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Imker des Untertoggenburgs feiern 150-Jahr-Jubiläum: Das Schleudern fasziniert Jung und Alt

Der Bienenzüchterverein Untertoggenburg beging sein Jubiläum und vermittelte dabei den Interessierten allerlei Wissenswertes über die nützlichen Insekten.
Christof Lampart
Fasziniert schauten viele Besucher zu, wie die Imker zuerst das Wachs von den Honigwaben entfernten und anschliessend den Honig per Schleudern «ernteten». (Bild: Christof Lampart)

Fasziniert schauten viele Besucher zu, wie die Imker zuerst das Wachs von den Honigwaben entfernten und anschliessend den Honig per Schleudern «ernteten». (Bild: Christof Lampart)

Vereinspräsident Urs Lenz stand die Begeisterung ins Gesicht geschrieben. Denn das schöne Sommerwetter lockte schon am Samstagmorgen viele Neugierige zum Ortsmuseum in Flawil, wo der Bienenzüchterverein Untertoggenburg für seine Gäste ein attraktives Programm mit Festwirtschaft, einem kleinen Bienenvolk hinter Glas, allerlei Infotafeln sowie einer Geräte- und Kastenausstellung aufwartete.

Einer der unbestrittenen Höhepunkte war das mehrmals durchgeführte Schleudern des Honigs. Gross und Klein schauten interessiert zu, wie erfahrene Imker zuerst das Wachs von den Honigwaben schabten, danach die Honigwaben in die Schleuder hängten und anschliessend maschinell den Honig hinausschleuderten.

Klar musste man viele kein zweites Mal dazu auffordern, den süssen Honig zu probieren: «So frischer Honig ist einfach das Beste, was man haben kann», schwärmte denn auch Margrit Bär, welche für diesen Tag eigens mit dem Zug aus dem aargauischen Niedergösgen anreiste. «Ich habe viele Blumen und auch Bienen im Garten und interessiere mich daher sehr für die Bienen. Ausserdem ist es für mich als Ur-Flawilerin eine gute Gelegenheit, der alten Heimat wieder einmal einen Besuch abzustatten.»

Ein Bienenstock wie ein Baum

«Eher durch Zufall» sei er vor vielen Jahren zur Imkerei gestossen. «Ein Bekannter meiner Frau meinte, das wäre etwas für mich. Und als dann im Dorf der Imker starb, habe ich mich für einen Imkerkurs angemeldet», erzählt Kurt Moser von seinen Anfängen. Das war vor 23 Jahren. Heute ist der pensionierte Schreiner nicht nur ein Kenner der Materie, sondern auch ein Tüftler vor dem Herrn. In Flawil präsentiert er erstmals einen Bienenstock, den er einem hohlen Baumstamm nachempfunden hat. Dass dies so ist, ist kein Zufall, denn «Bienen sind Waldtiere. «In der Natur suchen sie sich hohle Baumstämme als Behausung», so Moser.

Jeder Obstbauer war auch Imker

Mittlerweile fliegen etliche Bienen vor dem Schaukasten mit dem Bienenvolk. «Die haben wohl noch ein bisschen Mühe, wieder rein zu finden, schliesslich habe ich sie gestern Nacht hierher transportiert», sagt Urs Lenz. Seine Leidenschaft zur Honigbiene hat der Bauernsohn vom Vater geerbt: «Früher war es ganz normal, dass man als Landwirt noch ein paar Bienenvölker hielt, um zu garantieren, dass die eigenen Obstbäume bestäubt werden.» Und ausserdem sei so noch etwas Honig für die Familie abgefallen. Heute sei in der Imkerei, obwohl sie von den allermeisten Imkern als Hobby betrieben wird, alles professioneller geworden. Standen bei der Vereinsgründung vor 150 Jahren nebst der profanen Wissensvermittlung und Kameradschaftspflege auch monetäre Interessen im Vordergrund – über den Verein wurden teure Gerätschaften gekauft, welche die Mitglieder dann ausleihen konnten –, so besitzt heute praktisch jeder Imker die Gerätschaften selbst. Was jedoch bis in die Gegenwart geblieben ist, ist die gemeinsame Freude am Fachsimpeln über die Honigbiene.

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