Veränderungen im Jubiläumsjahr der Bazenheider Frauengemeinschaft

Im Jahr, in dem die katholische Frauengemeinschaft hundert wird, übergibt Marta Baumgartner an der Hauptversammlung das Präsidentinnenamt an Manuela Winteler. Höhepunkt wird der Jubiläumsanlass am 19. Dezember.

Beat Lanzendorfer
Drucken
Teilen
Der Vorstand der Frauengemeinschaft, hinten: Pfarrer Albin Rutz, Lisa Egli, Brigitte Helg und Denise Bernhardsgrütter. Vorne: Céline Rickenbach-Ebneter, Manuela Winteler, neue Präsidentin, Marta Baumgartner, abtretende Präsidentin, und Jeannine Rütsche (jeweils von links). (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Vorstand der Frauengemeinschaft, hinten: Pfarrer Albin Rutz, Lisa Egli, Brigitte Helg und Denise Bernhardsgrütter. Vorne: Céline Rickenbach-Ebneter, Manuela Winteler, neue Präsidentin, Marta Baumgartner, abtretende Präsidentin, und Jeannine Rütsche (jeweils von links). (Bild: Beat Lanzendorfer)

1919: Das Ende des Ersten Weltkriegs liegt erst wenige Monate zurück. In Deutschland sind die Frauen erstmals wahlberechtigt, nachdem sie sich dieses Recht im Jahr zuvor erkämpften. In der Schweiz wird es noch 52 Jahre dauern, bis die Frauen das Stimm- und Wahlrecht erhalten. Das Jahr 1919 ist auch aus Sicht der Bazenheider Frauen geschichtsträchtig. Die katholische Frauengemeinschaft wird von fünf Frauen und Pfarrer Schutzbach gegründet.

Dieses Ereignis wird auf den Tag genau hundert Jahre später am 19. Dezember mit einem Jubiläums-Apéro im Schmiedemuseum gefeiert. Was weiteres im Jubiläumsjahr geplant ist, darüber wurden die Frauen am vergangenen Freitag an der Hauptversammlung im Pfarreizentrum informiert.

Nach 15 Jahren im Vorstand das Amt niedergelegt

Bei den Feierlichkeiten im kommenden Dezember dürfte auch Marta Baumgartner anwesend sein. Allerdings nicht mehr als Präsidentin des Vorstandes. Dieses Amt hat sie nach drei Jahren und total 15-jähriger Vorstandstätigkeit am Freitag an Manuela Winteler weitergereicht.

Die Neue übernahm denn auch gleich die Würdigung für die Abtretende, die sie in Versform darbot. «Ich habe das Amt von Margrit Kaufmann übernommen und darf auf eine wunderschöne Zeit zurückblicken, in der viele Freundschaften entstanden sind», sagte Marta Baumgartner. Von den 282 Mitgliedern, welche die Frauengemeinschaft insgesamt zählt, waren 152 im Saal – ein absoluter Rekord. Mit Regula Senn war auch die Präsidentin des katholischen Frauenbundes St.Gallen-Appenzell vor Ort, welcher es ein Anliegen war, die Arbeit von Marta Baumgartner persönlich zu würdigen. Den evangelischen Frauenverein der Gemeinde vertraten Marianne Kuratli und Barbara Hollenstein.

Céline Rickenbach-Ebneter gehört neu zum Vorstand

Weitere Punkte der Traktandenliste waren der Jahresrückblick der Präsidentin – die mit Bildern die Ereignisse nochmals Revue passieren liess – die Wahlen – bei denen sich mit Ausnahme von Marta Baumgartner alle übrigen Vorstandsmitglieder weiterhin zur Verfügung stellen – sowie das Vorstellen des reichhaltig befrachteten Jahresprogramms. Quasi in letzter Minute gelang es zudem, Céline Rickenbach-Ebneter für den Vorstand zu gewinnen.

Laut Kassierin Jeannine Rütsche sind die Frauen auch punkto Finanzen gut unterwegs. Die gut 2000 Franken Reingewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres begründet sie unter anderem mit dem gut besuchten Kindertheater im März. Das Jahresprogramm 2019 enthält knapp 50 Anlässe. Dazu zählen etwa Ausflüge und Kurse, die Mitorganisation von Gottesdiensten, der Reistag im April, die aktive Teilnahme am Jahrmarkt im September, Besuche älterer Mitmenschen sowie von Neugeborenen und nicht zuletzt Angebote für Männer wie das «Vater und Kind werken» für den Muttertag am 4. Mai. Apropos Männer: Damit die Hauptversammlung jeweils reibungslos über die Bühne gehen kann, dafür tragen die Männer der Vorstandsfrauen in der Küche und im Service die Verantwortung.

Das Danach darf nicht zu kurz kommen

Die Hauptversammlung der Frauengemeinschaft ist jeweils dreigeteilt. Vor dem eigentlichen Start wird ein Nachtessen serviert, das seit Jahren von Vreni und Sepp Mader zubereitet wird. Nach Abhandlung der Traktanden wird zum gemütlichen Teil übergeleitet, der in diesem Jahr aus dem Quiz «1, 2 oder 3» – zehn Fragen zur Frauengemeinschaft mussten beantwortet werden – sowie aus dem nicht wegzudenkenden Schöggeliverkauf bestand. Der Reinerlös wird jeweils einem gemeinnützigen Zweck zur Verfügung gestellt.