Die Gemeinde Mosnang will 6,5 Millionen Franken in Schulhausbauten in Libingen und Mühlrüti investieren

Libingen soll ein neues Schulhaus bekommen. Das Schulhaus Mühlrüti soll erweitert werden. Die Gemeinde Mosnang informierte über die Bauvorhaben im Hinblick auf die Volksabstimmung.

Peter Jenni
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Mit dem Schulhaus (hinten rechts) sowie dem Mehrzweckgebäude (links) und der Kirche mit Pfarrhaus ergibt sich in Libingen eine Einheit, die mit einer Holzschnitzelheizung betrieben wird.

Mit dem Schulhaus (hinten rechts) sowie dem Mehrzweckgebäude (links) und der Kirche mit Pfarrhaus ergibt sich in Libingen eine Einheit, die mit einer Holzschnitzelheizung betrieben wird.

Bild: Peter Jenni

Am 5.Juli findet in der Gemeinde Mosnang die Urnenabstimmung zu den Schulraumerweiterungen in Libingen und Mühlrüti statt. Um die beiden Projekte vorzustellen war die Bevölkerung der Gemeinde Mosnang am Dienstagabend zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Die aktuelle Situation machte es möglich, dass die Sporthalle im Oberstufenzentrum praktisch voll besetzt war, allerdings unter Einhaltung der geforderten Abstände im Zusammenhang mit der Coronapandemie.

Schulratspräsident Max Gmür (links) im Gespräch mit Projektleiter Florian Schällibaum.

Schulratspräsident Max Gmür (links) im Gespräch mit Projektleiter Florian Schällibaum.

Bild: Peter Jenni

Schulratspräsident Max Gmür hiess im Beisein von Mosnangs Gemeindepräsident Renato Truniger die Anwesenden willkommen. Max Gmür und der Projektleiter Florian Schällibaum, Wattwil (Schällibaum AG Ingenieure und Architekten), welcher die Schulraumerweiterungen im Detail vorstellte, beantworteten später Fragen aus dem Publikum.

Eine Einheit mit Holzschnitzelheizung

In Libingen soll das Schulhaus aus dem Jahre 1947 durch einen dreigeschossigen Neubau ersetzt werden, dessen Kosten mit vier Millionen Franken veranschlagt sind. Mit der Realisierung des Neubaus in unmittelbarer Nähe zum Mehrzweckgebäude (MZG) mit Turnhalle sowie der Kirche mit Pfarrhaus entsteht eine Einheit, versehen mit zentraler Holzschnitzelheizung. Florian Schällibaum erläuterte die Überlegungen der Planer.

«Der Zugang zum Schulhaus erfolgt über den Vorplatz des MZG. Zwischen diesem und dem Neubau spannt sich auf Niveau der Turnhalle ein kleiner Vorplatz auf, der einen attraktiven Zugang zum Schulhaus darstellt».

Zudem wird der Neubau soweit in den Hang geschoben, damit die bestehende Spielwiese zwischen Kirche und Schulhaus möglichst gross erhalten bleibt. Dass mit dem heutigen Schulangebot mehr Unterrichts- und Gruppenräume benötigt werden, dürfte klar sein.

Neubau ist invalidentauglich

Im Neubau verteilen sich die Schulräume auf drei Geschosse, invalidentauglich verbunden mit einem Lift: 1. Klasse und Kindergarten im Obergeschoss, 2./3. Klasse und 4. bis 6. Klasse im Dachgeschoss, wobei immer auch Gruppenräume hinzukommen.

Ebenso wird dem Dorfkern als Ortsschutzgebiet Rechnung getragen. Da in Libingen ein Manko an Schutzplätzen besteht, ist auch ein Schutzraum vorgesehen, wobei die Mehrkosten über Ersatzbeiträge ausgeglichen werden.

«Libingen muss weiterleben können»

Max Gmür schreibt in seinem Vorwort: «Das Geld ist in einem neuen, kompakten Schulhaus nachhaltiger investiert als in einem trotz Sanierung immer noch alten Schulhaus.» Das alte Schulhaus und das Werkraumgebäude werden gemäss Schällibaum abgebrochen und das Gelände renaturiert.

In der kurzen Diskussion kam klar zum Vorschein, dass Libingen das Schulhaus für seinen Weiterbestand in Zukunft unbedingt braucht. «Libingen muss weiterleben können», so der Tenor zweier Redner.

Schulhaus Mühlrüti: Mehr als 50 Jahre alt und ideal konzipiert

Das Schulhaus in Mühlrüti besteht seit 1969. Der Bauzustand ist gut und die Anlage insgesamt ideal konzipiert, lautet die Ausgangslage. Trotz allem werden weitere Schulräume benötigt. An Stelle der zwei bestehenden Wohnungen ist ein Ersatzbau vorgesehen, da die Geschosshöhe im jetzigen Teil eingeschränkt ist.

Der Anbau soll als Fortsetzung des bestehenden Schulhauses realisiert werden. Gemäss Schällibaum «ist der Kindergarten mit separatem Eingang und WC für die Kleinsten im Erdgeschoss untergebracht». Im Obergeschoss entstehen ein zusätzlich benötigtes Klassenzimmer und zwei Gruppenräume.

Kritik an den Platzverhältnissen

Zur Invalidentauglichkeit entsteht ein Lift und ebenso eine IV-Toilette. Zudem ist ebenfalls eine Holzschnitzelheizung geplant. Die Kosten belaufen sich gemäss Voranschlag auf 2,52 Millionen Franken. Darin enthalten ist auch ein Schutzraum, wobei die Mehrkosten wie in Libingen ebenfalls ausgeglichen werden.

In der Diskussion wurde insbesondere der Pausenplatz mit Veloständer und Bäumen kritisiert. Gemäss dem Redner sind die Platzverhältnisse auch mit diesem Konzept nicht ideal. Für beide Projekte, Mühlrüti und Libingen, ist die Eröffnung für den Herbstschulbeginn 2022 geplant.