Volley Toggenburg verliert nach Wiederaufnahme der NLA-Meisterschaft gegen Volley Düdingen deutlich in drei Sätzen

Nach dem coronabedingten, dreiwöchigen Unterbruch griff Raiffeisen Volley Toggenburg am Sonntag wieder ins Spielgeschehen der NLA ein – bei der 0:3-Niederlage war den Toggenburgerinnen die fehlende Spielpraxis deutlich anzusehen.

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Mobiliar-Topscorerin Gabriela Maciagowski (Mitte) konnte nach ihrer Covid-19-Erkrankung nur gerade eine Trainingseinheit vor dem Ernstkampf mit dem Team absolvieren.

Mobiliar-Topscorerin Gabriela Maciagowski (Mitte) konnte nach ihrer Covid-19-Erkrankung nur gerade eine Trainingseinheit vor dem Ernstkampf mit dem Team absolvieren.

Bild: Reinhard Kolb

(pd) Mit Volley Düdingen bekamen die Wattwilerinnen am Sonntag einen harten Brocken vorgesetzt. Neben Sm’Aesch-Pfeffingen und Vitos NUC zählt Düdingen zu den meistgenannten Meisterschaftskandidaten und steht momentan auf Rang 2 in der Tabelle.

Die Freiburgerinnen haben sich auf die neue Saison geschickt verstärkt und konnten mit dem Zuzug der dänischen Diagonalangreiferin Trine Kjelstrup einen wahren Glücksgriff verzeichnen. Entsprechend unwahrscheinlich schien aus Sicht von Volley Toggenburg ein Punktgewinn gegen den übermächtigen Gegner.

Starker Beginn des Heimteams

Überraschend stark begannen die St. Gallerinnen, welche zu Beginn durch gute Blockarbeit überzeugen konnten. Gabriela Maciagowski und Martina Koch stellten die Angreiferinnen der Gäste zu Beginn des ersten Satzes ein ums andere Mal vor Probleme.

Auch die Abstimmung der Freiburgerinnen schien zu Beginn nicht zu stimmen. Beim Stand von 14:9 für Toggenburg sah sich Gästetrainer Dario Bettello zum ersten Time-out gezwungen. Angeführt von einer starken Serviceserie von Lea Zurlinden drehten die Freiburgerinnen das Spiel und konnten auf 17:20 davonziehen.

Die Wattwilerinnen konnten zwar nochmals verkürzen, verloren den ersten Satz jedoch unglücklich mit 23:25.

Fehlende Spielpraxis rächt sich

Unverändert begannen beide Teams den zweiten Satz. Schnell geriet das Heimteam aber in Rückstand und war nicht mehr in der Lage, mit dem hohen Spieltempo der «Power Cats» mitzuhalten. Angeführt von der starken Passeuse Méline Pierret, die ihre Bälle nach Belieben verteilen konnte, zogen die Freiburgerinnen in beiden Sätzen schnell entscheidend davon.

Trainer Erni versuchte durch Einwechslungen den Lauf der Freiburgerinnen zu brechen und brachte Cantoni für Maciagowski und Mazzoleni für Koch. Am Spielverlauf änderte sich jedoch nichts und der zweite Satz ging mit 15:25 verloren.

Noch erdrückender verlief der dritte Satz. Nebst ein paar schönen Angriffspunkten der Dänin Trine Kjelstrup, welche zur besten Spielerin ihres Teams gewählt wurde, glänzte vermehrt auch die amerikanische Mittelblockerin Samantha Cash.

Zusammen mit individuellen Fehlern der überforderten St. Gallerinnen stand es schnell 2:12. Trainer Marcel Erni versuchte durch Einwechslungen und Time-outs den Spielverlauf zu brechen. Beim Stand von 4:14 nahm Düdingen selbst das Tempo aus dem Spiel und wechselte vier Stammspielerinnen aus. Auch der dritte Satz endete mit einem klaren 12:25 aus Sicht des Heimteams.

Das Heimteam war phasenweise überfordert

Raiffeisen Volley Toggenburg war am Sonntag phasenweise überfordert. Das ist aber sicher verständlich, wenn man weiss, dass dieses Spiel gegen einen Meisterschaftsfavoriten der erste Wettkampf nach drei Wochen war.

Gabriela Maciagowski konnte nach ihrer Isolation gerade mal eine Trainingseinheit mit dem Team absolvieren. Dennoch sah man im Startsatz gegen Düdingen überraschend gut aus und forderte so die Freiburgerinnen enorm.

Dem Team um Trainer Marcel Erni bleibt jedoch nicht viel Zeit, um die Niederlage zu verarbeiten. Bereits am nächsten Freitag wartet auf Raiffeisen Volley Toggenburg die nächste Herausforderung: Da trifft die Mannschaft im Auswärtsspiel auf den Meisterschaftsfavoriten Sm’Aesch-Pfeffingen.

Hier sind die Resultate und die Tabelle zu finden.

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