Vielleicht wird es Sommer 2021: Sanierung der Wattwiler Schulanlage Risi verzögert sich

Die Coronakrise verzögert den Start zur Sanierung der Schulanlage Risi. Ein neuer Termin ist noch nicht festgelegt.

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Das Bauprojekt für die Sanierung der Schulanlage Risi in Wattwil liegt vor, der Baubewilligungsprozess ist am Laufen. Wegen der Pandemie wird der Start des Baus verschoben. Visualisierung: PD

Das Bauprojekt für die Sanierung der Schulanlage Risi in Wattwil liegt vor, der Baubewilligungsprozess ist am Laufen. Wegen der Pandemie wird der Start des Baus verschoben. Visualisierung: PD

(gem/lis) Die Massnahmen des Bundesrates zur Eindämmung des Coronavirus haben den Alltag der Volksschule während der vergangenen Wochen grundlegend verändert. Das schreibt der Schulrat von Wattwil in einem Communiqué.

Trotzdem gelte es auch unter herausfordernden Umständen, die Projekte der Schulgemeinde voranzutreiben und das Schuljahr 2020/21 vorzubereiten, heisst es im Schreiben.

Eine grosse Bedeutung für ein Zitat

«Wege entstehen, indem man sie geht.» Diese Aussage von Franz Kafka hat sich der Schulrat als Leitsatz für das Kalenderjahr 2020 gegeben. Zum Zeitpunkt der Auswahl war noch niemandem bewusst, welch grosse Bedeutung diesem Satz erwachsen wird. Von einem Tag auf den andern mussten die Schulen ihre Türen schliessen und auf Fernunterricht umstellen.

Die Herausforderung war für Schülerinnen und Schüler und Eltern ebenso ungewohnt wie für die Lehrpersonen. Unter erschwerten Rahmenbedingungen musste eine neue Organisation aufgezogen werden. Sofern möglich, übernahmen die Eltern die Betreuung ihrer Kinder auch während der ordentlichen Schulzeiten. In Notfällen gewährte die Schule die notwendige Betreuung.

Eltern meisten die Herausforderung gut

Fernunterricht, Kinderbetreuung, Homeoffice – wahrlich eine intensive Zeit auch für die Eltern, welche diesen einiges an Kreativität, Geduld und Energie abverlangte und weiterhin abverlangen wird. Aus Sicht der Schule darf mit Freude und Respekt festgestellt werden, dass die Eltern die neuen Herausforderungen bisher gut gemeistert haben. Schulrat und Schulleitungen bedanken sich im Namen aller im Schreiben bei den Eltern für ihren grossen Einsatz.

Was wird die Krise im Bereich der Schule noch bringen? Eine diesbezügliche Aussage wäre unseriös. Sicher ist, dass sich der Schulrat der wandelnden Situation immer wieder schnell und pragmatisch anpassen wird. Sicher ist auch, dass jeder Schritt, welcher die Menschen auch aus schulischer Sicht ein Stück näher zur Normalität bringt, mit Freude begrüsst wird.

Sanierung Schulanlage Risi wird verschoben

Im Februar hat die Bürgerschaft der Schulgemeinde Wattwil-Krinau der Sanierung der Schulanlage Risi mit grossem Mehr zugestimmt. Inzwischen liegt ein umsetzungsreifes Bauprojekt vor. Der Baubewilligungsprozess ist am Laufen. Vorgesehen war der Baustart mit Beginn der Sommerferien.

Die Sanierungs- und Anpassungsarbeiten erfolgen bei leerer Schulanlage. Sämtliche Klassen müssen ausgelagert und auf andere Schulanlagen verteilt werden. Die damit verbundenen Vorarbeiten bedingen einen schulgemeindeinternen Prozess von gegen drei Monaten.

Zeitpunkt war bisher schon unsicher

Der Stand des Projektes wurde im Rahmen der Orientierungsversammlung vom 11. März erläutert. Bereits damals wurde darauf hingewiesen, dass der vorgesehene Projektstart noch nicht definitiv bestimmt ist und von den laufenden Bewilligungsprozessen abhängt.

Inzwischen hat sich die Situation mit dem Coronavirus zugespitzt, der weitere Verlauf und die daraus hervorgehenden Auswirkungen auf den Schulbetrieb sind nicht absehbar. Die unsichere Situation hat den Schulrat bewogen, den Start der Umsetzung des Sanierungsprojektes zu verschieben. Derzeit wird sowohl eine Verschiebung auf Frühling 2021 wie auch auf Sommer 2021 geprüft.

Auch die Drittklässler gehen neu im Schulhaus Ricken zur Schule

Im noch laufenden Schuljahr werden im Schulhaus Ricken die Schülerinnen und Schüler des Kindergartens sowie der ersten und zweiten Klasse unterrichtet. Von der dritten bis zur sechsten Klasse besuchen die Schülerinnen und Schüler den Unterricht im Schulhaus Schönenberg.

Mit Blick auf die Schülerzahlen im Schuljahr 2020/21 hat der Schulrat im Einvernehmen mit Schulleitung und Lehrerschaft entschieden, dass nebst dem bereits vorhandenen Angebot auch die Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse der Primarschule im Schulhaus Ricken unterrichtet werden sollen. Im Schulhaus Schönenberg besuchen neu die Schülerinnen und Schüler der vierten bis sechsten Klasse ihren obligatorischen Unterricht. Mit der vom Schulrat beschlossenen Massnahme können beide Mehrklassen ausgeglichen gestaltet werden.