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Vieschau in Wattwil: Die besten Kühe nicht nur in natura, sondern auch in Kalenderform

Die Viehschau ist sowohl für Landwirte als auch für die Nicht-landwirtschaftliche Bevölkerung ein wichtiger Treffpunkt. Der Titel «Miss Wattwil» geht an die Kuh Flora, deren Besitzer Urs Wittenwiler ist.
Adi Lippuner
Der Kalender mit zwölf Bildern wird bewundert, auf dem Ständer das Siegerbild mit der Kuh am Sandstrand. (Bild: Adi Lippuner)

Der Kalender mit zwölf Bildern wird bewundert, auf dem Ständer das Siegerbild mit der Kuh am Sandstrand. (Bild: Adi Lippuner)

Vom Kindergartenkind über Schulklassen bis zu einem Querschnitt durch alle Generationen fand sich viel Publikum beim Auftrieb zur gestrigen Gemeindeviehschau ein. Und die Bauernfamilien sorgten mit sennischem Auftritt dafür, dass die Erwartungen erfüllt wurden. Bis die gegen 700 Tiere alle auf dem Platz neben der Toggenburger Markthalle waren, mussten sich die Automobilisten in Geduld üben.

OK-Präsident Peter Fritsche war erfreut, dass viele Lehrkräfte mit ihren Schulklassen vor Ort waren. «Bei gut 500 Kindern und Jugendlichen können wir so schon früh das Verständnis für die Anliegen der Bauern wecken. Es ist unser Bestreben, einen guten Kontakt zu pflegen und der alljährliche Wettbewerb, in Zusammenarbeit mit der Schulgemeinde, ist eine unserer Möglichkeiten.» Es sei wichtig, dass auch die nicht-bäuerliche Bevölkerung Einblick in die gelebte Tradition erhalte und dazu eigene sich die Gemeindeviehschau, vor allem an einem so strahlenden Herbsttag, bestens.

Fünfte Klasse, Schulhaus Wis als Sieger

Alljährlich organisierte die Schulgemeinde Wattwil-Krinau, in Zusammenarbeit mit dem OK der Viehschau, einen Wettbewerb für die Schulklassen. Die Bauernfamilien und Lehrer, welche mit ihren Klassen teilnehmen wollen, können sich melden, dann wird der Kontakt hergestellt und es geht an’s Umsetzten der Ideen. Aktuell wurde ein immerwährender Kalender mit fantasievoll gestalteten Kühen realisiert. Der Verkaufserlös der Kalender wird für «Patenschaft Berggemeinden», einer gemeinnützigen Organisation zum Erhalt des Lebensraums im Alpengebiet, gespendet. Weiter Exemplare sind bei Cornelia Bösch, Schulhaus Risi erhältlich.

Das Juli-Bild, realisiert von der fünften Klasse Schulhaus Wis, Lehrer David Fröhli, Besitzerfamilie Emil Looser, Hagtobel, zeigt eine Kuh mit Bast-Rock am weissen Standstrand – es ist das Siegerbild mit den meisten Stimmen. Insgesamt gab es zwölf fantasievoll umgesetzte Bilder, mittels «Kräleli» die in einem Röhrchen platziert wurden, konnte der Sieger bestimmt werden. Kurz vor elf Uhr stand fest, dass für das Juli-Bild am meisten Stimmen abgegeben wurden.

Cornelia Bösch, sie hat mit ihrer Klasse die Dezember-Kuh als Geschenkträgerin entworfen, betreute den Informationsstand während der Ausstellung. Sie blickte auf eine intensive Zeit, von den ersten Ideen über die Vorbereitung bis zur Umsetzung zurück.

«Besser als eine Schulreise»

Der Besuch der Schulkassen auf dem Hof, der Kontakt mit den Tieren aber auch die Information von Seiten der Bauernfamilie hat die Kinder offenbar beeindruckt. So meinte eine Schülerin der 3./4. Klasse Risi auf dem Rückweg vom Hof der Familie Altherr in der Laad: «Nächstes Jahr könnten wir auf die Schulreise verzichten und einfach wieder einen Besuch auf dem Bauernhof machen.»

Für Peter Fritsche ist mit der Durchführung des diesjährigen Wettbewerbs das gesetzte Ziel – Kontaktpflege zwischen bäuerlicher und nicht-bäuerlicher Bevölkerung – erreicht. «Es ist eine Freude zu sehen, mit wie viel Einsatz die Schulklassen die Aufgaben umgesetzt haben.» Als Belohnung für das Siegerbild gab’s einen Gutschein für einen ganz besonderen «Znüni», welchen die Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse Wis demnächst geniessen dürfen.

Experten im Einsatz

Um die Tiere, eingeteilt nach Altersklassen innerhalb kurzer Zeit beurteilen zu können, sind jeweils mehrere Experten im Einsatz. In Wattwil waren es Roland Ehrbar, Hundwil, Andreas Hohl, Wald, AR, Hansueli Lanker, Waldstatt, Peter Frei, Wildhaus, Patrik Gemperle, Jonschwil und Manuel Inauen, Appenzell. Sie beurteilten die Tiere nach den vorgegebenen Kriterien, vom Körperbau über das Euter bis hin zum Fundament, also den Beinen und Füssen. «Nur gut gebaute, gesunde Tiere garantieren auch einen guten Nachwuchs,» so das Credo der Experten. «Die Wattwiler Züchter sind seit jeher stark und weisen gute Erfolge vor,» so Peter Frei. «Sie beherrschen ihre Aufgabe und sorgen mit umsichtiger Planung für gesunde, dem Ziel des Braunvieh-Zuchtverbands entsprechenden Tieren.»

Ehrendame Erika Bösch, Tamara, Delia, Leonie und Urs Wittenwiler mit Flora, der «Miss Wattwil» (von links). (Bild: Adi Lippuner)

Ehrendame Erika Bösch, Tamara, Delia, Leonie und Urs Wittenwiler mit Flora, der «Miss Wattwil» (von links). (Bild: Adi Lippuner)

Als «Schönste der Schönen» schwang beim Wettbewerb die Kuh Flora, Besitzer Urs Wittenwiler, als «Miss Wattwil obenaus. «Vizemiss» wurde Romy der Gebrüder Stricker. «Miss-OB» (Original-Braune) wurde die Kuh Emma aus dem Stall von Niklaus Looser.

Siegerinnen der Viehschau in Wattwil

«Miss Wattwil»:
Flora, Besitzer: Urs Wittenwiler; zweiter Rang: Romy, Besitzer: Gebrüder Stricker.

«Miss OB»:
Emma, Besitzer: Niklaus Looser.

«Erstmelkchampion»:
Nina, Besitzer: Hansruedi Knaus.

«Rinderchampion»:
Halla, Besitzer: Josef Forrer.

«Schöneuter», Ältere:
Flora, Besitzer: Urs Wittenwiler.

«Schöneuter», Jüngere:
Nina, Besitzer: Hansruedi Knaus.

«Fitnesskühe»:
Fani, Besitzer: Thomas Altherr.

«Schönster Gurt»:
Gort, Besitzer: Melchior Roth.

«Schönster Blüem»:
Gundel, Besitzer: Hansruedi Looser.

Höchste Lebensleistung mit 111'612 Kilo Milch:
Ramona, Besitzer: Niklaus Looser.

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