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Bei Sondierungen Gold gefunden: Unverhoffter Reichtum für Lichtensteig

Sondierungsarbeiten und Aufnahmen des Kantons im Goldenen Boden brachten eine Überraschung. Die Gemeinde informiert heute die Bevölkerung.
Martin Knoepfel
Solche Goldbarren wurden im Lichtensteiger Untergrund gefunden. (Symbolbild: Fotolia)

Solche Goldbarren wurden im Lichtensteiger Untergrund gefunden. (Symbolbild: Fotolia)

Wer sucht, der findet. Und manchmal findet auch der, der nicht oder etwas Anderes sucht. Die Gemeinde Lichtensteig nahm zusammen mit dem Kanton St.Gallen Untersuchungen im Hinblick auf die Erneuerung der Werkleitungen im Goldenen Boden vor, um so allfällige archäologische Funde zu sichern.

Und daraus wurde eine grosse Nummer. Unbekannte Werkleitungen fand man nicht, dafür aber eine kleine, stabile Metallkiste mit der Aufschrift «Toggenburger Bank» in einem unterirdischen Bunker. Die «Toggenburger Bank» wurde 1863 in Lichtensteig gegründet und war im Spar- und Hypothekengeschäft sowie als Handels- und Notenbank tätig. 1912 fusionierte die «Toggenburger Bank» mit der «Bank in Winterthur» zur Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG). Die wiederum schloss sich 1998 mit dem Schweizerischen Bankverein zur UBS zusammen. Die Truhe war gefüllt mit Goldbarren mit dem Stempel «Toggenburger Bank».

Vergrabene Truhe ist ein Rätsel

Wieso die Truhe mit dem Inhalt vergraben wurde, ist ein Rätsel. Vielleicht wollte die «Toggenburger Bank» in einer Finanzkrise einen Notgroschen sicher aufbewahren. Möglich ist auch, dass sie nicht alle Gewinne beim Steueramt deklariert hat. Oder dass das Gold vor der Fusion mit der «Bank in Winterthur» vergraben wurde, weil man es später unter den einheimischen Aktionären verteilen wollte.

Mathias Müller, Stadtpräsident von Lichtensteig (Bild: Martin Knoepfel)

Mathias Müller, Stadtpräsident von Lichtensteig (Bild: Martin Knoepfel)

Wie dem auch sei, Stadtpräsident Mathias Müller hat die Goldbarren unter notarieller Aufsicht gezählt. Es handelt sich um 630 Stück à ein Kilogramm. Nach dem aktuellen Kurs für Gold hat der Fund somit einen Wert von rund 26 Millionen Franken. Mathias Müller freut sich:

«Wertsachen im Boden gehören dem Eigentümer des betreffenden Grundstücks. Das ist in diesem Fall die Gemeinde Lichtensteig.»

Müller lädt die Bevölkerung ein, mitzufeiern: «Auf jeden Fall zeigt die Gemeinde der Bevölkerung heute ab 17 Uhr die Fundstelle. Auch die Truhe kann man bewundern – ohne Inhalt».

Banktresor ist nun im Stadthaus

Möchtegern-Schatzsucher müssen sich übrigens nicht mehr bemühen. Die Truhe wurde in einer regnerischen Nacht mit Inhalt ins Stadthaus gebracht, das glücklicherweise als ehemalige Bank einen Tresor hat. «Als wir den Kauf der ehemaligen UBS dem Volk vorschlugen, wussten wir aber noch nichts vom Goldschatz», versichert Mathias Müller. «Dass wir im Stadthaus einen Tresorraum haben, ist ein glücklicher Zufall».

Noch nicht klar ist hingegen, wie der Fund im neuen kantonalen Rechnungsmodell, das alle St.Galler Gemeinde anwenden müssen, verbucht wird. Eine Rubrik «Zufallsfunde» oder «Bodenschätze» fehlt nämlich.

April, April

Bei diesem Artikel handelte es sich selbstverständlich um einen Aprilscherz. Die Auflösung ist hier zu finden.

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