrte seine Chance mit einem überragenden Heimsieg.

Furioser Start der Wattwilerinnen

Das Spiel wurde von Trainer Erni mit einer Überraschung eröffnet. Statt auf Annouk Erni, setzte er von Beginn an auf Diana Sacher. Auch Val-de-Travers schien davon überrascht worden zu sein und bekundete mit deren Aussenangriffen enorme Mühe.

Zusammen mit einer gewohnt starken Maciagowski lag Volley Toggenburg schnell mit 16:11 in Front. In dieser Phase gelang den Wattwilerinnen einfach alles. Selbst der viel gescholtene Block überzeugte und war massgeblich am 25:12 im ersten Satz beteiligt.

Val-de-Travers total verunsichert

Auch der zweite Satz wurde zu einer einseitigen Angelegenheit. Volley Toggenburg hielt den Druck hoch und ging mit Diana Sacher und Martina Koch am Service schnell mit 8:2 in Führung. Der Gegner wirkte in dieser Phase extrem verunsichert und spielte äusserst fehleranfällig. «No mistakes» wurde bei den Neuenburgerinnen vermehrt zur Losung.

Doch die Wattwilerinnen dominierten nun fast nach Belieben. Aus einer soliden Annahme heraus verteilte Passeuse Rudy Renko-Ilic die Bälle sehr geschickt. Gegen Ende des zweiten Satzes zeigten Sacher, Maciagowski und vermehrt auch Laura Condotta zum Teil brillante Angriffe und beendeten einen überragenden Satz mit 25:10.

Das Spiel drohte zu kippen

Volley Toggenburg erwischte zu Beginn des dritten Satzes einen Fehlstart. Mit ein paar kleinen Unsicherheiten in der Annahme trug Wattwil dazu bei, das Val-de-Travers wieder ins Spiel fand. Schnell lagen die Wattwilerinnen mit 2:6 im Rückstand. Zwar konnte Renko-Ilic mit ein paar aggressiven Aufschlägen zum zwischenzeitlichen 9:9 ausgleichen, doch ein paar individuelle Fehler auf Seite der Wattwilerinnen stellten den alten Vier-Punkte-Rückstand wieder her.

Beim Stand von 16:21 passierte Erstaunliches. Die Gäste hatten sich mittlerweile auf die Angriffe von Diana Sacher eingestellt. Trainer Erni wechselte daher in dieser Situation Annouk Erni gegen Diana Sacher ein. Was nun folgte, war eine Serviceserie der erst 17-jährigen Annouk Erni, die das Spiel zum 25:21 beenden sollte.

Val-de-Travers fiel völlig von der Rolle, produzierte Fehler am Laufmeter und der Block der Wattwilerinnen nahm die Topscorerin der Neuenburgerinnen komplett aus dem Spiel. Nach 85 Minuten waren die nächsten drei Punkte hochverdient im Trockenen.

Wichtige drei Punkte im Rennen um die Playoffs

Volley Toggenburg revanchierte sich damit für das schlechte Hinspiel vom Sonntag. Die Wattwilerinnen zeigten sich in der Annahme, im Service und im Angriff stark verbessert. Selbst in der Blockarbeit wussten die St.Gallerinnen zu überzeugen.

Weil die Gegnerinnen zudem nie an die Leistung vom Sonntag anschliessen konnten, waren die drei Punkte für Toggenburg die Konsequenz und selbst in dieser Deutlichkeit hochverdient. Mit diesem wichtigen Sieg nimmt das Team aus Wattwil nun direkten Kurs auf die Playoffs der besten acht Teams der Schweiz.

Matchtelegramm

Raiffeisen Volley Toggenburg – Groupe E Val-de-Travers 3:0

Sätze: 25:12; 25:10, 25:21

Rietsteinhalle, Wattwil / keine Zuschauer – SR Wolf/Schürmann

Raiffeisen Volley Toggenburg: Diana Sacher, Gabriela Maciagowski, Laura Condotta, Jasmin Kuch, Martina Koch, Rudy Renko-Ilic, Romina Schnyder / Annouk Erni (eingewechselt) / Joanna Mazzoleni, Loredana Cantoni, Jil Innauen (nicht eingesetzt) / Tamara Riesen (verletzt).

Groupe E Valtra: Lucia Kalhousava, Rachel Nunes, Josephine Suhr, Vanessa Gwerder, Blanca Izquierdo, Alexandra Schaber, Lauriane Quiot / Elodie Mehmetai, Fabien Solenn, Anastasia Frezios, Ana Paula Santos (alle eingewechselt)

Hier sind die Resultate und die Rangliste zu finden.

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