Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Interview

Volley Toggenburg liebäugelt mit dem Aufstieg in die Nationalliga A

Die Wattwiler Volleyballerinnen starten am Samstag um 17.30 Uhr zu Hause in der Rietsteinhalle zu den Aufstiegsspielen gegen Münchenbuchsee. Trainer Marcel Erni äussert sich zur bisherigen Saison und zu den weiteren Aussichten.
Beat Lanzendorfer
Trainer Marcel Erni hat mit Volley Toggenburg quasi auf den letzten Drücker die Teilnahme zur Aufstiegsrunde in die Nationalliga A geschafft. Nun bleiben acht Spiele, um den Traum wahr werden zu lassen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Trainer Marcel Erni hat mit Volley Toggenburg quasi auf den letzten Drücker die Teilnahme zur Aufstiegsrunde in die Nationalliga A geschafft. Nun bleiben acht Spiele, um den Traum wahr werden zu lassen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Marcel Erni, haben Sie damit gerechnet, dass es mit der Qualifikation zu den Aufstiegs-Playoffs derart knapp wird? Die Entscheidung zu Ihren Gunsten fiel erst am letzten Spieltag.

Es war wirklich extrem knapp. Wobei für mich nicht ganz nachvollziehbar ist, weshalb Steinhausen, unser ärgster Konkurrent, vor Weihnachten ein Spiel auf den Januar verschieben konnte. Nach den Festtagen haben die Innerschweizerinnen die ehemalige Beach-Profispielerin Nicole Eiholzer reaktiviert. Dadurch brachten sie uns nochmals in Bedrängnis und lagen in der Endabrechnung nur einen Punkt hinter uns.

Blieb Ihr Team, nüchtern betrachtet, etwas hinter den Erwartungen?

Weil Isabelle und Miriam Reiser während drei Spielen abwesend waren und uns aus diversen Gründen – Kranke, Verletzte, Abwesende – das vollständige Kader nicht durchgehend zur Verfügung stand, war uns allen bewusst, dass es eng werden könnte. Ich habe schon vor dem Saisonstart erklärt, dass die Gruppe sehr ausgeglichen ist. So war es auch. Ich bin also durchaus zufrieden, wie es gelaufen ist.

Aber warum ist es so extrem eng geworden?

Es war die fehlende Konstanz, die uns über den gesamten Zeitraum der Qualifikationsrunde etwas abging. Als Beispiel nehme ich unsere Ausländerin Joselyn Subero. Sie hat super Anlagen, kann diese mit ihren 19 Jahren aber nicht immer umsetzen. In vielen entscheidenden Momenten fehlte ihr die Präzision und Stabilität, was sich negativ im Zusammenspiel mit ihren Mitspielerinnen auswirkte.

Nun wissen aber alle, was es auf diesem Niveau braucht, um Spiele zu gewinnen und weitere Fortschritte zu erzielen.

Welchen verlorenen Punkten trauern Sie am meisten nach?

Es gibt kaum Punkte, denen ich nachtrauere. Wir haben die entscheidenden Spiele gegen Luzern, Giubiasco und Obwalden gewonnen, konnten uns einmal gegen Glaronia durchsetzen und sahen trotz zweier Niederlagen auch gegen Aadorf und Züri Unterland nicht so schlecht aus. Einzig im Heimspiel gegen Steinhausen ärgerte mich die knappe Niederlage.

Marcel Erni. (Bild: PD)

Marcel Erni. (Bild: PD)

Wird es für die Playoffs Veränderungen im Kader geben?

Ich hoffe, dass uns Katja Bigger weiterhin zur Seite steht, wenn es zu personellen Engpässen kommt. Am Samstag steht uns zum Beispiel Isabelle Reiser aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Ich möchte auch vermehrt auf junge Spielerinnen setzen. Gedacht ist, dass wir Diandra Vögtlin nachziehen, die bisher in der 1. Liga zum Zug kam, aber auch schon in der Nationalliga B eingesetzt worden ist.

Realistisch betrachtet gehört Ihre Mannschaft nicht zu den Aufstiegsanwärtern. Gleicher Meinung?

Nicht unbedingt. Wir können mit allen mithalten und wenn wir einen guten Start erwischen, ist vieles möglich.

Dann rechnen Sie sich Chancen für den Aufstieg aus?

Selbstverständlich. Wir haben im November bereits beim Verband die Bereitschaft bekundet, aufzusteigen, sollte es auf sportlichem Weg klappen oder für ein Team in die Bresche zu springen, welches auf den Aufstieg verzichtet.

Falls es mit dem trotzdem Aufstieg nicht klappt. Muss man befürchten, dass einige Spielerinnen einen Vereinswechsel vornehmen?

Wir spielen in praktisch derselben Formation schon fast vier Jahre zusammen. Es wäre legitim, wenn die eine oder andere den Wunsch nach einer Luftveränderung verspürt. Unsere Spielerinnen haben grosse Fortschritte erzielt, da werden sie auch für andere Clubs interessant. Trotzdem hoffe ich, dass das Gros zusammenbleibt.

Wir werden in den nächsten Wochen mit allen Spielerinnen das Gespräch suchen, um möglichst bald Klarheit über ihre sportliche Zukunft zu haben.

Nun spielen Sie gegen die besten vier Teams der Westgruppe. Wie schätzen Sie die Stärke dieser vier Mannschaften ein?

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich beide Gruppen auf Augenhöhe begegnen. Therwil, das beste Team der Westgruppe, profitiert sicher von der Nähe zu Aesch-Pfeffingen, das in der Nationalliga A an der Spitze steht. Deren Zusammenarbeit im Juniorinnenbereich klappt gut, ebenso diejenige mit der Talentschule Basel.

Wagen Sie eine Prognose für die acht Spiele umfassende Aufstiegsrunde?

Wir beginnen am Samstag zu Hause gegen Münchenbuchsee, das zweitbeste Team der Qualifikation in der Westgruppe, anschliessend müssen wir nach Therwil. Ich denke, danach wissen wir bereits, in welche Richtung uns die Reise führt.

Hier geht's zur Tabelle und zum Spielplan von Volley Toggenburg

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.