Volley Toggenburg kassiert am Freitag gegen Meisterschaftsfavorit Sm’Aesch Pfeffingen eine deutliche 0:3-Niederlage

Der Auftritt von Raiffeisen Volley Toggenburg beim 0:3 gegen Pfeffingen war enttäuschend. In Verbindung mit dem coronabedingten Trainingsrückstand und vielen individuellen Fehlern war diese Niederlage aber die logische Folge davon.

Drucken
Teilen
Toggenburg kam gegen Sm’Aesch-Pfeffingen praktisch kaum zu solchen Angriffssituationen.

Toggenburg kam gegen Sm’Aesch-Pfeffingen praktisch kaum zu solchen Angriffssituationen.

Bild: Reinhard Kolb

(pd) Um den Gegner des Spiels von Freitag zu beschreiben, reicht ein Blick in die Basler Zeitung: «Sm’Aesch eilt von Sieg zu Sieg.» In der Tat befindet sich der meistgenannte Titelkandidat in einer beneidenswerten Form. Sechs Spiele – sechs Siege – Satzverhältnis 18:1.

Auch in anderen Belangen unterscheidet sich Sm’Aesch vom Team aus Wattwil. Angetreten mit dem Ziel, den langersehnten Titel zu gewinnen, verfügen die Baslerinnen über das vierfache Budget von Raiffeisen Volley Toggenburg. Auch der Blick auf das Kader ist bemerkenswert. Praktisch auf jeder Position kann Trainerfuchs Andi Vollmer einen gleichwertigen Eins-zu-Eins-Spielerwechsel vornehmen.

Der Titelfavorit ist auf jeder Position hervorragend besetzt

Egal ob am Pass, im Angriff oder auf der Mittelblockposition – das Team ist überall hervorragend besetzt. Bis jetzt wurde Sm’Aesch-Pfeffingen auch noch kaum Opfer der Corona-Pandemie und konnte als Team praktisch durchtrainieren. Ganz im Gegensatz zu Raiffeisen Volley Toggenburg. Das Team steht nach der Corona-Pause noch im Aufbau und zeigte auch wegen des Trainingsrückstands vor allem im ersten Satz zum Teil eklatante Schwächen.

Dazu kam noch der Ausfall von Jasmin Kuch, die sich am Mittwoch im Training eine Knieverletzung zuzog und darum an diesem Wochenende nicht eingesetzt werden konnte. Angesichts dieser Vorzeichen wäre bereits ein Satzgewinn der St.Gallerinnen eine kleine Sensation gewesen.

Vom Start weg das unterlegene Team

Raiffeisen Volley Toggenburg bekam die variantenreichen Aufschläge der Baslerinnen von Beginn weg nicht unter Kontrolle. Zusammen mit individuellen Fehlern auf Seiten von Toggenburg und einer überragenden Mittelblockerin bei Sm’Aesch (Schottroff) stand es schnell 16:2. Trainer Erni versuchte durch Einwechslungen (Cantoni für Renko-Ilic und Inauen für Condotta) den Spielfluss zu brechen, doch am einseitigen Spielverlauf änderte sich nichts. Der erste Satz ging diskussionslos mit 25:6 verloren.

Als Fan von Volley Toggenburg hatte man auf eine Reaktion gehofft. Zu Beginn des zweiten Satzes konnten die Wattwilerinnen mit den Favoritinnen einigermassen mithalten. Diese wirklich unter Druck zu setzen, gelang indessen nie. Beim Stand von 12:9 schlichen sich im Spiel der St.Gallerinnen erneut viele Fehler ein, sodass Sm’Aesch seinen Vorsprung vergrössern konnte. Zu allem Unglück schied auch noch die gesundheitlich angeschlagene Passeuse Rudy Renko-Ilic aus. Das 25:13 war die logische Konsequenz daraus.

In allen Belangen deutlich besser

Auch der dritte Satz war eine erschreckend einseitige Angelegenheit. Die dezimierten Wattwilerinnen fanden kein Mittel gegen das übermächtig auftretende Sm’Aesch-Pfeffingen und machten sich mit unnötigen Fehlern das Leben selber schwer. Nach 62 Minuten verwandelten die Baslerinnen ihrem ersten Matchball und beendeten diese einseitige Begegnung mit dem Satzresultat von 25:10 Punkten.

Der Auftritt von Raiffeisen Volley Toggenburg war enttäuschend. In Verbindung mit dem coronabedingten Trainingsrückstand und vielen individuellen Fehlern war diese Niederlage unvermeidbar.

Hier geht es zur Tabelle und zu den Resultaten.

Aktuelle Nachrichten