Unterwasser
Säntis Logde ist eröffnet: Ein Zeichen von Mut, Unternehmertum und Bereitschaft

Mit der Säntis Lodge in Unterwasser bekommt die Berg & Bett AG eine Zentrale. An der Eröffnung freuten sich die Beteiligten über das gelungene Projekt. Es weckt aber auch gewisse Erwartungen.

Sabine Camedda
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Stehen voll und ganz hinter dem Konzept der Säntis Lodge: (von rechts) Michael Thomann, Oliver Schmid und Susanne Vinzenz-Stauffacher.

Stehen voll und ganz hinter dem Konzept der Säntis Lodge: (von rechts) Michael Thomann, Oliver Schmid und Susanne Vinzenz-Stauffacher.

Bild: Sabine Camedda

Die Aufbruchstimmung im touristischen Toggenburg war am Freitag bei der Eröffnung der Säntis Lodge deutlich spürbar. Den geladenen Gästen war schnell klar: Es ist mehr als eine Anlaufstelle für die Gäste der Ferienwohnungen und Ferienhäuser, die über Berg & Bett vermietet werden.

Max Nadig, Präsident von Toggenburg Tourismus, nannte es «ein wunderbares Konzept» und lobte dessen Erfinder Michael Thomann. Dieser verriet, dass bei der Entstehung des Konzepts eine Frage im Zentrum gestanden sei: Was braucht der Gast eines Ferienobjekts im Toggenburg?

Möglichst alle Bedürfnisse unter einem Dach vereinen

Daraus habe sich ein Hub entwickelt. Ein Ort mit verschiedenen Flächen, die unterschiedlich gestaltet sind und somit unterschiedliche Bedürfnisse abdecken, erklärte Michael Thomann. Unter einem Dach werden die Gäste willkommen geheissen und verabschiedet. Sie können sich nach Belieben in einem Restaurant verpflegen, gleichzeitig besteht die Möglichkeit, in einem Geschäft der Chääswelt Toggenburg Spezialitäten aus der Region zu kaufen. Schliesslich finden sich auch Unterhaltungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Gross und Klein in der Säntis Lodge.

«Wir sind überzeugt, dass das einen grossen Nutzen und Mehrwert für die Gäste bringt.»

Michael Thomann lobte seinerseits die Bereitschaft der Partner, allen voran von Toggenburg Tourismus, einer einheimischen Bank sowie Brigitte und Paul Beutler, den Besitzern der Liegenschaft. Es habe Mut und Unternehmertum gebraucht, um diese Idee umzusetzen, sagte er. Doch alle seien von Anfang an dabei gewesen und hätten sich für die Umsetzung eingesetzt.

So ist es gelungen, innerhalb von wenigen Monaten die Finanzierung zu sichern und das Konzept umzusetzen. Gerade einmal sechs Wochen bleiben letztlich Zeit, um die erste Phase der Sanierung zu realisieren. Einige Personen seien da mit Herzblut dabei gewesen.

Das Haus muss sich weiter entwickeln

Für den Hotelexperten Michael Thomann ist das Engagement im Toggenburg mit der Eröffnung der Säntis Lodge noch nicht beendet. Er übernahm das Verwaltungsratspräsidium der Berg & Bett Betriebs AG. An seiner Seite im Verwaltungsrat sind Christian Gressbach, Geschäftsleiter von Toggenburg Tourismus, und Nationalrätin Susanne Vinzenz-Stauffacher. Sie sagt:

«Mit der Säntis Lodge ist es uns gelungen, etwas Bewährtes in etwas Neues zu überführen.»

Sie führte weiter aus, dass mehrere Faktoren stimmen müssen, um die Säntis Logde zum Erfolg zu führen. Die Besitzerfamilie Beutler müsse loslassen können und brauche Vertrauen in die neue Crew rund um Oliver Schmid, Geschäftsführer der Berg & Bett Betriebs AG, und um Gastgeberin Martina Müller. Das Team müsse seinerseits dem Haus Leben einhauchen, es weiterentwickeln und weiterführen.

Max Nadig verglich die Geschichte der Berg & Bett AG mit einem Märchen, das Realität geworden ist. Mit der Eröffnung der Säntis Lodge habe es nun ein erstes Happy End gegeben. Viel Zeit, um sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen, bleibt nicht. Bereits am Tag nach der Eröffnung werden die ersten Gäste einchecken.