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Uralter Schweizer Brauch wird nur noch in Ebnat-Kappel gelebt: Funkensinger drehen mit Frack und Ski an der Zeit

Jährlich werden in Ebnat-Kappel heiratswillige Paare besungen. Das sogenannte Funkensingen soll Glück bringen. Dieses Jahr haben die Sänger unter anderem auf dem Skilift Tanzboden für Nostalgie gesorgt.
Die Funkensänger mit Frack und alten Ski am Skilift Tanzboden. (Bild: PD)

Die Funkensänger mit Frack und alten Ski am Skilift Tanzboden. (Bild: PD)

Am Funkensamstag trafen sich die aktiven Turner des Turnvereins Ebnat-Kappel um den heiratswilligen Paaren alles Gute in der Ehe zu wünschen. Als Dank für den Gesang erhalten die Sänger bei jedem Paar jeweils Speis und Trank. Dieser ururalte Brauch, der ursprünglich in der ganzen Schweiz als Weinbetteln verbreitet war, wird nur noch in Ebnat-Kappel durch den Turnverein weiter gelebt.

Zwischenstopp beim Coiffeur

Unter der Leitung von Roman Hersche wurden im Vorfeld fünf Proben abgehalten, welche dieses Jahr gut besucht wurden. Wie üblich trafen sich die Ebnater und die Kappler vor dem Einsingen separat in einem Restaurant im jeweiligen Gemeindegebiet. Die Kappler nutzten die Gelegenheit beim Fussmarsch von Kappel Richtung Thurau, um sich beim Coiffeur frisieren zu lassen. Um 10 Uhr fand vor dem Sternen in Thurau das Einsingen statt. Danach wurde das Paar Rahel Karrer und Adrian Kuratli besungen.

Anschliessend verschoben die 28 Sänger in Richtung Bellevue mit dem Ziel Skilift Tanzboden. Von dort wurde mit mehrheitlich sehr alten Skis die Skipiste unsicher gemacht. Dieses einmalige Schauspiel fand viel Beachtung. Durch die skifahrenden Männer im Frack und der alten Skiausrüstung fühlte man sich in der Zeit zurück versetzt. Im Skistübli wurde das Paar Sandy und Beni Kuratli (seines Zeichens Betriebsleiter Skilift Tanzboden) besungen.

Im Tal vier weitere Paare besungen

Nach einem kurzen Zwischenhalt in der Skihütte in welcher unteranderem das Neumitglied Marco Moser die Hamburgertaufe bestanden hat, erfolgte die Abfahrt ins Tal. Danach wurde noch an drei Orten vier weitere Paare besungen. Der Abend wurde im Schuppen bei Ariane und Martin Herger abgeschlossen. (pd)

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