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Urs Strässle und sein Island-Pferd Ljori fra Saudarkroki sind ein WM-Duo für alle Fälle

Der Lichtensteiger Urs Strässle ist mit seinem Pferd Ljori fra Saudarkroki für die Islandpferde-WM vom 4. bis 11. August in Berlin nominiert. Ob sie dann wirklich starten, ist aber noch ungewiss.
Urs Huwyler
Der bikende WM-Teilnehmer Urs Strässle mit seinem 14-jährigen Ljori beim Ausdauertraining rund um den Reithof. (Bild: Urs Huwyler)

Der bikende WM-Teilnehmer Urs Strässle mit seinem 14-jährigen Ljori beim Ausdauertraining rund um den Reithof. (Bild: Urs Huwyler)

Mit dem dritten Rang Ende Juni an der Schweizer Meisterschaft auf dem Heim-Reithof Neckertal in Brunnadern in der Disziplin «Fünfgangkombination» empfahl sich Urs Strässle aus Lichtensteig auf seinem Pferd Ljori fra Saudarkroki dank konstant guter Leistungen während der Saison erneut für die WM.

«Er hat es verdient, in Berlin dabei zu sein», betont der Neckertaler Reithof-Besitzer Roger Scherrer in seiner Funktion als Präsident der Schweizer Islandpferde-Vereinigung (IPV CH) und Mitglied der Selektionskommission.

Allrounder mit breitem Einsatz-Spektrum

Neun Paare aus dem 27-köpfigen Schweizer Nationalkader gehören dem Aufgebot an, acht werden an der Weltmeisterschaft in der deutschen Hauptstadt zum Einsatz kommen. Vorerst fällt Urs Strässle die Ersatz-Rolle zu.

«Ich sehe mich wie ein Ersatztorhüter im Fussball, werde voll mittrainieren und mich gleich vorbereiten wie die Kolleginnen und Kollegen. Es gilt jederzeit für einen Einsatz bereit zu sein.»

Der Pferdesport-Amateur darf bereits die erstmalige WM-Selektion für den alle zwei Jahre stattfindenden Grossanlass als Erfolg verbuchen.

Im Islandpferde-Sport lässt sich nach Beobachtung von Roger Scherrer und Urs Strässle – wie überall – eine Spezialisierung auf die einzelnen Disziplinen feststellen. Der Toggen
burger gilt dagegen als Allrounder mit einem breiten Einsatz-Spektrum.

Es mache für die Delegation deshalb Sinn, neben den Spezialisten in der Rückhand ein Duo zu wissen, dass in mehreren Disziplinen (Tölt, Pass, Fünfgang) eingesetzt werden könne. «Urs und Ljori werden nicht Weltmeister, aber sie bieten Gewähr für eine Leistung, welche dem internationalen Niveau entspricht», ist der lizenzierte internationale Sportrichter Roger Scherrer überzeugt.

Fernbeziehung zu einem isländischen Trainer

In der laufenden Saison tat der schon als Delegationsleiter bei einer Junioren-WM eingesetzte Toggenburger mit seinem 14-jährigen Ljori einen weiteren Schritt vorwärts. Obwohl von allen Seiten betont wird, die Anforderungen an die Kaderleute seien gestiegen.

«Seit einem Jahr beschäftige ich mich noch intensiver mit unserem Sport, setzte mehr Zeit für das Training und die Wettkampfvorbereitung ein. Die Auswirkungen sind erkennbar», begründet Urs Strässle die Leistungssteigerung.

Rund um den Reithof im Neckertal kann das Duo schon mal beim Ausdauertraining angetroffen werden. Der Chef auf dem E-Bike, das Pferd im Laufschritt. Und wie wird die Technik verbessert? «Ich arbeite mit einem Isländer zusammen. Er hat mir vor sieben Jahren Ljori verkauft. Pro Jahr leitet er einige Male Kurse in der Schweiz und ich erhalte dann bei seinen Besuchen Privatunterricht.

Zudem schicke ich ihm Videos und er korrigiert anhand der Aufnahmen die Fehler bzw. gibt mir Ratschläge. Dieser Austausch bringt mir enorm viel», zieht Urs Strässle eine positive Bilanz der Fernbeziehung. Früher gaben ihm verschiedene Fachleute Tipps. Das Einmann-System sagt ihm mehr zu.

Weltmeister trainiert auf dem Reithof Neckertal

2017 gewann der Thurgauer Markus Albrecht WM-Gold im Passrennen 250 m. Vor der WM in Berlin trainiert der Titelverteidiger auch auf dem Reithof von Roger und Sandra Scherrer. Assistiert wird er dabei von Urs Strässle. So kommt es im Neckertal in der Randsportart immer wieder zu Treffen auf höchster Ebene.

«Wir brauchen Podestplätze, um von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden», machen sich der Präsident und die beiden Aktiven keine Illusionen. Aber der WM-Titel von Albrecht habe einiges ausgelöst, dem Islandpferde-Sport schweizweit zu einem Aufschwung verholfen. Dieser Trend soll sich fortsetzen.

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