Unterwasser
Mit blauem Auge davon gekommen: Die Tennis- und Eventhalle weist nur kleinen Verlust aus

Dank eines «guten Händchens» schliesst die Genossenschaft Tennis- und Eventhalle besser ab als befürchtet.

Adi Lippuner
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Die Tennishalle in Unterwasser wird im Winter gerne von Sportbegeisterten genutzt, es fehlen aber die Mehrzweckvermietungen.

Die Tennishalle in Unterwasser wird im Winter gerne von Sportbegeisterten genutzt, es fehlen aber die Mehrzweckvermietungen.

Bild: Adi Lippuner

Geht es um nackte Zahlen, sind die Genossenschafter der Tennis- und Eventhalle in Unterwasser nicht verwöhnt. Doch an der 32. Generalversammlung, die nach einem Jahr Pause am Donnerstagabend wieder physisch durchgeführt werden konnte, wurde – trotz roter Zahlen, eine erfreuliche Jahresrechnung präsentiert. Ein nur gerade 200 Franken höherer Verlust als budgetiert, musste ausgewiesen werden. Dies dank geschickter Reaktion während der Pandemie, wie Präsident Roland Faoro betont.

Gute Zusammenarbeit mit dem Hotel Hirschen

Von den 290 Genossenschafterinnen und Genossenschafter waren 18 an der Versammlung im Hotel Sternen anwesend. Sie durften sich über erfreuliche Aussagen freuen. Im Berichtsjahr konnten so viele Tennisgäste wie noch nie begrüsst werden. Mit vereinten Kräften wurden die European Tennis Academy, in Zusammenarbeit mit dem Hotel Hirschen in Wildhaus durchgeführt.

Oder wie Kurt Wiederkehr, Vizepräsident der Genossenschaft und zuständig für die Tennis Academy betonte: «Es konnten innerhalb von acht Wochen 1'100 Übernachtungen für den «Hirschen» generiert. Zudem gab es 900 Stunden Platzmiete für die Tennishalle und dies von Gästen, die vorher nie in unserer Region waren.»

Einziger Wermutstropfen in der Erfolgsgeschichte: Durch die plötzliche Öffnung der Spielbetriebe der Tennishalle durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) waren die letzten beiden Wochen der Wintersaison für Fixstundenabonnenten bereits durch die Buchungen der Academy reserviert.

Einnahmen tiefer als budgetiert

Für das Rechnungsjahr war ein Verlust von 9'800 Franken budgetiert, resultiert ist letztendlich ein Minus von gut 10'000 Franken. Trotz massiver Umsatzeinbussen, beim Tennis waren dies 7'500 Franken, bei der Boulderbox ein Minus von 46 Prozent rettete die Auslastung durch die Tennis-Academy das Jahr. Als Sorgenbereich bezeichnen die Verantwortlichen die Restauration und die Mehrzweckvermietung, welche gegenüber dem Vorjahr Mindereinnahmen von 26'500 oder ein Minus von 81,3 Prozent aufwiesen.

Gerade im schwierigen Pandemiejahr waren der Präsident und der Vorstand gefordert. Bisher leisteten die Verantwortlichen ihre Einsätze ehrenamtlich. Als Zeichen der Wertschätzung werden für den Präsidenten neu 2'000 Franken Entschädigung pro Jahr und für die Vorstandsmitglieder ein Sitzungsgeld von 100 Franken ausbezahlt.

Der dafür vorgesehene Betrag im Budget wird mit 4'000 Franken veranschlagt. Vor Abschreibungen sieht das Budget 2022 ausgeglichene Zahle vor, im Zusammenhang mit den nötigen Abschreibungen ist ein Verlust von 29'000 Franken, dies bei einem Totalaufwand von 138'200 Franken, vorgesehen.

Für die nach vier Jahre demissionierende Revisorin Ines Allmann nimmt neu Claudio Looser Einsitz in die GPK. Zum aktuellen Zeitpunkt ist, wie Präsident Roland Faoro betonte noch offen, wie die neu verordnete Zertifikatspflicht des Bundesrats bei der Tennis- und Eventhalle in Unterwasser umgesetzt wird.

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