Volleyball NLA
Jetzt ist Volley Toggenburg definitiv im Elend: Die Ostschweizerinnen verlieren nach schwacher Leistung in Cheseaux 0:3

Das hatten sich die Wattwiler Volleyballerinnen zu Beginn der Saison sicher anders vorgestellt. Nach der siebten Niederlage im siebten Spiel liegen sie abgeschlagen am Tabellenende. Und nach der Vorstellung vom Samstag in Cheseaux sieht es nicht nach dem Ende der Talfahrt aus.

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Volley Toggenburg wirkte gegen Cheseaux vollkommen gehemmt und kam überhaupt nicht ins Spiel.

Volley Toggenburg wirkte gegen Cheseaux vollkommen gehemmt und kam überhaupt nicht ins Spiel.

Bild: Teresa De Cristofaro Frei

Volley Toggenburg kann auch in Cheseaux nicht punkten und geht im siebten Spiel zum siebten Mal als Verlierer vom Platz. Beim 0:3 bleiben die Ostschweizerinnen chancenlos.

Die Westschweizerinnen, Vierte in der Tabelle, verfügen diese Saison über ein starkes Kader. Der Vorstoss unter die besten vier Teams ist deshalb keine Überraschung.

In Cheseaux ist es immer schwierig zu spielen. Dass man aber derart chancenlos ist, das hätte in den Reihen von Volley Toggenburg dann doch niemand erwartet.

Die Gegnerinnen sind eine Nummer zu gross

Von Beginn weg setzten die Einheimischen die Annahme von Volley Toggenburg mit starken Services unter Druck. Die Wattwilerinnen waren so immer einen Schritt zu spät und gerieten ständig unter Druck.

Das Heimteam dagegen spielte die Sache souverän durch. Mit 10:3 erarbeitete es sich von Beginn weg ein beruhigendes Polster. Volley Toggenburg fand dagegen kein valables Gegenmittel. Mit diesem Vorsprung war es denn auch einfach, mit breiter Brust aufzutreten. Der erste Satz ging mit 25:15 klar an die Favoritinnen aus der Westschweiz.

Die Spielerinnen von Volley Toggenburg konnten auch im weiteren Verlauf nicht an die guten Leistungen aus den ersten Spielen anknüpfen, in denen sie allerdings auch ohne Punkte blieben. Cheseaux konnte nach Belieben schalten und walten. Die erfahrene Trainerin Doris Stierli bot deshalb einigen Nachwuchsspielerinnen Einsatzmöglichkeiten. Das änderte aber nichts am Spielverlauf. Nur gerade zu Beginn des zweiten Durchgangs konnten die Wattwilerinnen einigermassen mithalten.

Bis zum Stand von 12:12 zeigte man einige schöne Spielzüge. Dann aber legte Cheseaux einen Gang zu und dominierte das Spiel klar. Mit 25:16 gewann das Heimteam auch den zweiten Durchgang diskussionslos.

Keine Gegenwehr von Volley Toggenburg

Im dritten Satz spielte dann nur noch Cheseaux. Volley Toggenburg fand den Tritt überhaupt nicht mehr und zeigte den schlechtesten Satz der Saison. Keine Spielerin konnte positive Akzente setzen. Das Heimteam gab sich keine Blösse und überzeugte mit geradlinigem Spiel. Die Wattwilerinnen wirkten in dieser Phase völlig überfordert und fanden keine Lösungen mehr.

Gegen ein Team wie Cheseaux darf man auswärts sicher verlieren. Dass man sich aber so aufgibt und als Team so auseinanderfällt, das gibt dann schon zu denken. Die Wattwilerinnen haben einige grössere Baustellen, die möglichst schnell zu beheben sind.

Die unmittelbare Zukunft wird nicht einfacher. In der kommenden Woche geht es mit dem nächsten schwierigen Auswärtsspiel weiter. Zwar läuft es dem letztjährigen Finalisten Sm’Aesch-Pfeffingen noch nicht optimal. Die Spielerinnen von Volley Toggenburg müssen sich aber gewaltig steigern, wenn sie mit den Baslerinnen am nächsten Sonntag einigermassen mithalten wollen. (pd)